Mittwoch, 23. Juli 2008

It's over now...

Seit elf Tagen zu Hause und schon wieder fest in deutscher Hand. Die Bilanz soweit: Dieses Jahr war groß, ganz groß. Vielleicht gehe ich da ja - sobald mein Leben zurück in der Heimat wieder im Griff ist - nochmal ins Detail. An dieser Stelle jedoch erstmal die Bilder, die ich an dieser Stelle noch schuldig war, um das Ganze zum Abschluss zu bringen. Hier also die Impressionen vom oberen Teil Western Australias, meiner Zeit unter Wasser und den Erlebnissen im Northern Territory.

Sonntag, 13. Juli 2008

Home Sweet Home

Die Rebecca ist wieder zu Hause. Und wie es sich gehört - mit ordentlichem Tamtam! Mit eigener Fanmeile am Bahnhof und dazugehörigem Autokorso. Wir haben ja beim Fussball gelernt ;-). Hier mal ein paar Impressionen:

Das Willkommenskommitee am Eisenacher Bahnhof.

Die deutsch-australische Wiedervereinigung zur Freude aller Außenstehenden am Gleis.

Das Southern Cross zum Anbeißen. Proudly sponsored by Bäckerei Eichholz. Njom....

Jetzt geht das wahre Leben wieder los. Naja, ab morgen, oder so ;-)...

Dienstag, 8. Juli 2008

I'll be back

Jetzt wird es also wirklich ernst, die Zeit rast nur so an mir vorbei. Bin heute wieder in Brisbane angekommen...nach zwölf superereignisreichen Wochen. Was habe ich gelacht...großartige Gegenden, faszinierende Persönlichkeiten und jede Menge Spaß. Wird echt schwer der Abschied, wobei ich jetzt auch mega-erschöpft bin. Wir sehen uns also in der Heimat, mit gaaaanz vielen Fotos und Geschichten. Vielleicht gibt es ja die nächsten Tage schon einen kleinen Rückblick. Abwarten...

Montag, 23. Juni 2008

Zwillinge sind total lustig....

Das ist die Erkenntnis der letzten Tage. Bin inzwischen in Broome angekommen und habe eine fantastische Zeit. Spitzenwetter, geniale Straende, grossartige Gesellschaft und Pardeypardeypardey (Fotos werden nachgeliefert, versprochen)... Morgen geht es nach Darwin, Northern Territory, ich komme! Muss jetzt los, an meinem Hautton arbeiten. Heute abend ist Maedels Night. SATC open air, was ein Spass. Schade nur, dass es hier echt schwer ist, die Euro zu verfolgen. Aber irgendwas ist ja immer ;-).

Sonntag, 15. Juni 2008

Haie sind niedlich....

oder so ;-). Habe jetzt einige gesehen, alle harmlos. Wuerde gerne mehr erzaehlen, aber Internet ist sauteuer. Telefonsignal habe ich auch immer noch nicht....aber egal, in exakt vier Wochen bin ich daheim, da gibt es dann den Live-Report.

Bis bald, Rebecca

Sonntag, 8. Juni 2008

Am Ende der Welt...

...ist es echt nicht uebel. Zuckel so langsam die Westkueste rauf. Was fuer ne verlassene Gegend. Und: Es sind wieder Bikini-Temperaturen. Grossartig. Geniesse die australischen Straende und freue mich auf das Schnorcheln mit den Walhaien naechsten Samstag. Mehr Info gibt es heute nicht, da mein Internetkredit gleich alle ist. Aber: Es geht mir gut.

Montag, 2. Juni 2008

Ja, wir sin' mi'm Radel da....

Stimmt, mein Hinterteil laesst keine Fragen offen: Ich war heute den ganzen Tag auf zwei Raedern unterwegs....und es war soooooo schoen. Stattgefunden hat das Ganze auf Rottnest Island, einem kleinem Idyll vor der Kueste Perths. Hier sind kaum Autos zugelassen und so bewegt man sich halt mit dem Bike von Ort zu Ort, was nicht allzu schwer ist, da die Insel nur 11 km lang und 4 km breit ist. Unterwegs war ich wieder mit der Partycrowd der letzten Bustour. Gleiches gilt fuer gestern: Da stand die grosse Sunday Session an. Dies bedeutet eigentlich nur, dass man sich ein nettes Pub mit Livemusik sucht - vorzugsweise an einem der vielen Straende - und die Woche mit nem kuehlen Blonden oder Sonstigem ausklingen laesst. Spitzentradition kann ich da nur sagen. Fetzt. Das Wetter laesst zudem seit gestern auch keine Wuensche mehr offen und ich sehe noch zwei traumhaften Tagen in Perth entgegen, bevor ich mich Donnerstag wieder auf die Socken mache. Achja, nur mal so, fuer die, die's interessiert. Wenn ich schon mal hier vor Ort bin, habe ich natuerlich nichts unversucht gelassen, das Grab vom Heath ausfindig zu machen...keine Chance, die Familie hat ihn an einen unbekannten Ort verlegen lassen. Aber ich hab's versucht. Naja....Hier zum Abschluss des heutigen Eintrags noch die Fotos der letzten Tage Western Australia. Enjoy. Ich hab"s zumindest genossen ;-)...

Samstag, 31. Mai 2008

Regenwochenende

Ein enthusiastisches Hallo aus dem nassen Fremantle. Ich bin zurueck von meiner Tour und das Wetter erlaubt mit auch endlich mal Bilder der vergangenen Wochen hochzuladen. Hier zunaechst die aus South Australia. Die anderen folgen hoffentlich in den naechsten Tagen. Es war mal wieder sehr fein. Wetter hat grundsaetzlich auch mitgespielt. Muss nun mal zusehen, wie es hier weitergeht rein sonnenscheintechnisch. Jetzt geh ich erstmal schlafen, die Tour und das Kneipenhopping gestern Abend haben mich doch sehr geschafft. Und schliesslich muss ich morgen fit sein fuer die Sunday Session ;-). Bis die Tage.

Sonntag, 25. Mai 2008

Im Westen jeden Tag was Neues

Hallo und guten Tag. Nur ganz kurz: Bin in Perth, geht mir prima. Kangaroo Island war superklasse, viele schoene Bilder, die ich leider hier nicht hochladen kann. Restliche Reiseplanung steht inzwischen auch komplett: Morgen frueh geht es zunaechst auf die 5-Tagestour in den Suedwesten, dann noch ein paar Tage Perth bzw. Fremantle und dann zuckel ich ab 05. Juni die Kueste rauf bis Broome. Von da duese ich mit dem Flieger nach Darwin, wo am 28. Juni meine 10-Tage Outbacktour startet. Ein Highlight jagt also das naechste :-). Jetzt muss ich packen, ein Graus. Melde mich naechste Woche wieder.

Sonntag, 18. Mai 2008

Im Leben trifft man sich immer zweimal...

Hehe, das stimmt wohl so. Ratet, wem ich gestern ueber den Weg gelaufen bin?! Den John Steel Singers (fuer die, die nicht so blogbelesen sind: das ist die Band, in deren Musikvideo ich den Statisten gegeben habe)! So ein Zufall, die sind gerade noch am Touren und haben gestern in Adelaide gespielt und auch im YHA genaechtigt. Zu meiner Freude lebt der Bassist noch, den ich seiner Zeit ueber den Haufen geskatet habe. Sehrsehr lustig. Dann kam ich natuerlich nicht drumrum und musste gestern abend ausgehen, obwohl ich urspruenglich brav im Hostel bleiben wollte. Aber das war ja wohl Schicksal ;-). Und ich stelle mich nicht gegen hoehere Maechte, das bringt nur Aerger. Die Show war sehr cool, insgesamt 3 Bands, wobei die Brisbaner Jungs doch am meisten gerockt haben. Natuerlich :-)! Naechste Woche ist im Uebrigen auch mit dem fertigen Video zu rechnen, dann auf mySpace und YouTube zu finden. Bin sehr gespannt....

Samstag, 17. Mai 2008

Adelaide: Ruhe vor dem Sturm

Sodala, gruezi aus Adelaide. Habe heute mal richtig schoen abgehangen: Schlafen, Essen, Schlafen ;-). Wetter ist gerade danach. Egal, ab morgen wird es wieder besser und ich kann mit vollen Kraeften durchstarten. Planung in South Australia laeuft ein wenig anders als erwartet aber das macht gar nix. Leider sollte das mit mir und den Flinders Ranges nicht sein, konnte keinen Anbieter finden, der zeitlich gepasst haette. Egal ;-), Geld ist schon wieder anderweitig ausgegeben. Am Mittwoch geht's fuer drei Tage nach Kangaroo Island und fuer Perth ist auch schon eine 5-Tage-Tour durch den Suedwesten von Western Australia geplant (Margaret River, Esperance), die ich nicht auf dem Radar hatte, aber mir waermstens empfohlen wurde. Es geht also wieder rund. Barossa Valley ist schon abgehakt und die naechsten Tage geht es noch in die Suburbs von Adelaide. Um mich brauch man sich weiterhin keine Sorgen machen. Liebe Gruesse, Rebecca

