Dienstag, 29. April 2008

Highlights der LETZTEN Tage

So, da bin ich wieder....langsam bekomme ich Panik. In 40 Stunden geht's los und ich habe noch null gepackt und so viel zu erledigen....ähm, naja, fange morgen gleich an. Das sag ich schon seit zwei Wochen. :-) Es ist aber auch einfach viel zu wenig Zeit für leidige Sachen wie Ausziehen. Die letzten zwei Tage waren einfach nur groß. Gestern wurde nach einiger Terminsuche endlich der Flug über Stradbroke realisiert...wie genial. Aber seht selbst: Das komplette "Best of" gibt es hier. Das kann man einfach gar nicht in Worte fassen, es war ein gigantisches Erlebnis. Und: Rebecca ist geflogen!!! So richtig selbst und zeuch....Irgendwann war Quentin der Meinung, dass es Zeit ist, dass ich das Steuer übernehme. Und das habe ich dann halt getan....wie krass. Das ist schon sehr seltsam, wenn man plötzlich ein Flugzeug lenkt. Das mit den Loopings habe ich allerdings erstmal gelassen ;-). Heute gab es dann Kaths Überraschung. Bis wir da waren, hatte ich ja null Schimmer, was auf dem Programm steht. Und tata: Wir waren auf dem Weingut. Sehr schöne Zeit, nette Gesellschaft und super Wetter. Nicht zu vergessen natürlich die exzellenten Weine....Da war das Übel der letzten Tage hinfällig. Muss an dieser Stelle wohl auch berichten, dass mir noch was in meine Abschiedsplanung gefunkt ist, so dass ich gestern beim Arzt war und jetzt auf die letzten Tage noch Antibiotika zu mir nehme. Ist echt ne komische Sache, anscheinend hat mich das Viehzeug hier jetzt doch entdeckt. Jedenfalls bin ich Samstag aufgewacht und hatte Flecken auf der linken Seite am Hals. Ich selbst kann das Ganze nicht wirklich gut betrachten - da ungünstige Stelle - aber andere meinten, es sieht aus wie ein Insektenstich, vielleicht Moskito, Ameise oder Spinne. Das hat sich jedenfalls entzündet und auch meine Lymphknoten angegriffen, die danach wie Ballons aus dem Hals vorstanden. Das war dann wohl das Signal, dass ich zum Arzt gehe. Der wusste zu meinem Erstaunen jedoch auch nicht so wirklich, da das irgendwie alles nicht zusammenpasst. Die Antibiotika schlagen allerdings an, die Schwellung ist schon zurückgegangen und der Ausschlag ist auch auf dem Wege zu Besserung. Also kein Grund zur Sorge. Alles unter Kontrolle! Kann mich jetzt wieder den schönen Dingen im Leben zuwenden. Jetzt muss ich erstmal in die Heia (das letzte Mal in "meinem" Zimmer, dann wird umgeräumt), morgen ist striktes Programm angesagt. Soviel Aufgaben und so wenig Zeit....ich versuch mich am Donnerstag nochmal zu melden, bevor es zum Flughafen geht. Kann allerdings nix versprechen und bin mir auch nicht sicher, ob und wann es danach wieder Einträge gibt....Das Abenteuer geht nun richtig los! Die nächsten zehn Wochen werden spektakulär, das ist sicher.

Sonntag, 27. April 2008

Lest we forget...

...ich nehme jetzt einfach mal das ANZAC Day (war am 25. April) Motto, um mein ganz persönliches Gedenken an Australien auszudrücken. Jetzt wird es wirklich ernst. Gestern war meine letzte Schicht im Fox, heute im Cantina. Die Kollegen machen es echt schwer, Brisbane zu verlassen. Es war eine geniale Zeit!

Mittwoch, 23. April 2008

Der Fluch des Ruhms ;-)

