Freitag, 28. März 2008

Back to the 70s! - Yeah!

Tja, die 70er....leider ja rein geburtstechnisch an mir vorbeigegangen, wie schade...oder auch nicht, kann man sehen, wie man will. Aber es ist wohl nie zu spät, die Vergangenheit nachträglich zu celebrieren ;-). Gerade wenn diese einige großartige Eigenarten bereithält. Also habe ich mich die letzten Tage in meine Zeitkapsel begeben...und auf zu neuen Abenteuern. Los ging das ganze Spektakel am Sonntag: Gegen vier am Nachmittag sind Kathy und ich abgedüst Richtung Kyogle. Fantastische Zeit aufgrund der schönen Abendstimmung. War schon sehr spannend, da auf dieser Strecke vor drei Monaten noch eine Mega-Flut gewütet hat und die Zeichen der Zerstörung waren durchaus noch sichtbar. Wo rohe Kräfte walten....Dreieinhalb Stunden später (wobei eine Stunde der Zeitverschiebung zuzuschreiben ist, tsis...wie gesagt: Zeitreise ;-)) waren wir schließlich in Kyogle. Takeaway vom China-Mann, Flasche Wein und die Gesellschaft von Kath, ihrer Mama, Schwester Debbie und deren jüngsten Sprosses (Jacob).....netter, ruhiger Abend, der vor der Glotze endete: Der erste gute australische Krimi, den ich bisher gesehen habe, mit Setting in den Blue Mountains...sehrsehr nett. Achja, darf hier natürlich nicht vergessen, einen weiteren Hausgenossen zu erwähnen. Hardy (von mir am zweiten Tag getauft), die Huntsman Spider. Erst ist sie mir gar nicht aufgefallen, um so erschrockener war ich dann auch, gerade nach den Erlebnissen am Abend zuvor. Ein massives Viech, dass mich da von der Küchenwand anstarte...neben Respekt brachte ich dem armen Ding allerdings mehr Mitleid entgegen: Der gute Hardy hatte nur noch fünf pelzige Beinchen bei sich, sicher auch einer der Gründe, warum er sich die ganze Zeit meines Aufenthaltes nur max. 1,5 Meter von der Stelle bewegt hat. Ich habe hier mal ein Bild fürs Familienalbum mit Referenzobjekt: Huah, war schon komisch, das Feuerzeug aufzustellen. Man weiß ja nie, wann diese Spinnen versuchen, einen Menschen zu attackieren, um "lang anhaltende Schmerzen, Entzündung, Kopfschmerzen, Erbrechen und unregelmäßigen Puls (Wikipedia)" zu hinterlassen. Also wurde vor dem Schlafengehen auch noch mal genauestens jeder Winkel durchsucht und die Tür zur Küche sorgfältig geschlossen :-). Am nächsten Tag konnte ich mir dann endlich ein Bild von Kyogle bei Tageslicht machen. Und was soll ich sagen? Wenn man an bestimmten Orten nicht tot überm Zaun hängen will, dann ist Kyogle mit Sicherheit auf dieser Liste. Und ich dachte, Mihla ist tot ;-). Die Einwohnerzahl ist in etwa identisch, aber hier verteilt sich das natürlich auf eine ganz andere Fläche....bis zur nächsten "größeren" Stadt sind es 50 Kilometer. Landschaftlich ist es allerdings ganz hübsch, das muss man ja sagen. Den Tag haben wir mit Spaziergang, Essen, Trinken und simpler Gammelei verbracht. Vor dem Abendessen dann noch mal kurz zum "Barhopping" in die beiden Pubs und zurück, wo Mama Wall schon mit lecker Dinner wartete. Roast zum Ostermontag, njom. Das war es dann auch schon zum Thema Hinterland-Erfahrung in Kyogle, am nächsten Morgen wurde nur noch gefrühstückt und die Heimreise angetreten...mit Zwischenstopp in Nimbin. Und dieses Örtchen ist nun wirklich in den Siebzigern hängengeblieben. Hippies und wilde Kunden wohin man sieht. Angenehm :-). Nach 'ner halben Stunden hatten wir dann alles gesehen und waren den Geruch von Räucherstäbchen leid. Zurück in die Zivilisation, Kathy musste am Nachmittag ja wieder zur Arbeit. Mit diesem Punkt habe ich dann auch die nächsten Tage gefüllt. Das großartige Finale des Ausflugs in die wilden 70er war dann der gestrige Abend. Auf Einladung von Christian (der Gute!) pilgerten wir auf den Spuren CCRs zum John Fogerty Concert ins Entertainment Center. Es war spitze, wenn auch das seltsamste Konzert, bei dem ich je war. Erstmals war ich gezwungen, einen musikalischen Abend im Sitzen zu verbringen, was echt Folter war. Nicht ein einziger Stehplatz und das bei Musik, die betanzt werden MUSS!!!! Weird. Aber handwerklich gesehen wohl einer der besten Auftritte die ich je gesehen habe (von Don McLean - dem CoStar - mal abgesehen, der war gut bei American Pie aber den Rest konnte man so ziemlich sein lassen). John Fogerty dagegen hat gerockt...und das von der ersten Sekunde. Gitarrengott sag ich da nur! Der hat eine Energie auf der Bühne...und das mit 62! Wahnsinn. Dylan, Louise, Christian und ich konnten ihm gar nicht genug huldigen auf der Heimfahrt. Tja, die alte Schule, die wussten noch, was Musik ist. Ganzganz toll. Im Juni kommt der Gute auch nach Deutschland (Berlin, Leipzig, Erfurt, Bonn, Stuttgart, Frankfurt, München): Wer also ein perfektes Konzert haben will, auf zum Ticketkauf. Ich würde selbst sofort nochmal hin, bin zu dem Zeitpunkt ja aber leider noch auf der anderen Seite der Welt! In diesem Sinne: Let's rock'n roll!!!