Dienstag, 13. Mai 2008

Tasmanien - oder wie ich es nenne: Das Paradies

Japp, richtig vermutet...es geht mir prima. Die letzten beiden Wochen waren einfach nur gigantisch. Ich liebe diese Insel! Die Zeit ging so schnell rum...morgen fliege ich schon weiter nach Adelaide. Das Problem bei diesem Mega-Programm ist, dass man echt mit Eindruecken ueberrollt wird. Ich schreibe daher jeden Abend fleissig mein Reisetagebuch, denn es ist einfach nicht moeglich, das alles zu behalten ohne Niederschrift. Muss dann halt meine Notizen und Bilder nur noch zusammenbringen. In jedem Fall ist Tasmanien immer eine Reise wert. Hoehepunkte waren dabei meine 5-Tagestour, die mich rund um das Eiland gebracht hat (Mount Field NP, Lake St. Clair, Cradle Mountain, Bay of Fires, Bicheno, Freycinet NP...um nur ein paar Programmpunkte zu nennen), mein Ausflug nach Port Arthur, der Tripp nach Bruny Island und die Besuche des Mount Wellington. Wenn ich mir das so richtig ueberlege, war eigentlich alles ein Highlight. Und ich habe wohl noch nie soviel australisches Getier auf einmal und in freier Wildbahn gesehen: Wombats, Tasmanian Devils, Roos, Wallabys, Quolls, Possums etc. Wildlife pur. Ganz gross. Und auch wenn ich das Ein- und Auspacken schon hasse, ist das Backpacken an sich echt super: Soviele nette, internationale und interessante Menschen, die man dabei trifft. Habe mich noch nicht eine Minute alleine gefuehlt. Wetter ist auch spitze, hatte bisher fast jeden Tag Sonnenschein, allerdings ist es saukalt: In manchen Gegenden gab es Nachtfrost, in Hobart ist es jeden Morgen so um die 7|8 Grad Celsius. Aber das macht ja gar nix, solange es blauen Himmel gibt :-). Und was mir besonders gefaellt: Hier gibt es Jahreszeiten, ich watschel jeden Tag durch das bunte Laub und freu mich wie Bolle. Endlich mal wieder Herbst nach anderthalb Jahren. Tolltolltoll! Gerade brenne ich meine ersten Fotos auf CD: circa 800 in 14 Tagen, also macht euch schon mal auf laaaaaange Dia-Abende nach meiner Rueckkehr gefasst ;-). Es lohnt sich, auch wenn man es wohl mit eigenen Augen gesehen haben muss. Hier schon mal 'ne kleine Vorschau. Heute ist also Verabschieden von Tasmanien angesagt, werde nachher noch ins Museum schauen, ein paar Fotos am Hafen schiessen (ja genau, noch mehr Bilder ;-)) und ein letztes Mal authentisches, tasmanisches Seafood geniessen. Dann geht's ans Packen, Augen zu und durch! Ab morgen wird South Australia unsicher gemacht!

Gruesse aus Hobart, stay tuned!

Donnerstag, 1. Mai 2008

Ich bin dann mal weg

Jetzt geht es also los. Ich begebe mich auf meinen ganz persönlichen "Jakobsweg", der mich hoffentlich der Erleuchtung etwas näher bringt. Muss ja, mein Rucksack wiegt knapp 18 Kilo: Diese wollen die nächsten 10 Wochen umhergeschleppt werden....uff. Also genug Qual dabei, egal, ich bin für jedes Klima vorbereitet. An dieser Stelle noch mal ein kleiner Überblick, damit ihr in etwa wisst, wo ich mich in den nächsten Wochen aufhalte. Hier die Karte mit Grob-Route:
Heute geht es zunächst nach Tasmanien mit den Stationen Hobart, Port Arthur, Freycinet National Park, Swansea, Launceston, Devonport, Cradle Mountain. Insgesamt habe ich 14 Tage, die dem Wetter angepasst werden. Am 14. Mai fliege ich weiter nach Adelaide, wo die Mehrtagesfahrten Kangaroo Island und Flinders Ranges anstehen. Und natürlich noch 'ne Weintour durchs Barossa Valley, ohne geht's ja nun doch nicht. Am 24. bringt mich der Flieger nach Perth. Nachdem es so viele empfohlen haben, werde ich wohl doch erst einen Abstecher in den Süden um Margaret River machen, bevor es die Küste rauf geht: Geraldton, Kalbarri, Monkey Mia, Coral Bay, Exmouth, Port Headland, Broome....immer am Indischen Ozean lang. Das letzte Stück nach Darwin ist dann Inland. Oben angekommen, geht's in den Kakadu National Park (ich hoffe, es gibt keinen Lacoste-Schlafsack ;-)), nach Katherine und dann ab ins Rote Zentrum. Schließlich werde ich den Kontinent nicht verlassen, ohne Uluru, Olgas, Kings Canyon und Alice Springs gesehen zu haben. Am 8. Juli geht es mit Qantas zurück nach Brisbane. Und dann bin ich schon fast wieder daheim....mit tausend neuen Eindrücken.

In diesem Sinne, bis bald.

Dienstag, 29. April 2008

Highlights der LETZTEN Tage

So, da bin ich wieder....langsam bekomme ich Panik. In 40 Stunden geht's los und ich habe noch null gepackt und so viel zu erledigen....ähm, naja, fange morgen gleich an. Das sag ich schon seit zwei Wochen. :-) Es ist aber auch einfach viel zu wenig Zeit für leidige Sachen wie Ausziehen. Die letzten zwei Tage waren einfach nur groß. Gestern wurde nach einiger Terminsuche endlich der Flug über Stradbroke realisiert...wie genial. Aber seht selbst: Das komplette "Best of" gibt es hier. Das kann man einfach gar nicht in Worte fassen, es war ein gigantisches Erlebnis. Und: Rebecca ist geflogen!!! So richtig selbst und zeuch....Irgendwann war Quentin der Meinung, dass es Zeit ist, dass ich das Steuer übernehme. Und das habe ich dann halt getan....wie krass. Das ist schon sehr seltsam, wenn man plötzlich ein Flugzeug lenkt. Das mit den Loopings habe ich allerdings erstmal gelassen ;-). Heute gab es dann Kaths Überraschung. Bis wir da waren, hatte ich ja null Schimmer, was auf dem Programm steht. Und tata: Wir waren auf dem Weingut. Sehr schöne Zeit, nette Gesellschaft und super Wetter. Nicht zu vergessen natürlich die exzellenten Weine....Da war das Übel der letzten Tage hinfällig. Muss an dieser Stelle wohl auch berichten, dass mir noch was in meine Abschiedsplanung gefunkt ist, so dass ich gestern beim Arzt war und jetzt auf die letzten Tage noch Antibiotika zu mir nehme. Ist echt ne komische Sache, anscheinend hat mich das Viehzeug hier jetzt doch entdeckt. Jedenfalls bin ich Samstag aufgewacht und hatte Flecken auf der linken Seite am Hals. Ich selbst kann das Ganze nicht wirklich gut betrachten - da ungünstige Stelle - aber andere meinten, es sieht aus wie ein Insektenstich, vielleicht Moskito, Ameise oder Spinne. Das hat sich jedenfalls entzündet und auch meine Lymphknoten angegriffen, die danach wie Ballons aus dem Hals vorstanden. Das war dann wohl das Signal, dass ich zum Arzt gehe. Der wusste zu meinem Erstaunen jedoch auch nicht so wirklich, da das irgendwie alles nicht zusammenpasst. Die Antibiotika schlagen allerdings an, die Schwellung ist schon zurückgegangen und der Ausschlag ist auch auf dem Wege zu Besserung. Also kein Grund zur Sorge. Alles unter Kontrolle! Kann mich jetzt wieder den schönen Dingen im Leben zuwenden. Jetzt muss ich erstmal in die Heia (das letzte Mal in "meinem" Zimmer, dann wird umgeräumt), morgen ist striktes Programm angesagt. Soviel Aufgaben und so wenig Zeit....ich versuch mich am Donnerstag nochmal zu melden, bevor es zum Flughafen geht. Kann allerdings nix versprechen und bin mir auch nicht sicher, ob und wann es danach wieder Einträge gibt....Das Abenteuer geht nun richtig los! Die nächsten zehn Wochen werden spektakulär, das ist sicher.

Sonntag, 27. April 2008

Lest we forget...

...ich nehme jetzt einfach mal das ANZAC Day (war am 25. April) Motto, um mein ganz persönliches Gedenken an Australien auszudrücken. Jetzt wird es wirklich ernst. Gestern war meine letzte Schicht im Fox, heute im Cantina. Die Kollegen machen es echt schwer, Brisbane zu verlassen. Es war eine geniale Zeit!

Mittwoch, 23. April 2008

Der Fluch des Ruhms ;-)

Ha, das Musik-Video ist noch nicht mal fertig geschnitten und ich hänge schon mit der deutschen A-Klasse Schauspielprominenz ab. Muss ich noch mehr sagen?
Naja...so oder so ähnlich....War wohl doch mehr eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die auch absolut gar nix miteinander zu tun haben ;-). Was zählt, ist doch nur, dass ich mal wieder einen netten Abend hatte. Los ging alles mit Abendessen beim Vietnamesen im Valley. Dann auf zum Start des Festivals of German Films. Auf dem Programm stand "Die Welle". Da es sich um die Eröffnungsveranstaltung in Brisbane gehandelt hat, war das alles in etwas größerem Rahmen aufgezogen - mit Leberkäs-Schnittchen, Zwiebelkuchen, Rosinen-Schnecken und anderen Leckerlies vom King of Cake (sehr populärer deutscher Bäcker in Brisbane), Bionade-Promo, Sekt, Bier und Wein...und nicht zu vergessen: dem Hauptdarsteller vor Ort. Das ist doch mal was. Ich muss nicht nur nach Australien gehen, um Schlittschuh zu laufen, nein, hier trifft man auch endlich deutsche Schauspieler. Jetzt kann ich endlich behaupten, mit Jürgen Vogel eine geraucht zu haben ;-). Viel cooler war allerdings ein anderes Pärchen, dass nicht nur mit ihm gepafft sondern vorher auch noch die Zigaretten bei ihm geschlaucht hat *grins*. Was ein Spaß. Der Film an sich war ok, jedoch auch kein cineastisches Meisterwerk. Die Story ist natürlich krass...aber das Buch und - soweit ich mich erinnern kann - der erste Film (1981) haben mich seinerzeit mehr beeindruckt. Nichtsdestotrotz ist diese Version absolut sehenswert.