Ha, das Musik-Video ist noch nicht mal fertig geschnitten und ich hänge schon mit der deutschen A-Klasse Schauspielprominenz ab. Muss ich noch mehr sagen?
Naja...so oder so ähnlich....War wohl doch mehr eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die auch absolut gar nix miteinander zu tun haben ;-). Was zählt, ist doch nur, dass ich mal wieder einen netten Abend hatte. Los ging alles mit Abendessen beim Vietnamesen im Valley. Dann auf zum Start des Festivals of German Films. Auf dem Programm stand "Die Welle". Da es sich um die Eröffnungsveranstaltung in Brisbane gehandelt hat, war das alles in etwas größerem Rahmen aufgezogen - mit Leberkäs-Schnittchen, Zwiebelkuchen, Rosinen-Schnecken und anderen Leckerlies vom King of Cake (sehr populärer deutscher Bäcker in Brisbane), Bionade-Promo, Sekt, Bier und Wein...und nicht zu vergessen: dem Hauptdarsteller vor Ort. Das ist doch mal was. Ich muss nicht nur nach Australien gehen, um Schlittschuh zu laufen, nein, hier trifft man auch endlich deutsche Schauspieler. Jetzt kann ich endlich behaupten, mit Jürgen Vogel eine geraucht zu haben ;-). Viel cooler war allerdings ein anderes Pärchen, dass nicht nur mit ihm gepafft sondern vorher auch noch die Zigaretten bei ihm geschlaucht hat *grins*. Was ein Spaß. Der Film an sich war ok, jedoch auch kein cineastisches Meisterwerk. Die Story ist natürlich krass...aber das Buch und - soweit ich mich erinnern kann - der erste Film (1981) haben mich seinerzeit mehr beeindruckt. Nichtsdestotrotz ist diese Version absolut sehenswert.

Jetzt wird erstmal wieder ein paar Tage gearbeitet (die letzten für lange Zeit :-)) und am Sonntag Abend geht's nochmal ins Kino. Montag steht nun definitiv unser Stradbroke-Flug und Dienstag lass ich mich von Kath überraschen, die mir zum Geburtstag ein "fancy outing" geschenkt hat. Wo es hingeht...ich hab null Ahnung, weiß nur Zeit und Dresscode, der Rest bleibt abzuwarten. Mittwoch wird dann geräumt und gepackt und sicher auch ein wenig geweint. Donnerstag geht der Flieger nach Tasmanien - das Hostel für die ersten vier Tage Hobart habe ich gestern reserviert. Hach, wie schön und traurig zugleich....

Montag, 21. April 2008

Vom Star zum Statist - und das in 24 Stunden

Heieiei, ich weiß ja gar nicht, wo ich anfangen soll. Am besten mal alles der Reihe nach: Das Abschieds-BBQ war sehr schön, der Wettergott auf meiner Seite, die wirklich wichtigen Leute vor Ort und Rebecca mittendrin ziemlich happy. Sehr schön relaxter Sonntag, ich denke, die Fotos sprechen da für sich. Die Jungs und Mädels werden mir schon sehr fehlen, *buhuaaa, snief*. Ein wenig anstrengender war dagegen der heutige Tag, der bereits um vier anfing. Huah, was hab ich mir nur dabei gedacht, das zuzusagen?...so mein erster Gedanke beim Weckerklingeln. Aber manche Dinge haben eben ihren Preis und wer berühmt werden will, muss leiden. Und das nicht nur durch Schlafmangel, inzwischen ziehen sich auch einige blaue Flecken in schöner Unregelmäßigkeit mit Konzentration auf Kniehöhe über meine Beine. Und trotzdem, das war die Erfahrung echt wert. Habe ja seit Jahren nicht mehr auf Schlittschuhen gestanden und hätte im Leben nicht geglaubt, dass die nächste Gelegenheit dazu in Brisbane ist ;-). Naja...waren rechtzeitig auf der Eisbahn und dann ging es auch gleich ans Kostümsuchen, Motto des ganzen Spaß: Wilde 70er! (Ja, mal wieder, das Thema verfolgt mich). Und eins könnt ihr mir glauben, zeitweise war ich heute echt froh, dass diese Epoche rein klamottenmäßig an mir vorbeigegangen ist. Schlimmschlimmschlimm. Zumindest ist mir die Schlaghose erspart geblieben...Endergebnis war ein Leibchen, das Omas bester Perlon-Schürze Konkurrenz gemacht hätte, und ne Jacke zum Drüberziehen. Das war allerdings gar nicht so katastrophal. Da ich einer der Early Birds war, konnte ich zumindest noch auswählen. Andere hatten da nicht soviel Glück ;-). Augenkrebs lässt grüßen. Saukalt war es außerdem und mein Tasmanien-Equipment hat sich das erste Mal bewährt. Irgendwann gegen sieben war das Set dann fertig und die Extras=Statisten konnten aufs Eis. Jippieh, das war echt lustig. Bin auch gar nicht hingefallen sondern habe, nachdem der Kontakt zum Eis mit Bedacht hergestellt wurde, die ganze Aktion recht gut gemeistert. Die Band war auch ziemlich entspannt drauf und der Song gar nicht so schlecht....was sich durchaus als Vorteil erwies, schließlich wurde über vier Stunden nix anderes gespielt. Die Kostprobe gibt es hier (Titel: Evolution). Zu der Musik sind in etwa 50 Clowns (ich inklusive) übers Eis gehirscht. Fun! Dann gab's ne Pause, die nicht hätte sein müssen...hat mich total ausgeklinkt....müde, verkatert => da ist langes Rumgesitze nicht die beste Idee. Nunja, beim großen Finale ging es wohl nicht nur mir so....jeder hat ein wenig geschwächelt und somit war große Hullerei angesagt. Hab sogar den Bassisten umgerauscht ;-). Halt Moment, eigentlich war ER schuld. Egal, nix weiter passiert...nichtsdestotrotz werde ich die Blessuren vom Sturz mal fotografisch dokumentieren, vielleicht lohnt es sich ja irgendwann mal, ihn zu verklagen ;-). Gegen halb zwei war ich zurück und bin sofort ins Bett gekrabbelt. Was ein Tag! Nach Nap und njommi Green Curry vom Thai nebenan geht es wieder. Hier mal die Band am Set:
The John Steel Singers - Ein Name, den man sich merken muss! Bin schon gespannt auf das Ergebnis....wird natürlich nachgeliefert an dieser Stelle :-)