Sonntag, 23. März 2008

Teen-Nana am Good Friday

Bevor ich mich endgültig in das Osterwochenende verabschiede, möchte ich nicht versäumen, mit euch das aktuellste Abenteuer meiner Down-Under-Identität zu teilen: Der Karfreitag oder - englisch - Good Friday! Wie zu allen anderen Public Holidays, was macht man in Australien? Natürlich, ein BBQ! Dieses fand diesmal in Jindalee (wieder ein Aboriginee-Begriff, hab aber vergessen was es heißt oder habe es vielleicht auch nie gewusst ;-)) bei Kristen zu Hause statt. Man will ja nicht mit leeren Händen kommen und so war gegen elf zunächst Salat-Schnippeln bei mir angesagt. Danxia und Miguel waren auch fast pünktlich mit nur einer halben Stunde Verspätung ;-). Das wurde natürlich gefeiert und die erste Flasche Wein musste dran glauben. Lecker Sauv Blanc aus Neuseeland...ist schließlich Feiertag und da muss man sich auch mal was gönnen! Mit mehr Wein, großer Salatschüssel, sonstigen kulinarischen Köstlichkeiten und ner Flasche Wodka sind wir anschließend zum Bus, um das weitere Brisbane unsicher zu machen. Pünktlich um eins standen wir bei Kristen im Garten. Großes Hallo und mehr Wein, zudem noch Schokolade. An dieser Stelle sollte ich wohl erwähnen, dass ich abgesehen von ner Schüssel Müsli noch nix weiter zu mir genommen hatte ;-). Da wir immer noch auf Andrea (Studienkollegin von Kristen) warten mussten, ging's erstmal mit Käseplatte und mehr Wein weiter. An dieser Stelle bin ich zunächst auf Wasser umgestiegen. Dann endlich: Alle da zum Grill-Anwerfen....Njom, was hatte ich Kohldampf. Aber es war ja auch wirklich mehr als genug da: Nach dem opulenten Mahl bin ich erst mal ins Suppenkoma gefallen. Dafür war allerdings gar nicht lange Zeit, schließlich musste eine Wahnsinns-Erfindung getätigt und entsprechend gewürdigt werden: Die Doppelstock-Hängematte! Nachdem jeder mal in allen nur denkbaren Zusammenstellungen posiert hatte (hier gerade Kristen - oben, und Danxia plus Miguel), wurde sich wieder auf das Wesentliche konzentriert und weiter genascht und getrunken. Irgendwann war dann wirklich Pause angesagt und Rebecca brauchte ihren Nana-Nap (der Nachmittagsschlaf, der eigentlich nur Großmüttern zusteht ;-)). Das hat mich ganz schön hingerafft, aus einem kleinen Nickerchen wurden zwei Stunden Tiefschlaf. Den hätte ich sicher auch nicht von alleine aufgegeben, wenn mich Danxia und Kristen nicht geweckt hätten. Mit 'nem Cocktail und Schokokuchen inklusive Eiscreme!!! Nach dem Imbiss (und dabei meine ich mehr den flüssigen Part) war Rebecca wieder im Spiel. Noch ein weiteres Mixgetränk und wir hüpften im Wohnzimmer zu den "Besten Singles aller Zeiten" umher, stets