Jetzt wird erstmal wieder ein paar Tage gearbeitet (die letzten für lange Zeit :-)) und am Sonntag Abend geht's nochmal ins Kino. Montag steht nun definitiv unser Stradbroke-Flug und Dienstag lass ich mich von Kath überraschen, die mir zum Geburtstag ein "fancy outing" geschenkt hat. Wo es hingeht...ich hab null Ahnung, weiß nur Zeit und Dresscode, der Rest bleibt abzuwarten. Mittwoch wird dann geräumt und gepackt und sicher auch ein wenig geweint. Donnerstag geht der Flieger nach Tasmanien - das Hostel für die ersten vier Tage Hobart habe ich gestern reserviert. Hach, wie schön und traurig zugleich....

Montag, 21. April 2008

Vom Star zum Statist - und das in 24 Stunden

Heieiei, ich weiß ja gar nicht, wo ich anfangen soll. Am besten mal alles der Reihe nach: Das Abschieds-BBQ war sehr schön, der Wettergott auf meiner Seite, die wirklich wichtigen Leute vor Ort und Rebecca mittendrin ziemlich happy. Sehr schön relaxter Sonntag, ich denke, die Fotos sprechen da für sich. Die Jungs und Mädels werden mir schon sehr fehlen, *buhuaaa, snief*. Ein wenig anstrengender war dagegen der heutige Tag, der bereits um vier anfing. Huah, was hab ich mir nur dabei gedacht, das zuzusagen?...so mein erster Gedanke beim Weckerklingeln. Aber manche Dinge haben eben ihren Preis und wer berühmt werden will, muss leiden. Und das nicht nur durch Schlafmangel, inzwischen ziehen sich auch einige blaue Flecken in schöner Unregelmäßigkeit mit Konzentration auf Kniehöhe über meine Beine. Und trotzdem, das war die Erfahrung echt wert. Habe ja seit Jahren nicht mehr auf Schlittschuhen gestanden und hätte im Leben nicht geglaubt, dass die nächste Gelegenheit dazu in Brisbane ist ;-). Naja...waren rechtzeitig auf der Eisbahn und dann ging es auch gleich ans Kostümsuchen, Motto des ganzen Spaß: Wilde 70er! (Ja, mal wieder, das Thema verfolgt mich). Und eins könnt ihr mir glauben, zeitweise war ich heute echt froh, dass diese Epoche rein klamottenmäßig an mir vorbeigegangen ist. Schlimmschlimmschlimm. Zumindest ist mir die Schlaghose erspart geblieben...Endergebnis war ein Leibchen, das Omas bester Perlon-Schürze Konkurrenz gemacht hätte, und ne Jacke zum Drüberziehen. Das war allerdings gar nicht so katastrophal. Da ich einer der Early Birds war, konnte ich zumindest noch auswählen. Andere hatten da nicht soviel Glück ;-). Augenkrebs lässt grüßen. Saukalt war es außerdem und mein Tasmanien-Equipment hat sich das erste Mal bewährt. Irgendwann gegen sieben war das Set dann fertig und die Extras=Statisten konnten aufs Eis. Jippieh, das war echt lustig. Bin auch gar nicht hingefallen sondern habe, nachdem der Kontakt zum Eis mit Bedacht hergestellt wurde, die ganze Aktion recht gut gemeistert. Die Band war auch ziemlich entspannt drauf und der Song gar nicht so schlecht....was sich durchaus als Vorteil erwies, schließlich wurde über vier Stunden nix anderes gespielt. Die Kostprobe gibt es hier (Titel: Evolution). Zu der Musik sind in etwa 50 Clowns (ich inklusive) übers Eis gehirscht. Fun! Dann gab's ne Pause, die nicht hätte sein müssen...hat mich total ausgeklinkt....müde, verkatert => da ist langes Rumgesitze nicht die beste Idee. Nunja, beim großen Finale ging es wohl nicht nur mir so....jeder hat ein wenig geschwächelt und somit war große Hullerei angesagt. Hab sogar den Bassisten umgerauscht ;-). Halt Moment, eigentlich war ER schuld. Egal, nix weiter passiert...nichtsdestotrotz werde ich die Blessuren vom Sturz mal fotografisch dokumentieren, vielleicht lohnt es sich ja irgendwann mal, ihn zu verklagen ;-). Gegen halb zwei war ich zurück und bin sofort ins Bett gekrabbelt. Was ein Tag! Nach Nap und njommi Green Curry vom Thai nebenan geht es wieder. Hier mal die Band am Set:
The John Steel Singers - Ein Name, den man sich merken muss! Bin schon gespannt auf das Ergebnis....wird natürlich nachgeliefert an dieser Stelle :-)

Jetzt muss Rebecca aber mal die ganze Aufregung verdauen, bis bald.

Samstag, 19. April 2008

Die kleine Küchenfee

Ich werde wohl nie 'ne richtige Hausfrau werden, aber heute war ich sooooooo nah dran ;-). Jetzt stehen hier circa 15 Kilo Salat umher. Wehe, morgen kommt keiner.

Freitag, 18. April 2008

Der 30 wieder ein Stück näher ;-)

Sodala, hier also der erste Eintrag im neuen Lebensjahr. Bin jetzt natürlich viel reifer und reflektierter bei dem, was ich schreibe ;-). Leider kann ich grade gar nicht viel Schreiben, da ich zu arg im Freizeitstress bin. Neben mir stehen 4 Kilo Kartoffeln, die gekocht und gepellt werden wollen für den Salat anlässlich des BBQs am Sonntag....Da liegt morgen noch einige Schnibbelei vor mir, egal, ein kurzer Bericht muss sein. Erstmal noch allen, die dran gedacht haben, ein großes Dankeschön *knutsch*. Ihr habt das kleine Mädel aus Mihla sehr fröhlich gestimmt. Dabei bin ich hier auch nicht zu kurz gekommen. Ich hatte nicht nur einen Geburtstagskuchen, sondern vier...naja, eher Küchlein, aber das ist ja egal. Kathy hat mich großzügig mit Backwaren versorgt: Auf dem Bild fehlt leider schon ein konditorisches Meisterwerk...da bin ich unbeherrscht drüber hergefallen, bevor die Idee mit der Kamera kam ;-). Ganz nach Maslov *hehe*. Und Geschenke gab es auch! Schmuck von Christian und Mathilde (mit denen ich auch den Abend verbracht habe, erst lecker Essen beim Inder meines Vertrauens und dann zum Bierchen und Lifemusik), fancy Essensgutschein und Blubberwasser von Kath. Kein Grund zur Klage also, ganz im Gegenteil...Und ich glaube, die Texte von den Geburtstagskarten treffen die Sache genau:

Von Kath: "Adding another candle doesn't make you older...it just makes your life brighter"

Von Mama: " In diesem Alter mochten wir uns oft wichtige Fragen stellen. Wer sind wir? Wo gehen wir hin?......und wenn wir dort ankommen, sind die Kneipen dann noch offen?"

In diesem Sinne: Prost!

Hätte euch gerne am Sonntag mit dabei....aber das wird nachgeholt! Nochwas: Habe Dosenbier besorgt...das hatte ich ja schon seit Jahren nicht mehr ;-). Da muss man sich ja wie ein Teenie fühlen *grins*.

Dienstag, 15. April 2008

Story zur Story Bridge

...gibt es heute leider nicht, keine Zeit. Aber: Hier bin ich heute raufgekraxelt.

Schön war's!

Montag, 14. April 2008

Time to say goodbye

Der Abschied naht und die Zeit wird immer weniger…auch zum Bloggen. Bin gerade am Sinnieren, ob Geburtstage an sich eine Vorausschau auf das kommende Lebensjahr geben. Irgendwie lässt es sich nicht ganz von der Hand weisen. Muss allerdings dazu sagen, dass ich dabei vor allem an den letzten denke, bei den vorherigen lässt mich die Erinnerung ein wenig im Stich. Aber ich kann wohl behaupten, dass ich 2007 einen großartigen Geburtstag hatte: Gleich dem Jahr, das folgte. War das Wetter (ich hatte noch nie vorher sommerliche Temperaturen um die 25 Grad Celsius am 16. April) bereits ein Zeichen für mein Dasein in subtropischen Gefilden? Das abwechslungsreiche Programm (danke Pam und Volo-Team ;-)) ein Hinweis auf die Abenteuer, die mich in Australien erwarten? Die Tatsache, dass ich einen Tag frei hatte, sinngebend für mein relaxtes Dasein Down Under? Ich werde es wohl nie erfahren…heieiei, jetzt bekomm ich vor mir selbst Angst und lass ich das mit dem Philosophieren lieber mal, bin ja schließlich keine 27! ;-) Dieses Jahr wird es wohl alles in allem ein wenig anders laufen, da ich wirklich im Stress bin (falls man das so sagen kann, zumindest mehr Hektik als üblich für australische Verhältnisse). Für morgen steht der langgeplante Story Bridge Climb an (sozusagen ein persönliches, vorzeitiges Geschenk). Bin schon sehr gespannt, hoffentlich hält sich das Wetter. Mittwoch wird dann zunächst ein wenig gearbeitet, die Frühstücksschicht hält mich dabei davon ab, allein auf der Bude rumzulungern ;-)). Abends wird dann geschoppt für die Party am Sonntag, danach vielleicht noch ein oder zwei Bierchen mit Freunden, mal abwarten. Also nicht wirklich Entspannung hoch drei. Aber leider passt es nur am Mittwoch mit den Einkäufen für das Grillfest, Christian steht mir freundlicherweise mit dem Auto zur Verfügung. Zwischen meinen ganzen Schichten bis zum Sonntag muss ich irgendwie noch einige Salate auf die Reihe bekommen, dafür geht dann wohl mein Mittagsschlaf drauf. Hach….Sonntag ist es dann soweit: Kombiniertes Abschieds- und Geburtstags-BBQ. Interessiert mich ja schon, wer meiner Einladung alles folgt, ich habe zumindest weit gestreut ;-). Montag gibt es dann schon das nächste Highlight: Rebecca auf der Eisbahn zum Video-Dreh. Was ein Spaß. Für die Hintergründe muss ich ein wenig weiter ausholen: Eine lokale Radiostation hatte einen Bandwettbewerb ausgeschrieben und finanziert der Gewinner-Truppe unter anderem ein Musikvideo. Dieses wird von keinem anderen gedreht als Jacob - einer meiner Cantina-Kollegen, der Filmwissenschaft studiert. Das Ganze spielt in der Kälte und Rebecca ist einer der Statisten, die ihre Runden um die Band drehen. Heiterkeit. Jacob will auch versuchen, dass er mich in den Final-Cut bekommt und dann flimmert Rebecca vielleicht bald schon auf MTV ;-) oder halt bei den Funniest Home Videos *lol*. Weiterer Höhepunkt dann Mittwoch: Eröffnung des German Film Festivals in Brisbane mit „Der Welle“, Jochen Vogel ist persönlich zugegen und danach geht es zur After-Show-Party. Sonntag dann noch mal deutsches Kino und sicher ein kleiner Umtrunk zur Feier meines letzten australischen Arbeitstages. Dann ist finito! Endlich! Im Moment arbeite ich echt in jeder freien Minute. Montag geht es spektakulär weiter: Flug in der Cessna über Stradbroke. Wir scheinen es endlich doch noch hinzubekommen, Quentins Einladung steht. Die restlichen Tage im April muss ich dann wohl ein wenig Packen, Kathy beim Umräumen helfen, organisatorischen Kram erledigen (Uniform abgeben etc.) und dann auch endgültig Lebewohl zu meinem Leben in Brisbane sagen. Am 1. Mai geht es schließlich los und inzwischen fühle ich mich ein wenig besser vorbereitet…nach meinem Panikkauf letzte Woche. Mit Thermounterwäsche, -socken, Schal, Mütze und Handschuhen steht meine Überlebenskombo für Tasmanien. ;-) Dann kann’s ja losgehen!

