G’day, Rebecca ist wieder an den Tasten. Leider ohne Urlaubsberichte, dafür fehlt mir einfach die Zeit. Im Moment passiert soviel anderes. Zunächst einmal möchte ich nachholen, euch unseren neuen Mitbewohner vorzustellen: Oscar. Er war nach meiner Rückkehr plötzlich da… aber mein Zimmer durfte ich trotzdem behalten ;-).

Er fühlt sich in seinem Glasbottich wohl auch besser aufgehoben als in meinem Bett. Oscar ist ein recht unkomplizierter Zeitgenosse, friedlicher als sein Ruf als Japanischer Kampffisch. Blubbert halt so dahin. Habe eigentlich auch gar nicht so viel mit ihm zu tun, das Füttern und Mit-ihm-Reden liegt ganz in Kathys Hand. Recht so….Fische sind mir irgendwie unheimlich seit der Erfahrung in Stuttgart als ich während Pams Urlaub auf ihre Fische acht geben sollte und der eine nach kurzer Zeit aufgepumpt wie ein Luftballon durchs Aquarium geschwebt ist. Ist dann ja auch leider dahingegangen – gottseidank erst nach Pams Rückkehr….Egal, anderes Thema, hatte diesen „Unfall“ so gut verdrängt ;-). Arbeitsmäßig ändert sich derzeit so einiges. Im Cantina absolviere ich inzwischen auch Schichten unter der Woche, zudem gab es eine Gehalterhöhung, was die neuen Besitzer doch gleich sympathischer macht :-). Hier läuft es echt entspannt. Nach dem Wechsel der „Geschäftsleitung“ sind zwar einige Stammgäste ferngeblieben aber das macht die Sache nur einfacher. Vielleicht nicht ganz so gut fürs Geschäft, aber hey, ich kann mich nicht beklagen. Weniger Stress für mehr Geld. Kann es im Leben nicht immer so laufen? Ganz andere Situation im Fox: War am Donnerstag echt geschockt als die SMS von Danxia – eine meiner Lieblingskolleginnen – kam: Ernesto, unser Restaurant-Manager, wurde Mittwoch unter seltsamen Umständen und auf sehr freche Art und Weise fristlos gefeuert. Dies hatte eine Kettenreaktion zur Folge: Mit ihm gehen fünf weitere Mädels aus unserem Team – zum Teil aus Loyalität gegenüber unserem Italiener, der Auflösung des gesamten Dreamteams oder des neuen Management des Fox im Allgemeinen. Sehr seltsame Lage…ist echt schade, wie das alles läuft. Im Moment warte ich erstmal ab, wie es weitergeht, schließlich geht es bei diesem Job für mich nicht darum, das Böse in der Welt zu bekämpfen sondern allein um das Geld. Ja, der schnöde Mammon, da muss man einfach mal vernünftig bleiben, außerdem hat mir persönlich keiner was getan und die Arbeit macht weiterhin Spaß. Trotzdem fühle ich mich ein wenig schuldig in der Rolle des „Streikbrechers“, muss also doch noch weiter abhärten ;-). Das ist wahre Managementschule, nur so schaffe ich es irgendwann an die Spitze des Assessment-Centers, heieiei. Über mangelnde Beschäftigung kann ich jedenfalls nicht klagen, da das Fox derzeit
ja irgendwie die Schichten der „ausgefallenen“ Leute abdecken muss. Die zusätzliche Kohle kommt mir ganz recht, hatte ja bereits Angst, dass nicht genug für mich zu tun bleibt. Denkste! Am Sonntag war es sogar so, dass ich allein im Restaurant war, was erstaunlich gut lief. Von wegen Schwimmen im kalten Wasser. Und außerdem gefällt es mir auch, wie ich gerade gepampert werde. Sonntag hat mir der neue General Manager sogar mein Mittag gezahlt ;-). Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten, vielleicht sollte ich hier auch mal das Thema Gehaltserhöhung ansprechen….Naja, wie auch immer, diese Geschichte hat in jedem Fall einen Großteil meiner Woche ausgemacht….zumal die Campari-Gemeinschaft die Führungskrise auch genutzt hat, jeden Abend noch auszugehen und die Lösung im Alkohol zu finden. Apropos, meine RSA-Lizenzgeschichte habe ich heute auch ad acta gelegt, war am Vormittag in der Agentur und habe die letzten Kapitel dort beendet. Bin jetzt also offiziell berechtigt, in Queensland Spirituosen zu verkaufen. Das bringt mich zum nächsten Highlight der letzten Woche: die Brauerei-Tour am Mittwoch. War echt gut, interessant gemacht.

Alles in allem ein schöner Nachmittag. Mit am Start waren Kathy und zwei Arbeitskollegen von ihr, siehe Foto. Die Regel „Kein Bier vor vier“ wurde abermals am Donnerstag gebrochen: Nach dem Mittagessen beim Thai mit Kathy und Schwester Debbie sind wir noch auf ´nen Sprung im Deutschen Turnverein vorbei, der dort um die Ecke ist. Musste Kath schließlich mal richtiges Bier präsentieren. Njom….Jetzt habe ich mir erstmal selbst eine promillefreie Zeit verordnet, damit das nicht aus dem Ruder läuft. Werde sehen, was die neue Woche bringt. Mit Mathilde stehe ich inzwischen auch wieder im Kontakt, ich hoffe, ich finde
diese Woche noch Zeit für ein Treffen neben der Arbeit. Habe zwar morgen noch frei, aber bin schon anderweitig verabredet: ein letztes Mal ausgehen mit Antje und Matthias, die am Freitag Brisbane verlassen. Hausputz muss morgen auch erledigt werden. Den nächsten Blogeintrag gibt es dann sicher erst nächste Woche. Hier ist am Samstag Australia Day, was einen Feiertag für Montag bedeutet. Nicht wie in Deutschland, wo sich jeder Arbeitgeber freut, wenn Feiertage aufs Wochenende fallen. Down Under gibt es immer einen Tag frei. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Public Holidays insgesamt weniger sind. Bin gespannt, was am Nationalfeiertag so passiert. Je nach Dienstplan gehe ich nächste Woche vielleicht auch in die Andy Warhol Ausstellung, die derzeit in Brisbane gastiert. Also auch weiterhin keine Chance für Langeweile, ich halte euch auf dem Laufenden.
2 Kommentare:
kurze aber viele grüße aus der hv. sebastian winter
jaja...mein armer Fisch...ich erinner mich :-)
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