in Kommunikation mit einer weiteren Partygruppe, die zur gleichen Zeit ihre Einzugsfeier hielten (auch Sklaven des Fox). Gegenseitige Überzeugungsversuche, dass der eigene Schwof doch der bessere wäre und die jeweils andere Gemeinde gefälligst übersiedeln sollte, scheiterten zunächst kläglich. Bis WIR uns dann doch aufrafften - nachdem uns eine Kletterwand, ein Limbowettbewerb und ein Lama versprochen wurde. Also Taxi bestellt und eine halbe Stunde durch Brisbanes Vororte geirrlichtert. Ich war an Orten, die ich vorher nichtmal auf der Karte gelesen hatte. Angekommen, war die Party schon ziemlich am Ende, oder möglicherweise nie besser gewesen. Von den angepriesenen Highlights kein einziges zu finden.....Mist, ich hätte ahnen müssen, das der Limbo-Wettbewerb von ganz schön weit hergeholt war :-). Stattdessen einige betrunkene Kids, die Stuss genölt haben und Anime-Videos - mit der Musik von Daft Punk unterlegt - angestarrt haben. Die Playstation-Zeit war leider schon vorbei, verdammt, dabei hatten sie so ein Gitarrending. Das hätte der Rebecca sicher Spaß gemacht. Naja, nach meiner Einschätzung, dass ich da wohl nicht mehr viel verpasse, habe ich Danxia (die hatte schon ne halbe Stunde eher aufgegeben) gesucht, und ihr beim Schlafen in einem der neueingeräumten Zimmer Gesellschaft geleistet. Irgendwann wurde dann entschieden, mit dem Taxi den Heimweg anzutreten. Das gestaltete sich als letzte große Herausforderung, nachdem Miguel so betrunken war, dass er zahlreiche Cabs lallend in die James Street, Corrinda beordert hat, wir aber weiterhin taxilos auf dem Bürgersteig der Jones Street in Corina rumlungerten. Wir hatten wohl Glück, irgendwann kam zufällig eines vorbei...und los ging es nach West End. Dort angekommen hieß es Abschied nehmen und ich bin alleine die letzten Meter heimgetappert...in meinem Tran natürlich straight in ein Spinnennetz, das mühsam von Baum zu Zaun über den Bürgersteig gespannt war. Ich weiß nicht, wer mehr erschrocken war: ich oder die ca. 9 cm große Spinne, die sich in meinem Gesicht wiederfand. Wild fuchtelnd konnte ich die Situation innerhalb von Millisekunden retten. Ihr glaubt gar nicht, wie reaktionsschnell man plötzlich sein kann, den Tod....oder so....vor Augen ;-). Daheim noch fix Füße gewaschen, da diese durch die ganze Barfußgelauferei (auch eine Eigenart der Australien) nicht kompatibel mit meiner weißen Bettwäsche waren und ab in die Heia. Ich kann wohl behaupten, dass ich an diesem Abend mal wieder - wie so oft in den letzten Monaten - mit einem Lächeln im Gesicht eingeschlafen bin.

Freitag, 21. März 2008

Euch allen:

Und danke für die magische 2000 :-)!