Montag, 7. April 2008

Simply the best....

Es ist inzwischen halb drei nachts und ich habe circa zehn der besten Weine, die je meinen Gaumen passiert haben, hinter mir...aber hey, die Geschichte muss frisch präsentiert werden! Das war wohl definitiv einer der genialsten Abende überhaupt in Brisbane. Heute waren wir (Danxia, Miguel, Kristen, Andrea und ich) im Seasalt, Miguels neuer Wirkungsstätte. Das war wohl das beste Abendessen, das ich je hatte. Ein Michelin-Stern und einfach gigantisch. Die Küche traumhaft und die Weine noch besser. Ich war ein wenig spät dran, der Tisch war für sieben Uhr reserviert, aber gerade noch rechtzeitig für den Champagner, für den man pro Glas 25 Dollar latzt....weiter ging es mit dem fantastischsten Menü überhaupt, Dessert - ein Traum. Schaut euch die Speisekarte an und ratet, was ich hatte. Nachdem alle Gäste gegangen waren, kam der beste Teil: Weinverkostung. Wuaohhhh. Ich bin kein Experte, aber Weine, die 80 Euro die Flasche kosten, müssen gut sein. Und lecker war es allemal. Zudem noch Käseplatte...und ich frage mich immer noch, womit ich das verdient habe....Denn: All dies hat mich nicht einen Cent gekostet....ich habe großartige Freunde...umso trauriger, dass ich all diese liebevollen Menschen in drei Wochen hinter mir lassen muss *snief*. Im Moment genieße ich einfach jede Sekunde, die mir bleibt und die letzten Stunden verdienen definitiv Erwähnung. Wenn ich es noch nicht erwähnt habe: ICH LIEBE AUSTRALIEN!!! Ich vermisse jetzt schon all die Freunde und hoffe, dass sie mich alle bald besuchen kommen.

Mittwoch, 2. April 2008

Bilanz des Tages

Heutige Schätzung: Ukraine :-)...

Damit holt Osteuropa langsam zu Skandinavien auf.

Akzente setzen

Da ansonsten nicht allzuviel passiert ist, erzähle ich euch heute mal einen generellen Schwank aus meiner austrlischen Jugend. Eigentlich ergibt sich diese Situation fast jeden Tag: Dass ich nicht mit Englisch aufgewachsen bin, lässt sich beim Sprechen ja absolut nicht verstecken. Ich rede mit Akzent und das ist auch gut so...Identität und Zeuch....;-). Schließlich trifft man hier auch Menschen, die vor 50 Jahren emmigriert sind, und dennoch ihre Herkunft in jedem Satz mitartikulieren. Das ist halt einfach so, den Akzent legt man nicht ab (oder eben nur sehr schwer, sag niemals nie). Lustig wird es immer dann, wenn ich als "Ausländer" identifiziert werde und es darum geht, herauszubekommen, woher ich denn genau komme. Nachdem ich lange Zeit immer brav sofort Rede und Antwort zu meiner Abstammung getanden habe, lass ich es jetzt doch drauf ankommen, insbesondere bei den Gästen im FOX. Meistens sehe ich den Leuten ja schon am Gesicht an, was jetzt gleich wieder kommt. Und Tatsache: "Where are you from?" oder "Where is this lovely (ja, lovely!!! ;-)) accent from?" sind dabei die Fragen des Tages, jedes Tages. Einmal ist damit mindestens zu rechnen! Dieses Quiz geb ich gern zurück und bin schon jedesmal auf die Antwort gespannt. Und hier die Top-Drei-Antworten:

  1. Frankreich (oui oui, bien sur, ihr Experten ;-))
  2. Irland (das erst seit Neuestem, aber da bin ich besonders stolz drauf, ist schließlich ein Native-Land ;-))
  3. Irgendwo in Skandinavien

Und richtig: Deutschland ist nicht dabei, zumindest nicht bei der Hitliste. Ansonsten höre ich auch öfter mal "Südafrika", seltener sind auch osteuropäische Staaten genannt. Manchmal wird auch gar nicht erst abgewartet sondern gleich in die Vollen gegangen: "Aus welchem Teil von Frankreich bist du denn?" - "Dem deutschen!" Kurze Perplexion, dann freuen sich meist alle wieder. Sobald meine Tarnung aufgeflogen ist, drehen manche so sehr auf, dass sie mir erstmal jedes Wort, was sie je in deutsch gewusst haben, an den Kopf werfen. Da darf dann natürlich mit Lob nicht gespart werden, schließlich hat das alles Auswirkungen aufs Trinkgeld *zwinkerzwinker*. Inzwischen wird sogar mit mir Geld gemacht, da letztens wirklich eine Wette auf meinen Kopf lief. Mama Gast war dabei mal wieder auf dem Franzosen-Holzweg, Telefon- und Publikumsjoker standen nicht zur Verfügung, und so musste sie ihrem Sohn, der in etwa mein Alter war, 10 Dollar abdrücken. Er hatte von Vorneherein auf Deutschland getippt. Hach, da ist es doch schön als Botschafter meiner Nation selbst australische Familien einander näher zu bringen :-). Jetzt muss ich aber mal los zur Schicht: Mal schauen, wo ich heute wieder her bin...;-)

Passend zum Thema und immer wieder ein Genuss: Reinschauen


Freitag, 28. März 2008

Back to the 70s! - Yeah!