Jetzt muss Rebecca aber mal die ganze Aufregung verdauen, bis bald.

Samstag, 19. April 2008

Die kleine Küchenfee

Ich werde wohl nie 'ne richtige Hausfrau werden, aber heute war ich sooooooo nah dran ;-). Jetzt stehen hier circa 15 Kilo Salat umher. Wehe, morgen kommt keiner.

Freitag, 18. April 2008

Der 30 wieder ein Stück näher ;-)

Sodala, hier also der erste Eintrag im neuen Lebensjahr. Bin jetzt natürlich viel reifer und reflektierter bei dem, was ich schreibe ;-). Leider kann ich grade gar nicht viel Schreiben, da ich zu arg im Freizeitstress bin. Neben mir stehen 4 Kilo Kartoffeln, die gekocht und gepellt werden wollen für den Salat anlässlich des BBQs am Sonntag....Da liegt morgen noch einige Schnibbelei vor mir, egal, ein kurzer Bericht muss sein. Erstmal noch allen, die dran gedacht haben, ein großes Dankeschön *knutsch*. Ihr habt das kleine Mädel aus Mihla sehr fröhlich gestimmt. Dabei bin ich hier auch nicht zu kurz gekommen. Ich hatte nicht nur einen Geburtstagskuchen, sondern vier...naja, eher Küchlein, aber das ist ja egal. Kathy hat mich großzügig mit Backwaren versorgt: Auf dem Bild fehlt leider schon ein konditorisches Meisterwerk...da bin ich unbeherrscht drüber hergefallen, bevor die Idee mit der Kamera kam ;-). Ganz nach Maslov *hehe*. Und Geschenke gab es auch! Schmuck von Christian und Mathilde (mit denen ich auch den Abend verbracht habe, erst lecker Essen beim Inder meines Vertrauens und dann zum Bierchen und Lifemusik), fancy Essensgutschein und Blubberwasser von Kath. Kein Grund zur Klage also, ganz im Gegenteil...Und ich glaube, die Texte von den Geburtstagskarten treffen die Sache genau:

Von Kath: "Adding another candle doesn't make you older...it just makes your life brighter"

Von Mama: " In diesem Alter mochten wir uns oft wichtige Fragen stellen. Wer sind wir? Wo gehen wir hin?......und wenn wir dort ankommen, sind die Kneipen dann noch offen?"

In diesem Sinne: Prost!

Hätte euch gerne am Sonntag mit dabei....aber das wird nachgeholt! Nochwas: Habe Dosenbier besorgt...das hatte ich ja schon seit Jahren nicht mehr ;-). Da muss man sich ja wie ein Teenie fühlen *grins*.

Dienstag, 15. April 2008

Story zur Story Bridge

...gibt es heute leider nicht, keine Zeit. Aber: Hier bin ich heute raufgekraxelt.

Schön war's!