Dienstag, 18. März 2008

Ich liebe meinen iPod

Ihr erinnert euch noch an das Problem mit den Kontaktdaten in Outlook, von dem ich letzte Woche berichtet habe? Ich, ganz Fuchs, habe dann doch ganz alleine rausgefunden, dass sich sowohl Adressbuch als auch Kalender von Outlook mit dem iPod synchronisieren lassen....Problem gelöst und es hat nur knapp über ein Jahr gedauert, bis ich diese Funktion meines MP3-Players entdeckt habe ;-). Welch medienwissenschaftliches Genie! ;-) Egal, habe jetzt jedenfalls alles, was ich brauche. Manchmal ist Technik wirklich simpel und lebenserleichternd. Spektakulär....ganz im Gegensatz zur letzten Woche. Always the same story: Schlafen, Arbeiten, Essen. Achja, kleine Abwechslung versprach die Crepes-Party bei Mathilde am Sonntag, zu den ich allerdings mit vier Stunden Verspätung (Dinner-Schicht im Fox :-() aufgeschlagen bin als so ziemlich alles schon vorbei war. Ansonsten? Gestern habe ich mein allerletztes Monatsticket für den brisbaner öffentlichen Nahverkehr erstanden und das macht schon betroffen. Dementsprechend wurden alle guten Vorsätze über Bord geworfen und dem Margarita Monday im Sling gefrönt. Vierzehn Margaritas und einige Bier später sah das Ganze dann so aus: Miguel, Danxia und Rebecca sehr gut dabei, nix mehr mit St. Patrick's Day feiern im nächstbesten Irish Pub, was der ursprüngliche Plan war...Tja, warum auch schlechtes, in Australien gebrautes, Guiness trinken, wenn man sich genauso gut mit Cocktails zum halben Preis die Lichter ausschießen kann? ;-) Gesagtgetan. Heute musste ich dann erstmal ausschlafen, aber von Kopfweh keine Spur. Großartig. Highlight gestern abend war die Kilmo Margarita (einer von circa 50 weiteren Cocktails aus dem Margarita-Repertoire des Slings), die exakt wie Obstler schmeckt *freu*, sogar mit Birnenstück. Das war fast wie Skiurlaub, halt nur ohne Berge, Schnee und Skier. Morgen geht's wieder an die Arbeit, hat aber nicht viel auf sich damit diese Woche, da Ostern. Cantina macht von Freitag bis Mittwoch dicht und auch das Fox schließt Karfreitag und Ostermontag. Konkret bedeutet dies für mich, dass ich Freitag zum BBQ bei Kristen, ihres Zeichens Ex-Kollegin von mir, eingeladen bin. Sonntag Nachmittag geht's mit Kathy auf nach Kyogle, wo sie aufgewachsen ist. Mal wieder authentisches Australien: Wir übernachten bei ihrer Mama, wo auch Debbie und Paul (Schwester und Schwager von Kath) zu uns stoßen. Dann wohl noch ein Abstecher nach Nimbim, vielleicht Byron und Dienstag sind wir wieder zurück in Brisbane, wo Arbeit auf mich wartet. Schließlich gilt es jetzt, die Kohle für die letzten neun Wochen ohne Job zu scheffeln. Halt: Schaffeschaffe, Rucksäckle packe! Der Countdown läuft...

Dienstag, 11. März 2008

Die Maschinerie läuft an

So sieht's nämlich mal aus. Habe gerade meine erste Bewerbung rausgehauen und bin mitten drin im Anbiederungsprozess. Zudem habe ich heute auch meine ehemaligen Unternehmenskontakte reaktiviert und drei Anzeigen liegen noch auf Halde. Bin überrascht, wieviel doch jede Woche reinkommt im Vergleich zu meiner letzten Bewerbungsaktion. Dieser Eindruck wird auch offiziell bestätigt:

PR-Agenturen gehen mit großem Optimismus ins Jahr 2008

Deutlich gestiegene Umsätze und ein weiter stark wachsender Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern. Das ist die Bilanz 2007 der deutschen PR-Agenturen. Der von dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Skopos, Köln im Auftrag des PR-Berufsverbandes DPRG, Berlin erhobene Honorar- und Trendbarometer zeigt, dass die PR-Dienstleister auch 2008 mit steigendem Umsatz und Neueinstellungen rechnen. Dabei sind große Agenturen am optimistischsten.