Tja, die 70er....leider ja rein geburtstechnisch an mir vorbeigegangen, wie schade...oder auch nicht, kann man sehen, wie man will. Aber es ist wohl nie zu spät, die Vergangenheit nachträglich zu celebrieren ;-). Gerade wenn diese einige großartige Eigenarten bereithält. Also habe ich mich die letzten Tage in meine Zeitkapsel begeben...und auf zu neuen Abenteuern. Los ging das ganze Spektakel am Sonntag: Gegen vier am Nachmittag sind Kathy und ich abgedüst Richtung Kyogle. Fantastische Zeit aufgrund der schönen Abendstimmung. War schon sehr spannend, da auf dieser Strecke vor drei Monaten noch eine Mega-Flut gewütet hat und die Zeichen der Zerstörung waren durchaus noch sichtbar. Wo rohe Kräfte walten....Dreieinhalb Stunden später (wobei eine Stunde der Zeitverschiebung zuzuschreiben ist, tsis...wie gesagt: Zeitreise ;-)) waren wir schließlich in Kyogle. Takeaway vom China-Mann, Flasche Wein und die Gesellschaft von Kath, ihrer Mama, Schwester Debbie und deren jüngsten Sprosses (Jacob).....netter, ruhiger Abend, der vor der Glotze endete: Der erste gute australische Krimi, den ich bisher gesehen habe, mit Setting in den Blue Mountains...sehrsehr nett. Achja, darf hier natürlich nicht vergessen, einen weiteren Hausgenossen zu erwähnen. Hardy (von mir am zweiten Tag getauft), die Huntsman Spider. Erst ist sie mir gar nicht aufgefallen, um so erschrockener war ich dann auch, gerade nach den Erlebnissen am Abend zuvor. Ein massives Viech, dass mich da von der Küchenwand anstarte...neben Respekt brachte ich dem armen Ding allerdings mehr Mitleid entgegen: Der gute Hardy hatte nur noch fünf pelzige Beinchen bei sich, sicher auch einer der Gründe, warum er sich die ganze Zeit meines Aufenthaltes nur max. 1,5 Meter von der Stelle bewegt hat. Ich habe hier mal ein Bild fürs Familienalbum mit Referenzobjekt: Huah, war schon komisch, das Feuerzeug aufzustellen. Man weiß ja nie, wann diese Spinnen versuchen, einen Menschen zu attackieren, um "lang anhaltende Schmerzen, Entzündung, Kopfschmerzen, Erbrechen und unregelmäßigen Puls (Wikipedia)" zu hinterlassen. Also wurde vor dem Schlafengehen auch noch mal genauestens jeder Winkel durchsucht und die Tür zur Küche sorgfältig geschlossen :-). Am nächsten Tag konnte ich mir dann endlich ein Bild von Kyogle bei Tageslicht machen. Und was soll ich sagen? Wenn man an bestimmten Orten nicht tot überm Zaun hängen will, dann ist Kyogle mit Sicherheit auf dieser Liste. Und ich dachte, Mihla ist tot ;-). Die Einwohnerzahl ist in etwa identisch, aber hier verteilt sich das natürlich auf eine ganz andere Fläche....bis zur nächsten "größeren" Stadt sind es 50 Kilometer. Landschaftlich ist es allerdings ganz hübsch, das muss man ja sagen. Den Tag haben wir mit Spaziergang, Essen, Trinken und simpler Gammelei verbracht. Vor dem Abendessen dann noch mal kurz zum "Barhopping" in die beiden Pubs und zurück, wo Mama Wall schon mit lecker Dinner wartete. Roast zum Ostermontag, njom. Das war es dann auch schon zum Thema Hinterland-Erfahrung in Kyogle, am nächsten Morgen wurde nur noch gefrühstückt und die Heimreise angetreten...mit Zwischenstopp in Nimbin. Und dieses Örtchen ist nun wirklich in den Siebzigern hängengeblieben. Hippies und wilde Kunden wohin man sieht. Angenehm :-). Nach 'ner halben Stunden hatten wir dann alles gesehen und waren den Geruch von Räucherstäbchen leid. Zurück in die Zivilisation, Kathy musste am Nachmittag ja wieder zur Arbeit. Mit diesem Punkt habe ich dann auch die nächsten Tage gefüllt. Das großartige Finale des Ausflugs in die wilden 70er war dann der gestrige Abend. Auf Einladung von Christian (der Gute!) pilgerten wir auf den Spuren CCRs zum John Fogerty Concert ins Entertainment Center. Es war spitze, wenn auch das seltsamste Konzert, bei dem ich je war. Erstmals war ich gezwungen, einen musikalischen Abend im Sitzen zu verbringen, was echt Folter war. Nicht ein einziger Stehplatz und das bei Musik, die betanzt werden MUSS!!!! Weird. Aber handwerklich gesehen wohl einer der besten Auftritte die ich je gesehen habe (von Don McLean - dem CoStar - mal abgesehen, der war gut bei American Pie aber den Rest konnte man so ziemlich sein lassen). John Fogerty dagegen hat gerockt...und das von der ersten Sekunde. Gitarrengott sag ich da nur! Der hat eine Energie auf der Bühne...und das mit 62! Wahnsinn. Dylan, Louise, Christian und ich konnten ihm gar nicht genug huldigen auf der Heimfahrt. Tja, die alte Schule, die wussten noch, was Musik ist. Ganzganz toll. Im Juni kommt der Gute auch nach Deutschland (Berlin, Leipzig, Erfurt, Bonn, Stuttgart, Frankfurt, München): Wer also ein perfektes Konzert haben will, auf zum Ticketkauf. Ich würde selbst sofort nochmal hin, bin zu dem Zeitpunkt ja aber leider noch auf der anderen Seite der Welt! In diesem Sinne: Let's rock'n roll!!!

Sonntag, 23. März 2008

Teen-Nana am Good Friday

Bevor ich mich endgültig in das Osterwochenende verabschiede, möchte ich nicht versäumen, mit euch das aktuellste Abenteuer meiner Down-Under-Identität zu teilen: Der Karfreitag oder - englisch - Good Friday! Wie zu allen anderen Public Holidays, was macht man in Australien? Natürlich, ein BBQ! Dieses fand diesmal in Jindalee (wieder ein Aboriginee-Begriff, hab aber vergessen was es heißt oder habe es vielleicht auch nie gewusst ;-)) bei Kristen zu Hause statt. Man will ja nicht mit leeren Händen kommen und so war gegen elf zunächst Salat-Schnippeln bei mir angesagt. Danxia und Miguel waren auch fast pünktlich mit nur einer halben Stunde Verspätung ;-). Das wurde natürlich gefeiert und die erste Flasche Wein musste dran glauben. Lecker Sauv Blanc aus Neuseeland...ist schließlich Feiertag und da muss man sich auch mal was gönnen! Mit mehr Wein, großer Salatschüssel, sonstigen kulinarischen Köstlichkeiten und ner Flasche Wodka sind wir anschließend zum Bus, um das weitere Brisbane unsicher zu machen. Pünktlich um eins standen wir bei Kristen im Garten. Großes Hallo und mehr Wein, zudem noch Schokolade. An dieser Stelle sollte ich wohl erwähnen, dass ich abgesehen von ner Schüssel Müsli noch nix weiter zu mir genommen hatte ;-). Da wir immer noch auf Andrea (Studienkollegin von Kristen) warten mussten, ging's erstmal mit Käseplatte und mehr Wein weiter. An dieser Stelle bin ich zunächst auf Wasser umgestiegen. Dann endlich: Alle da zum Grill-Anwerfen....Njom, was hatte ich Kohldampf. Aber es war ja auch wirklich mehr als genug da: Nach dem opulenten Mahl bin ich erst mal ins Suppenkoma gefallen. Dafür war allerdings gar nicht lange Zeit, schließlich musste eine Wahnsinns-Erfindung getätigt und entsprechend gewürdigt werden: Die Doppelstock-Hängematte! Nachdem jeder mal in allen nur denkbaren Zusammenstellungen posiert hatte (hier gerade Kristen - oben, und Danxia plus Miguel), wurde sich wieder auf das Wesentliche konzentriert und weiter genascht und getrunken. Irgendwann war dann wirklich Pause angesagt und Rebecca brauchte ihren Nana-Nap (der Nachmittagsschlaf, der eigentlich nur Großmüttern zusteht ;-)). Das hat mich ganz schön hingerafft, aus einem kleinen Nickerchen wurden zwei Stunden Tiefschlaf. Den hätte ich sicher auch nicht von alleine aufgegeben, wenn mich Danxia und Kristen nicht geweckt hätten. Mit 'nem Cocktail und Schokokuchen inklusive Eiscreme!!! Nach dem Imbiss (und dabei meine ich mehr den flüssigen Part) war Rebecca wieder im Spiel. Noch ein weiteres Mixgetränk und wir hüpften im Wohnzimmer zu den "Besten Singles aller Zeiten" umher, stets in Kommunikation mit einer weiteren Partygruppe, die zur gleichen Zeit ihre Einzugsfeier hielten (auch Sklaven des Fox). Gegenseitige Überzeugungsversuche, dass der eigene Schwof doch der bessere wäre und die jeweils andere Gemeinde gefälligst übersiedeln sollte, scheiterten zunächst kläglich. Bis WIR uns dann doch aufrafften - nachdem uns eine Kletterwand, ein Limbowettbewerb und ein Lama versprochen wurde. Also Taxi bestellt und eine halbe Stunde durch Brisbanes Vororte geirrlichtert. Ich war an Orten, die ich vorher nichtmal auf der Karte gelesen hatte. Angekommen, war die Party schon ziemlich am Ende, oder möglicherweise nie besser gewesen. Von den angepriesenen Highlights kein einziges zu finden.....Mist, ich hätte ahnen müssen, das der Limbo-Wettbewerb von ganz schön weit hergeholt war :-). Stattdessen einige betrunkene Kids, die Stuss genölt haben und Anime-Videos - mit der Musik von Daft Punk unterlegt - angestarrt haben. Die Playstation-Zeit war leider schon vorbei, verdammt, dabei hatten sie so ein Gitarrending. Das hätte der Rebecca sicher Spaß gemacht. Naja, nach meiner Einschätzung, dass ich da wohl nicht mehr viel verpasse, habe ich Danxia (die hatte schon ne halbe Stunde eher aufgegeben) gesucht, und ihr beim Schlafen in einem der neueingeräumten Zimmer Gesellschaft geleistet. Irgendwann wurde dann entschieden, mit dem Taxi den Heimweg anzutreten. Das gestaltete sich als letzte große Herausforderung, nachdem Miguel so betrunken war, dass er zahlreiche Cabs lallend in die James Street, Corrinda beordert hat, wir aber weiterhin taxilos auf dem Bürgersteig der Jones Street in Corina rumlungerten. Wir hatten wohl Glück, irgendwann kam zufällig eines vorbei...und los ging es nach West End. Dort angekommen hieß es Abschied nehmen und ich bin alleine die letzten Meter heimgetappert...in meinem Tran natürlich straight in ein Spinnennetz, das mühsam von Baum zu Zaun über den Bürgersteig gespannt war. Ich weiß nicht, wer mehr erschrocken war: ich oder die ca. 9 cm große Spinne, die sich in meinem Gesicht wiederfand. Wild fuchtelnd konnte ich die Situation innerhalb von Millisekunden retten. Ihr glaubt gar nicht, wie reaktionsschnell man plötzlich sein kann, den Tod....oder so....vor Augen ;-). Daheim noch fix Füße gewaschen, da diese durch die ganze Barfußgelauferei (auch eine Eigenart der Australien) nicht kompatibel mit meiner weißen Bettwäsche waren und ab in die Heia. Ich kann wohl behaupten, dass ich an diesem Abend mal wieder - wie so oft in den letzten Monaten - mit einem Lächeln im Gesicht eingeschlafen bin.

Freitag, 21. März 2008

Euch allen:

Und danke für die magische 2000 :-)!