Montag, 14. April 2008

Time to say goodbye

Der Abschied naht und die Zeit wird immer weniger…auch zum Bloggen. Bin gerade am Sinnieren, ob Geburtstage an sich eine Vorausschau auf das kommende Lebensjahr geben. Irgendwie lässt es sich nicht ganz von der Hand weisen. Muss allerdings dazu sagen, dass ich dabei vor allem an den letzten denke, bei den vorherigen lässt mich die Erinnerung ein wenig im Stich. Aber ich kann wohl behaupten, dass ich 2007 einen großartigen Geburtstag hatte: Gleich dem Jahr, das folgte. War das Wetter (ich hatte noch nie vorher sommerliche Temperaturen um die 25 Grad Celsius am 16. April) bereits ein Zeichen für mein Dasein in subtropischen Gefilden? Das abwechslungsreiche Programm (danke Pam und Volo-Team ;-)) ein Hinweis auf die Abenteuer, die mich in Australien erwarten? Die Tatsache, dass ich einen Tag frei hatte, sinngebend für mein relaxtes Dasein Down Under? Ich werde es wohl nie erfahren…heieiei, jetzt bekomm ich vor mir selbst Angst und lass ich das mit dem Philosophieren lieber mal, bin ja schließlich keine 27! ;-) Dieses Jahr wird es wohl alles in allem ein wenig anders laufen, da ich wirklich im Stress bin (falls man das so sagen kann, zumindest mehr Hektik als üblich für australische Verhältnisse). Für morgen steht der langgeplante Story Bridge Climb an (sozusagen ein persönliches, vorzeitiges Geschenk). Bin schon sehr gespannt, hoffentlich hält sich das Wetter. Mittwoch wird dann zunächst ein wenig gearbeitet, die Frühstücksschicht hält mich dabei davon ab, allein auf der Bude rumzulungern ;-)). Abends wird dann geschoppt für die Party am Sonntag, danach vielleicht noch ein oder zwei Bierchen mit Freunden, mal abwarten. Also nicht wirklich Entspannung hoch drei. Aber leider passt es nur am Mittwoch mit den Einkäufen für das Grillfest, Christian steht mir freundlicherweise mit dem Auto zur Verfügung. Zwischen meinen ganzen Schichten bis zum Sonntag muss ich irgendwie noch einige Salate auf die Reihe bekommen, dafür geht dann wohl mein Mittagsschlaf drauf. Hach….Sonntag ist es dann soweit: Kombiniertes Abschieds- und Geburtstags-BBQ. Interessiert mich ja schon, wer meiner Einladung alles folgt, ich habe zumindest weit gestreut ;-). Montag gibt es dann schon das nächste Highlight: Rebecca auf der Eisbahn zum Video-Dreh. Was ein Spaß. Für die Hintergründe muss ich ein wenig weiter ausholen: Eine lokale Radiostation hatte einen Bandwettbewerb ausgeschrieben und finanziert der Gewinner-Truppe unter anderem ein Musikvideo. Dieses wird von keinem anderen gedreht als Jacob - einer meiner Cantina-Kollegen, der Filmwissenschaft studiert. Das Ganze spielt in der Kälte und Rebecca ist einer der Statisten, die ihre Runden um die Band drehen. Heiterkeit. Jacob will auch versuchen, dass er mich in den Final-Cut bekommt und dann flimmert Rebecca vielleicht bald schon auf MTV ;-) oder halt bei den Funniest Home Videos *lol*. Weiterer Höhepunkt dann Mittwoch: Eröffnung des German Film Festivals in Brisbane mit „Der Welle“, Jochen Vogel ist persönlich zugegen und danach geht es zur After-Show-Party. Sonntag dann noch mal deutsches Kino und sicher ein kleiner Umtrunk zur Feier meines letzten australischen Arbeitstages. Dann ist finito! Endlich! Im Moment arbeite ich echt in jeder freien Minute. Montag geht es spektakulär weiter: Flug in der Cessna über Stradbroke. Wir scheinen es endlich doch noch hinzubekommen, Quentins Einladung steht. Die restlichen Tage im April muss ich dann wohl ein wenig Packen, Kathy beim Umräumen helfen, organisatorischen Kram erledigen (Uniform abgeben etc.) und dann auch endgültig Lebewohl zu meinem Leben in Brisbane sagen. Am 1. Mai geht es schließlich los und inzwischen fühle ich mich ein wenig besser vorbereitet…nach meinem Panikkauf letzte Woche. Mit Thermounterwäsche, -socken, Schal, Mütze und Handschuhen steht meine Überlebenskombo für Tasmanien. ;-) Dann kann’s ja losgehen!

Montag, 7. April 2008

Simply the best....