Das lässt ja noch hoffen...Jetzt muss ich diese ganzen Leute nur noch überzeugen, dass sie genau MICH brauchen ;-). Derweil tut sich hier nicht so viel. Größter Schock in den letzten Tagen war, dass nun auch Kate das Fox hinter sich lässt. Sie hat letzte Woche mal so in der Mittagspause 'nen neuen Job gefunden :-)). Das ist Australien! Ich freue mich sehr für sie aber das bedeutet natürlich auch, dass die Nahkampfzone immer unausgeglichener wird. Tamsin geht nächste Woche auch erstmal für 3 Wochen in Urlaub nach England. Dann heißt es wohl: Rebecca gegen den Rest der Fox-Triefnasen. Naja, was einen nicht umbringt, macht nur härter. Meine Erkältung ist auch fast überstanden und ich gehe frisch gestärkt in die neue Arbeitswoche, nachdem ich zwei Tage das Haus nicht verlassen habe (mit Ausnahme einen kurzen Walks zum Thai, um das Curry abzuholen, das ich mir heute zur Feier des Tages bestellt habe ;-)). Eigentlich muss ich jetzt ja mal langsam alle Vorräte wegkriegen....aber das wird schon. Umkommen tut nix, das ist mir anerzogen. Werde derzeit auch konkreter bei meinen Reisevorbereitungen, zumindest die ersten zwei Wochen in Tasmanien strukturiere ich gerade ein wenig durch, damit mir bloß nix entgeht. Ich glaube ja, das wird alles nochmal ganz toll, sozusagen das Jahres-Highlight. In diesen zwei Monaten wird dann sicher auch nur sporadisch von mir zu lesen sein was Blog und Mail angeht. Der Rechner bleibt schließlich in Brisbane und ich muss sehen, wie weit die Zeit, Muße und Kohle für Internet-Cafes bleibt. Dabei fällt mir auch wieder mal auf, wie aufgeschmissen ich ohne Rechner bin. Alle meine Kontakte sind in Outlook gespeichert. Ich hoffe, ich komme noch dazu, mir diese rauszuschreiben. Ansonsten müsst ihr mir halt einfach zuerst schreiben, dass ich nur auf "Anworten" klicken muss ;-). Diese Option gefällt mir fast noch besser...

In diesem Sinne: Lest solange es noch was zu lesen gibt! Bis bald.