Dienstag, 18. März 2008

Ich liebe meinen iPod

Ihr erinnert euch noch an das Problem mit den Kontaktdaten in Outlook, von dem ich letzte Woche berichtet habe? Ich, ganz Fuchs, habe dann doch ganz alleine rausgefunden, dass sich sowohl Adressbuch als auch Kalender von Outlook mit dem iPod synchronisieren lassen....Problem gelöst und es hat nur knapp über ein Jahr gedauert, bis ich diese Funktion meines MP3-Players entdeckt habe ;-). Welch medienwissenschaftliches Genie! ;-) Egal, habe jetzt jedenfalls alles, was ich brauche. Manchmal ist Technik wirklich simpel und lebenserleichternd. Spektakulär....ganz im Gegensatz zur letzten Woche. Always the same story: Schlafen, Arbeiten, Essen. Achja, kleine Abwechslung versprach die Crepes-Party bei Mathilde am Sonntag, zu den ich allerdings mit vier Stunden Verspätung (Dinner-Schicht im Fox :-() aufgeschlagen bin als so ziemlich alles schon vorbei war. Ansonsten? Gestern habe ich mein allerletztes Monatsticket für den brisbaner öffentlichen Nahverkehr erstanden und das macht schon betroffen. Dementsprechend wurden alle guten Vorsätze über Bord geworfen und dem Margarita Monday im Sling gefrönt. Vierzehn Margaritas und einige Bier später sah das Ganze dann so aus: Miguel, Danxia und Rebecca sehr gut dabei, nix mehr mit St. Patrick's Day feiern im nächstbesten Irish Pub, was der ursprüngliche Plan war...Tja, warum auch schlechtes, in Australien gebrautes, Guiness trinken, wenn man sich genauso gut mit Cocktails zum halben Preis die Lichter ausschießen kann? ;-) Gesagtgetan. Heute musste ich dann erstmal ausschlafen, aber von Kopfweh keine Spur. Großartig. Highlight gestern abend war die Kilmo Margarita (einer von circa 50 weiteren Cocktails aus dem Margarita-Repertoire des Slings), die exakt wie Obstler schmeckt *freu*, sogar mit Birnenstück. Das war fast wie Skiurlaub, halt nur ohne Berge, Schnee und Skier. Morgen geht's wieder an die Arbeit, hat aber nicht viel auf sich damit diese Woche, da Ostern. Cantina macht von Freitag bis Mittwoch dicht und auch das Fox schließt Karfreitag und Ostermontag. Konkret bedeutet dies für mich, dass ich Freitag zum BBQ bei Kristen, ihres Zeichens Ex-Kollegin von mir, eingeladen bin. Sonntag Nachmittag geht's mit Kathy auf nach Kyogle, wo sie aufgewachsen ist. Mal wieder authentisches Australien: Wir übernachten bei ihrer Mama, wo auch Debbie und Paul (Schwester und Schwager von Kath) zu uns stoßen. Dann wohl noch ein Abstecher nach Nimbim, vielleicht Byron und Dienstag sind wir wieder zurück in Brisbane, wo Arbeit auf mich wartet. Schließlich gilt es jetzt, die Kohle für die letzten neun Wochen ohne Job zu scheffeln. Halt: Schaffeschaffe, Rucksäckle packe! Der Countdown läuft...

Dienstag, 11. März 2008

Die Maschinerie läuft an

So sieht's nämlich mal aus. Habe gerade meine erste Bewerbung rausgehauen und bin mitten drin im Anbiederungsprozess. Zudem habe ich heute auch meine ehemaligen Unternehmenskontakte reaktiviert und drei Anzeigen liegen noch auf Halde. Bin überrascht, wieviel doch jede Woche reinkommt im Vergleich zu meiner letzten Bewerbungsaktion. Dieser Eindruck wird auch offiziell bestätigt:

PR-Agenturen gehen mit großem Optimismus ins Jahr 2008

Deutlich gestiegene Umsätze und ein weiter stark wachsender Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern. Das ist die Bilanz 2007 der deutschen PR-Agenturen. Der von dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Skopos, Köln im Auftrag des PR-Berufsverbandes DPRG, Berlin erhobene Honorar- und Trendbarometer zeigt, dass die PR-Dienstleister auch 2008 mit steigendem Umsatz und Neueinstellungen rechnen. Dabei sind große Agenturen am optimistischsten.

Das lässt ja noch hoffen...Jetzt muss ich diese ganzen Leute nur noch überzeugen, dass sie genau MICH brauchen ;-). Derweil tut sich hier nicht so viel. Größter Schock in den letzten Tagen war, dass nun auch Kate das Fox hinter sich lässt. Sie hat letzte Woche mal so in der Mittagspause 'nen neuen Job gefunden :-)). Das ist Australien! Ich freue mich sehr für sie aber das bedeutet natürlich auch, dass die Nahkampfzone immer unausgeglichener wird. Tamsin geht nächste Woche auch erstmal für 3 Wochen in Urlaub nach England. Dann heißt es wohl: Rebecca gegen den Rest der Fox-Triefnasen. Naja, was einen nicht umbringt, macht nur härter. Meine Erkältung ist auch fast überstanden und ich gehe frisch gestärkt in die neue Arbeitswoche, nachdem ich zwei Tage das Haus nicht verlassen habe (mit Ausnahme einen kurzen Walks zum Thai, um das Curry abzuholen, das ich mir heute zur Feier des Tages bestellt habe ;-)). Eigentlich muss ich jetzt ja mal langsam alle Vorräte wegkriegen....aber das wird schon. Umkommen tut nix, das ist mir anerzogen. Werde derzeit auch konkreter bei meinen Reisevorbereitungen, zumindest die ersten zwei Wochen in Tasmanien strukturiere ich gerade ein wenig durch, damit mir bloß nix entgeht. Ich glaube ja, das wird alles nochmal ganz toll, sozusagen das Jahres-Highlight. In diesen zwei Monaten wird dann sicher auch nur sporadisch von mir zu lesen sein was Blog und Mail angeht. Der Rechner bleibt schließlich in Brisbane und ich muss sehen, wie weit die Zeit, Muße und Kohle für Internet-Cafes bleibt. Dabei fällt mir auch wieder mal auf, wie aufgeschmissen ich ohne Rechner bin. Alle meine Kontakte sind in Outlook gespeichert. Ich hoffe, ich komme noch dazu, mir diese rauszuschreiben. Ansonsten müsst ihr mir halt einfach zuerst schreiben, dass ich nur auf "Anworten" klicken muss ;-). Diese Option gefällt mir fast noch besser...

In diesem Sinne: Lest solange es noch was zu lesen gibt! Bis bald.

Montag, 3. März 2008

Sex and Drugs and Frustration

Japp, das fasst die Woche wohl am besten zusammen. Von ersterem und letzterem gab's dabei ein wenig mehr in den letzten Tagen (darauf gehe ich gleich näher ein ;-), ich hoffe, die Spannung steigt...). Drugs kamen dafür kürzer: Es ist inzwischen der vierte Tag meines alkoholfreien Monats. 27 Tage ohne "Booze" stehen mir noch bevor, inklusive Ostern. Jawohl, dieser freiwillige Entzug muss sein, so vieles spricht dafür: Ich spare Geld, entgifte mich und kann zudem auch meine Diät unterstützen. Richtig gehört, das Land, in dem 49 Prozent der Bevölkerung übergewichtig sind und das TV-Abnehm-Shows wie "The biggest Loser" hervorbringt (köstlich, ganz großes Trash-Kino!), hat auch bei mir Spuren hinterlassen. War mir bisher eigentlich gar nicht so krass aufgefallen aber als ich im Zuge des Helikopterfluges über die Great Ocean Road auf die Waage genötigt wurde, ist mir fast die Luft weggeblieben: Ich sage nur FÜNF!!!! Himmel...Aber naja, fünfter Kontinent...vielleicht muss das mit den Kilos so sein. Zu meiner Verteidigung kann ich allerdings noch hinzufügen, dass ich bei dieser Wiegaktion auch eine schwere Tasche umhatte, mit Wasserflasche, großem Sonnencremespender, drei Päckchen vier!-lagiger Taschentücher...die machen natürlich auch einiges aus ;-). Aber Selbstbelügerei hin oder her: Abnehmen ist angesagt, muss schließlich bald wieder in meine Business-Kostümchen passen :-). Scherz. Apropos, sitze hier gerade in meinem Zimmerchen und lasse mich über Webradio Einslive mit News von der CeBIT berieseln...tja, letztes Jahr um diese Zeit war ich gerade nervlich am Ende. In diesem Sinne: Viele Grüße an die gestressten Ex-Kollegen, die dieses gerade wieder mitmachen. Ich bin bei euch...irgendwie :-). Habe mich grade mal ein wenig durch die IBM Presseinfos gelesen....das Übliche. Bin derzeit phänomenal gut aufgelegt, nachdem mein Hautcheck heute morgen in der South Brisbane Skin Cancer Clinic sehr unspektakulär verlief. Nix Beunruhigendes, aber weiterhin aufpassen...so die Quintessenz der Konsultation. Wobei schon auffällig ist, wie sehr die australische Sonne in den letzten Monaten zugeschlagen hat. Wie ich heute erfahren durfte, ist Brisbane die Welthauptstadt des Hautkrebses, nirgendwo treten soviele Fälle auf wie hier, global gesehen! Wenn das mal nicht Eindruck macht. So, dann komme ich jetzt wohl mal zu dem Sex-Thema....oder, nee, Frustration erst ;-). Dies bezieht sich eigentlich nur auf das Fox, was mich gerade dermaßen annervt. Seitdem Miguel auch noch das Handtuch geworfen und weitere drei liebe Kollegen mitgenommen hat, spielt sich der Pöbel, den sie uns vom Barpersonal zugeteilt haben, wie Graf Koks auf. Inzwischen wollen mir Leute, die selbst von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, erzählen, was ich zu tun und zu lassen habe. Dementsprechend kommt es in letzter Zeit des Öfteren zur Konfrontation, of course ;-). So ja nun nich... Es gibt inzwischen echt kein geschlossenes Team mehr, auf der einen Seite stehen die übrig gebliebenen "alten Hasen" vom Restaurant, auf der anderen die "Napfsülzen" - wie ich sie hier mal liebevoll nennen möchte. Ist in jedem Fall kein Vergleich mehr zu vergangenen Zeiten. Aber mich beschleicht auch nicht die geringste Lust, auf meine letzten Tage wieder die Jobsuche zu starten (neben der deutschen auch noch die australische Front abdecken?....null Interesse!). Also Augen zu und durch, sind schließlich nur noch gut acht Wochen. Und ist ja nicht alles schlecht, habe immerhin noch Tamsin und Kate, mit denen man allem noch ne gute Seite abgewinnen kann. Insbesondere Kate, die ist einfach der Knaller. So einem trockenen Humor bin ich echt noch nie begegnet, einzigartig. Damit sind wir endlich beim Thema Sex, welches meinen letzten Freitag bestimmt hat, natürlich nur rein theoretisch. Letzte Woche hat nämlich die Sexpo in Brisbane getagt und die Organisatoren haben fast täglich im Fox zu Mittag gespeist und uns mit freien Eintrittskarten überhäuft. Also haben Kate und ich mich zwischen Lunch- und Dinnerschicht aufgemacht, das Ganze mal ein wenig näher unter die Lupe zu nehmen. Vielleicht gibt es da ja vielversprechendere Jobangebote ;-).....Was habe ich Spaß gehabt...Sexpo an sich ist ja schon lustig, aber mit Kate? Unbezahlbar. Highlight des Tages war, als die Dame, der wir vorher noch ein Steak serviert haben, uns nun die Love Brush andrehen wollte. Tolle Sache, vor allem, wenn man viel reist ;-). Man tauscht bei seiner Oral B dann einfach die Bürste gegen den Vibratoraufsatz aus. Das ist doch mal was für alle Backpacker :-) und kommt im eleganten, bruchsicheren Täschchen. Naja, man hat es gesehen.....und laut gelacht....Das also meine Woche und die Erklärung der Überschrift. Jetzt werde ich mich mal an meinen Lebenslauf machen. Ab morgen wird wieder jeden Tag gearbeitet, da bleibt keine Zeit mehr. Also tschüssi, bis bald.