Es ist inzwischen halb drei nachts und ich habe circa zehn der besten Weine, die je meinen Gaumen passiert haben, hinter mir...aber hey, die Geschichte muss frisch präsentiert werden! Das war wohl definitiv einer der genialsten Abende überhaupt in Brisbane. Heute waren wir (Danxia, Miguel, Kristen, Andrea und ich) im Seasalt, Miguels neuer Wirkungsstätte. Das war wohl das beste Abendessen, das ich je hatte. Ein Michelin-Stern und einfach gigantisch. Die Küche traumhaft und die Weine noch besser. Ich war ein wenig spät dran, der Tisch war für sieben Uhr reserviert, aber gerade noch rechtzeitig für den Champagner, für den man pro Glas 25 Dollar latzt....weiter ging es mit dem fantastischsten Menü überhaupt, Dessert - ein Traum. Schaut euch die Speisekarte an und ratet, was ich hatte. Nachdem alle Gäste gegangen waren, kam der beste Teil: Weinverkostung. Wuaohhhh. Ich bin kein Experte, aber Weine, die 80 Euro die Flasche kosten, müssen gut sein. Und lecker war es allemal. Zudem noch Käseplatte...und ich frage mich immer noch, womit ich das verdient habe....Denn: All dies hat mich nicht einen Cent gekostet....ich habe großartige Freunde...umso trauriger, dass ich all diese liebevollen Menschen in drei Wochen hinter mir lassen muss *snief*. Im Moment genieße ich einfach jede Sekunde, die mir bleibt und die letzten Stunden verdienen definitiv Erwähnung. Wenn ich es noch nicht erwähnt habe: ICH LIEBE AUSTRALIEN!!! Ich vermisse jetzt schon all die Freunde und hoffe, dass sie mich alle bald besuchen kommen.

Mittwoch, 2. April 2008

Bilanz des Tages

Heutige Schätzung: Ukraine :-)...

Damit holt Osteuropa langsam zu Skandinavien auf.

Akzente setzen

Da ansonsten nicht allzuviel passiert ist, erzähle ich euch heute mal einen generellen Schwank aus meiner austrlischen Jugend. Eigentlich ergibt sich diese Situation fast jeden Tag: Dass ich nicht mit Englisch aufgewachsen bin, lässt sich beim Sprechen ja absolut nicht verstecken. Ich rede mit Akzent und das ist auch gut so...Identität und Zeuch....;-). Schließlich trifft man hier auch Menschen, die vor 50 Jahren emmigriert sind, und dennoch ihre Herkunft in jedem Satz mitartikulieren. Das ist halt einfach so, den Akzent legt man nicht ab (oder eben nur sehr schwer, sag niemals nie). Lustig wird es immer dann, wenn ich als "Ausländer" identifiziert werde und es darum geht, herauszubekommen, woher ich denn genau komme. Nachdem ich lange Zeit immer brav sofort Rede und Antwort zu meiner Abstammung getanden habe, lass ich es jetzt doch drauf ankommen, insbesondere bei den Gästen im FOX. Meistens sehe ich den Leuten ja schon am Gesicht an, was jetzt gleich wieder kommt. Und Tatsache: "Where are you from?" oder "Where is this lovely (ja, lovely!!! ;-)) accent from?" sind dabei die Fragen des Tages, jedes Tages. Einmal ist damit mindestens zu rechnen! Dieses Quiz geb ich gern zurück und bin schon jedesmal auf die Antwort gespannt. Und hier die Top-Drei-Antworten:

  1. Frankreich (oui oui, bien sur, ihr Experten ;-))
  2. Irland (das erst seit Neuestem, aber da bin ich besonders stolz drauf, ist schließlich ein Native-Land ;-))
  3. Irgendwo in Skandinavien

Und richtig: Deutschland ist nicht dabei, zumindest nicht bei der Hitliste. Ansonsten höre ich auch öfter mal "Südafrika", seltener sind auch osteuropäische Staaten genannt. Manchmal wird auch gar nicht erst abgewartet sondern gleich in die Vollen gegangen: "Aus welchem Teil von Frankreich bist du denn?" - "Dem deutschen!" Kurze Perplexion, dann freuen sich meist alle wieder. Sobald meine Tarnung aufgeflogen ist, drehen manche so sehr auf, dass sie mir erstmal jedes Wort, was sie je in deutsch gewusst haben, an den Kopf werfen. Da darf dann natürlich mit Lob nicht gespart werden, schließlich hat das alles Auswirkungen aufs Trinkgeld *zwinkerzwinker*. Inzwischen wird sogar mit mir Geld gemacht, da letztens wirklich eine Wette auf meinen Kopf lief. Mama Gast war dabei mal wieder auf dem Franzosen-Holzweg, Telefon- und Publikumsjoker standen nicht zur Verfügung, und so musste sie ihrem Sohn, der in etwa mein Alter war, 10 Dollar abdrücken. Er hatte von Vorneherein auf Deutschland getippt. Hach, da ist es doch schön als Botschafter meiner Nation selbst australische Familien einander näher zu bringen :-). Jetzt muss ich aber mal los zur Schicht: Mal schauen, wo ich heute wieder her bin...;-)

Passend zum Thema und immer wieder ein Genuss: Reinschauen