Montag, 3. März 2008

Sex and Drugs and Frustration

Japp, das fasst die Woche wohl am besten zusammen. Von ersterem und letzterem gab's dabei ein wenig mehr in den letzten Tagen (darauf gehe ich gleich näher ein ;-), ich hoffe, die Spannung steigt...). Drugs kamen dafür kürzer: Es ist inzwischen der vierte Tag meines alkoholfreien Monats. 27 Tage ohne "Booze" stehen mir noch bevor, inklusive Ostern. Jawohl, dieser freiwillige Entzug muss sein, so vieles spricht dafür: Ich spare Geld, entgifte mich und kann zudem auch meine Diät unterstützen. Richtig gehört, das Land, in dem 49 Prozent der Bevölkerung übergewichtig sind und das TV-Abnehm-Shows wie "The biggest Loser" hervorbringt (köstlich, ganz großes Trash-Kino!), hat auch bei mir Spuren hinterlassen. War mir bisher eigentlich gar nicht so krass aufgefallen aber als ich im Zuge des Helikopterfluges über die Great Ocean Road auf die Waage genötigt wurde, ist mir fast die Luft weggeblieben: Ich sage nur FÜNF!!!! Himmel...Aber naja, fünfter Kontinent...vielleicht muss das mit den Kilos so sein. Zu meiner Verteidigung kann ich allerdings noch hinzufügen, dass ich bei dieser Wiegaktion auch eine schwere Tasche umhatte, mit Wasserflasche, großem Sonnencremespender, drei Päckchen vier!-lagiger Taschentücher...die machen natürlich auch einiges aus ;-). Aber Selbstbelügerei hin oder her: Abnehmen ist angesagt, muss schließlich bald wieder in meine Business-Kostümchen passen :-). Scherz. Apropos, sitze hier gerade in meinem Zimmerchen und lasse mich über Webradio Einslive mit News von der CeBIT berieseln...tja, letztes Jahr um diese Zeit war ich gerade nervlich am Ende. In diesem Sinne: Viele Grüße an die gestressten Ex-Kollegen, die dieses gerade wieder mitmachen. Ich bin bei euch...irgendwie :-). Habe mich grade mal ein wenig durch die IBM Presseinfos gelesen....das Übliche. Bin derzeit phänomenal gut aufgelegt, nachdem mein Hautcheck heute morgen in der South Brisbane Skin Cancer Clinic sehr unspektakulär verlief. Nix Beunruhigendes, aber weiterhin aufpassen...so die Quintessenz der Konsultation. Wobei schon auffällig ist, wie sehr die australische Sonne in den letzten Monaten zugeschlagen hat. Wie ich heute erfahren durfte, ist Brisbane die Welthauptstadt des Hautkrebses, nirgendwo treten soviele Fälle auf wie hier, global gesehen! Wenn das mal nicht Eindruck macht. So, dann komme ich jetzt wohl mal zu dem Sex-Thema....oder, nee, Frustration erst ;-). Dies bezieht sich eigentlich nur auf das Fox, was mich gerade dermaßen annervt. Seitdem Miguel auch noch das Handtuch geworfen und weitere drei liebe Kollegen mitgenommen hat, spielt sich der Pöbel, den sie uns vom Barpersonal zugeteilt haben, wie Graf Koks auf. Inzwischen wollen mir Leute, die selbst von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, erzählen, was ich zu tun und zu lassen habe. Dementsprechend kommt es in letzter Zeit des Öfteren zur Konfrontation, of course ;-). So ja nun nich... Es gibt inzwischen echt kein geschlossenes Team mehr, auf der einen Seite stehen die übrig gebliebenen "alten Hasen" vom Restaurant, auf der anderen die "Napfsülzen" - wie ich sie hier mal liebevoll nennen möchte. Ist in jedem Fall kein Vergleich mehr zu vergangenen Zeiten. Aber mich beschleicht auch nicht die geringste Lust, auf meine letzten Tage wieder die Jobsuche zu starten (neben der deutschen auch noch die australische Front abdecken?....null Interesse!). Also Augen zu und durch, sind schließlich nur noch gut acht Wochen. Und ist ja nicht alles schlecht, habe immerhin noch Tamsin und Kate, mit denen man allem noch ne gute Seite abgewinnen kann. Insbesondere Kate, die ist einfach der Knaller. So einem trockenen Humor bin ich echt noch nie begegnet, einzigartig. Damit sind wir endlich beim Thema Sex, welches meinen letzten Freitag bestimmt hat, natürlich nur rein theoretisch. Letzte Woche hat nämlich die Sexpo in Brisbane getagt und die Organisatoren haben fast täglich im Fox zu Mittag gespeist und uns mit freien Eintrittskarten überhäuft. Also haben Kate und ich mich zwischen Lunch- und Dinnerschicht aufgemacht, das Ganze mal ein wenig näher unter die Lupe zu nehmen. Vielleicht gibt es da ja vielversprechendere Jobangebote ;-).....Was habe ich Spaß gehabt...Sexpo an sich ist ja schon lustig, aber mit Kate? Unbezahlbar. Highlight des Tages war, als die Dame, der wir vorher noch ein Steak serviert haben, uns nun die Love Brush andrehen wollte. Tolle Sache, vor allem, wenn man viel reist ;-). Man tauscht bei seiner Oral B dann einfach die Bürste gegen den Vibratoraufsatz aus. Das ist doch mal was für alle Backpacker :-) und kommt im eleganten, bruchsicheren Täschchen. Naja, man hat es gesehen.....und laut gelacht....Das also meine Woche und die Erklärung der Überschrift. Jetzt werde ich mich mal an meinen Lebenslauf machen. Ab morgen wird wieder jeden Tag gearbeitet, da bleibt keine Zeit mehr. Also tschüssi, bis bald.

Sonntag, 2. März 2008

In Farbe...und bunt!

Et voilá: Die Fotostrecke Melbourne-Adelaide. Mehr zu meiner Woche dann morgen, ich geh' jetzt in die Heia.