Sonntag, 2. März 2008

In Farbe...und bunt!

Et voilá: Die Fotostrecke Melbourne-Adelaide. Mehr zu meiner Woche dann morgen, ich geh' jetzt in die Heia.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Coast mal wieder ohne Sunshine

Tjaha, noch nicht mit der Aufarbeitung der letzten Bilder fertig und schon gibt es Neues zu berichten. Da nächste Woche das neue Semester beginnt, bestand die letzte Gelegenheit für einen Overnight-Trip mit Mathilde. Zudem war auch Christoph noch in Brisbane und man muss Gästen ja was bieten, also: Mietwagen geliehen und ab nach Norden. Denn wo rechnet man mehr mit Sonne als an der Sunshine Coast? Diese Hoffnungen wurden mal wieder bitter enttäuscht ;-) ...aber wir hatten dennoch zwei schöne Tage. Montag ging es erst einmal an der Küste lang: Von Brisbane über Caloundra und Mooloolaba nach Noosa. Zumindest gab es keinen Regen.... und wir haben einen schönen Holiday Park gefunden und einfach mal abgemattet. Dienstag führte uns der Weg in die Everglades (nördlich von Noosa): Dschungel, Sumpf und Bootfahren war die Devise, das Ganze mit Beyondnoosa Tours. Es fehlt mir grad ein wenig die Muße und Zeit, das alles im Details zu berichten, daher müssen die Bilder reichen, guckst du hier. Durch den einsetzenden Regen war nach den Everglades auch Schluss, nur noch kurz am Big Pineapple vorbei...die Glass House Mountains sind im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Zudem soviel Nebel, dass kaum ein Berg zu sehen war. Inzwischen ist schon wieder Donnerstag und ich bin wieder in den Arbeitsalltag zurückgekehrt....schließlich gilt es jetzt, Kohle zu sparen für die letzte große Reise. Eckdaten stehen jetzt alle: Tasmanien - Adelaide mit Kangaroo Island und Flinders Ranges - Perth - Darwin - Uluru - Alice Springs. Dann ist das Jahr schon wieder vorbei...*snief* Ich habe mich diese Woche bei Xing schon arbeitssuchend gemeldet ;-). Muss in den nächsten Wochen echt mal schauen, was der deutsche Arbeitsmarkt so hergibt wobei mir schon davor graut, mich in der "alten Welt" wieder einleben zu müssen. Vielleicht kann ich ja doch hierbleiben und weiter den Haien die Zähne putzen :-). Nein, keine Angst (oder Freude): ich komm schon wieder. Das Leben geht schließlich weiter und schöner ist es mit dieser Erinnerung allemal :-). Ich werde jetzt noch ein wenig Fotos sortieren von der Woche Melbourne-Adelaide, vielleicht schaffe ich es ja auch heute noch, sie online zu stellen. Also bis später.

Donnerstag, 21. Februar 2008

"Wer lebt, sieht viel - wer reist, sieht mehr" (Arabisches Sprichwort)

Das kann man wohl sagen...ich bin seit gestern zurück und es bleibt nur festzuhalten: Die letzte Woche war großartig! Soviel verschiedene Eindrücke...es ist der Wahnsinn. Ich warte derzeit noch auf die restlichen Fotos, um die Highlights zusammenstellen zu können aber bis dahin möchte ich es nicht versäumen, einen kurzen Überblick der vergangenen Tage zu präsentieren. Da fange ich am Besten mal mit der Reisegruppe an: Mit am Start waren Christian (links) und Christoph (rechts). Letzterer ist für vier Wochen Urlaub aus dem kalten Deutschland angereist. Während Christoph Glück hatte und zum verabredeten Zeitpunkt aus Sydney in Melbourne eingeflogen war, lief es bei Christian und mir nicht so glatt: Voller Vorfreude am Flughafen Brisbane angekommen, erfolgte der Versuch des Self Check-Ins, bei dem uns der Bildschirm allerdings nur ausspuckte: Flight cancelled. Wie geil! Das geht ja gut los...Am Schalter haben wir dann erfahren, dass es bei der Maschine technische Probleme gab und kein Ersatz da ist. Einzige Möglichkeit: Umbuchung auf die nächste Maschine mit Kapazität. Hm, die ging dann auch nur fünf Stunden später...uffff. Naja, was blieb uns übrig? Also zugestimmt. Erleichtert wurde die Entscheidung dadurch, dass wir die komplette Kohle für den Flug zurückbekommen haben :-). Nun galt es fünf Stunden rumzubringen....ab ins Taxi und zum DFO, ein riesiges Shoppingcenter in Flughafennähe. Da ging die Zeit auch wirklich fix um. 300 Minuten später (und in etwa genausoviel Dollar leichter) saßen wir im Flugapparat. Nach diesen "kleineren" Anlaufschwierigkeiten waren wir endlich zu dritt in Melbourne im Urban Central. Noch ein kleiner Willkommenskrug Bier, damit war der Tag gelaufen und wir lagen fix und alle in unserem Family Room. Wirklich los ging es also erst am Donnerstag mit der Reise, die folgenden Verlauf nahm:


Zunächst stand also Melbourne itself auf dem Programm. Neben allgemeinem Sightseeing waren Melbourne Gaol (der älteste Knast der Stadt, in dem unter anderem Ned Kelly seinen Weg zum Galgen fand) und St. Kilda (Melbournes bekanntester Strand-Vorort) Hauptpunkte des Metropolen-Programms.
Das Wetter spielte mit und wir konnten bereits zwei traumhafte, abwechslungsreiche Tage verbuchen, bevor es mit dem Mietwagen auf die Great Ocean Road ging. Die kannte ich ja bisher nur sturmzerwühlt. Aber diesmal:
BOAH!!!!!! Ganz großes Kino. Vor dieser Kulisse raste die Zeit nur so vorbei, dass wir zur Shipwreck Coast - dem eigentlichen Ziel des Tages - fast ein wenig hetzten mussten...der Badestopp war bei diesen klimatischen Bedingungen natürlich obligatorisch. Et voilá: Gegen halb sechs standen wir im Kalenderbild. Apostel von ihrer schönsten Seite.
Hier kam dann glücklicherweise alles zusammen: Sonnenschein, Finanzspritze durch den zurückerstatteten Flug und mangelnde Helikopter-Erfahrung. Schon saßen wir im Hubschrauber: Sensationell! Die Great Ocean Road aus der Luft ist nochmal 'ne Steigerung zu den Eindrücken am Boden. Was eine lohnende Investition.
Ich glaube, die Bilder sprechen für sich selbst. Was ein Anblick... Sowas macht man wohl nur einmal im Leben.Anschließend wurde die Betrachtung von unten fortgesetzt. Loch Ard, The Arch (siehe unten), London Bridge...Sonne macht halt schon was aus - auch wenn ich den Regentripp fünf Wochen zuvor nicht missen möchte. Die Formationen wirken echt immer anders. Da kann man ja nur zurückstrahlen. Mein erster Sonnenuntergang über dem Meer, schon sehr fein. Das ist dann ja schon mal ein Vorgeschmack für die Westküste.
Aufgehitzt von den Eindrücken und der Sonne wurde im Motel in Warrnambool dann endgültig das Licht für diesen Tag ausgeknippst. Schließlich ging es am nächsten Morgen schon ins nächste Abenteuer. Kontrastprogramm pur: Die Grampians wurden relativ spontan ins Reiseprogramm aufgenommen - eine lohnende Idee. An sich ganz anders als die Küste aber nicht weniger beeindruckend. Hier geht jegliches Gefühl für Raum und Zeit verloren.
Mit typischem Ozzy BBQ und interessanten Bekanntschaften in unserem sehr sehr schönen YHA in Halls Gap ging auch dieser Tag viel zu schnell zu Ende. Am nächsten Tag hieß es dann erstmal "Kilometer schrubben". Auf dem Western Highway Richtung Adelaide...Am Weg liegt Hahndorf, die älteste deutsche Siedlung auf australischem Boden. Sehr niedlich und zugleich klischeehaft ohne Ende ;-). In jedem Fall ein Erlebnis und empfehlenswert. Bei dem nachwievor sommerlichen Wetter fiel die Entscheidung, die erste Adelaide-Nacht am Strand zu verbringen, nicht wirklich schwer. Und wieder Sonnenuntergang über dem Meer. Da kann ich nicht genug von bekommen :-). Inzwischen haben wir ja auch gelernt, dass Adelaide die Hai-Hauptstadt ist. Nirgendwo werden wohl soviele "Weiße" gesehen wie hier...gut zu wissen - hinterher ;-).
Inzwischen lief ja schon der Countdown. Am nächsten Tag noch ein wenig Adelaide bestaunt, was wiklich ein entzückendes Plätzchen ist. Der nächste Flug dahin steht ja bereits....Vorher gibt es aber noch einiges zu tun, das Loch im Budget muss erstmal wieder aufgebessert werden in Erwartung der zukünftigen Unternehmungen. Jetzt muss ich aber erstmal los, bin mit Mathilde verabredet. Ich denke, dass ich im Laufe der nächsten Woche alle Fotos zusammenhabe und zum Sortieren komme. Also immer mal wieder reinschauen ;-).

Freitag, 8. Februar 2008

Eigen-PR durch und durch

So, es ist mitten in der Nacht, aber ich wollte euch nur mitteilen, dass ich inzwischen medienkundig bin. Folgendes Bild habe ich heute in der Zeitung entdeckt. Geschossen letzten Freitag im Fox (nach der Arbeit ;-)). Mit mir: Miguel (rechts) und Darwin (mittig). Das war's auch schon, gute Nacht.

Auferstanden aus Ruinen...

tjaha, so geht's mir grade. Habe ja im Laufe meines Lebens immer die Menschen bewundert (und gleichzeitig gehasst - wenn ich dabei in irgendeiner Weise betroffen war ;-)), die Probleme lässig aussitzen. Einfach in der Krise mal gar nix tun...Nun war es höchste Zeit, das selbst auszuprobieren. Und was soll ich sagen: Es funktioniert! Ich habe wieder Internet. Halleluja! Und nicht nur schnödes Internet mit nervigem Dial-Up, nein: ich habe jetzt "Broadband" mit Flatrate! Jaha, richtig gehört: Flatrate! Es ist so toll. Jetzt kann ich vielleicht auch endlich mal Skypen, die Verbindung sollte stark genug sein. Also: Wer mich online sieht, einfach durchklingeln und es auf den Versuch ankommen lassen, dass ich abnehme :-)). Yes, there is sunshine after rain, um hier die Dire Straits zu zitieren. Man muss nur warten können... Zugute kam mir dabei, dass sich Kathy nun auch endlich einen Computer zugelegt hat. Dazu gehört in der modernen Welt natürlich eine Online-Verbindung. Zusätzlich noch eine Mitbewohnerin, die jeden Tag wie ein Rohrspatz auf Dial-Up schimpft (das bin dann wohl ich)...et voilá: Neben dem Fernseher steht nun unser Wifi-Modem. Exzellent. Kann euch also wieder in aller Ausführlichkeit zutexten, solange es die Zeit zulässt. Das sieht die nächsten zwei Wochen allerdings nicht so aus, dafür erlebe ich ganz viel, dass ich vielleicht danach zur Niederschrift bringen kann. Muss jetzt noch drei Tage arbeiten bis Sonntag wieder mal der Hammer fällt. Für Montag hat sich Besuch aus München angekündigt - Jan bleibt bis Mittwoch und dann geht es ja schon auf nach Melbourne. Dort treffe ich mit Christian auf Christoph - noch ein Besucher aus dem fernen, kalten Deutschland. Hehe, also diesmal sogar zwei Jungs, mit denen ich Valentinstag verbringe...das sind mal zwei mehr als gewöhnlich....ich liebe Australien :-). Zu dritt geht es auf nach Adelaide. Diesmal will ich die Great Ocean Road mit blauem Himmel sehen! Hach, das wird großartig. Am 20. geht's dann zurück nach Brissi. Christoph bleibt noch ein paar Tage und zieht dann weiter während ich mich wieder in die Arbeit stürze. Dann gibt es sicher auch den nächsten Bericht. So, muss jetzt los....An dieser Stelle verabschiede ich mich mit einem kleinen Bildergruß von meinem Ausflug in die Welt von Pop Art. Danxia und ich absolut Warhola. Bis die Tage.

Freitag, 1. Februar 2008

Die Katastrophe ist eingetreten...

Rebecca ist mit ihrem Lappi offline!!!! Kein Internet mehr, kann mich einfach nicht mehr connecten und das seit Tagen! Es ist schon wieder soweit, dass ich im Internetcafe sitze, um die Begleiterscheinungen des kalten Entzugs zumindest einigermaßen im Zaum zu halten. Ich hab keine Ahnung was los ist, mit dem Dial-up hab ich ja schon immer auf Kriegsfuß gestanden aber das ist nun wirklich Folter und die Verantwortlichen sollten vor das Tribunal in Den Haag kommen. Da merkt man mal wieder, wie sehr man doch von der Technik abhängig ist. Naja, bin im Moment jedenfalls ziemlich ausgeschaltet, muss nächste Woche erstmal auf Fehlersuche gehen. Vielleicht habe ich es ja auch selber verdummt….anyway…Wundert euch also nicht, wenn in den kommenden Tagen - vielleicht Wochen *dramatischer Unterton* - keine Mails oder Blogeinträge kommen. Eigentlich wollte ich noch so viel mehr berichten aber die Situation zwingt mich, das Ganze in Grenzen zu halten. Nur einige kurze Stichworte meines Daseins der letzten Woche: bin am Australia Day von einem Possum angeknabbert worden – stopp - habe mehr alte, nackte Menschen gesehen als meine kleine Kinderseele vertragen konnte (optimales Publikum für die neue Airline ;-)) – stopp – habe Geld für Kunst ausgegeben, die ich nicht verstehe – stopp – ansonsten alles paletti. Vielleicht komme ich noch zur Ausführung dieser ganzen Erlebnisse…..Manche Geschichten lohnen sich echt ;-). Gruß aus dem kommunikativen Outback.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Alles neu macht der Mai.....

Nein, keine Angst, ich bin nicht in der Zeitmaschine gelandet. Wollte euch nur brandaktuell über den neuesten Meilenstein meiner Australienreise informieren. Jetzt ist es definitiv: Ich breche meine Zelte am 1. Mai in Brisbane ab, 17:25 Uhr Ortszeit geht mein Flieger nach Hobart. Die letzte Etappe beginnt...

Außerdem gibt es an dieser Stelle einen Nachruf: Heath, warum nur? Wieso musstest du von dieser Erde scheiden bevor wir uns begegnen, heiraten und Kinder kriegen konnten? In diesem Sinne, eine von Trauer durchflutete Rebecca

Montag, 21. Januar 2008

Bleibt alles anders

G’day, Rebecca ist wieder an den Tasten. Leider ohne Urlaubsberichte, dafür fehlt mir einfach die Zeit. Im Moment passiert soviel anderes. Zunächst einmal möchte ich nachholen, euch unseren neuen Mitbewohner vorzustellen: Oscar. Er war nach meiner Rückkehr plötzlich da… aber mein Zimmer durfte ich trotzdem behalten ;-). Er fühlt sich in seinem Glasbottich wohl auch besser aufgehoben als in meinem Bett. Oscar ist ein recht unkomplizierter Zeitgenosse, friedlicher als sein Ruf als Japanischer Kampffisch. Blubbert halt so dahin. Habe eigentlich auch gar nicht so viel mit ihm zu tun, das Füttern und Mit-ihm-Reden liegt ganz in Kathys Hand. Recht so….Fische sind mir irgendwie unheimlich seit der Erfahrung in Stuttgart als ich während Pams Urlaub auf ihre Fische acht geben sollte und der eine nach kurzer Zeit aufgepumpt wie ein Luftballon durchs Aquarium geschwebt ist. Ist dann ja auch leider dahingegangen – gottseidank erst nach Pams Rückkehr….Egal, anderes Thema, hatte diesen „Unfall“ so gut verdrängt ;-). Arbeitsmäßig ändert sich derzeit so einiges. Im Cantina absolviere ich inzwischen auch Schichten unter der Woche, zudem gab es eine Gehalterhöhung, was die neuen Besitzer doch gleich sympathischer macht :-). Hier läuft es echt entspannt. Nach dem Wechsel der „Geschäftsleitung“ sind zwar einige Stammgäste ferngeblieben aber das macht die Sache nur einfacher. Vielleicht nicht ganz so gut fürs Geschäft, aber hey, ich kann mich nicht beklagen. Weniger Stress für mehr Geld. Kann es im Leben nicht immer so laufen? Ganz andere Situation im Fox: War am Donnerstag echt geschockt als die SMS von Danxia – eine meiner Lieblingskolleginnen – kam: Ernesto, unser Restaurant-Manager, wurde Mittwoch unter seltsamen Umständen und auf sehr freche Art und Weise fristlos gefeuert. Dies hatte eine Kettenreaktion zur Folge: Mit ihm gehen fünf weitere Mädels aus unserem Team – zum Teil aus Loyalität gegenüber unserem Italiener, der Auflösung des gesamten Dreamteams oder des neuen Management des Fox im Allgemeinen. Sehr seltsame Lage…ist echt schade, wie das alles läuft. Im Moment warte ich erstmal ab, wie es weitergeht, schließlich geht es bei diesem Job für mich nicht darum, das Böse in der Welt zu bekämpfen sondern allein um das Geld. Ja, der schnöde Mammon, da muss man einfach mal vernünftig bleiben, außerdem hat mir persönlich keiner was getan und die Arbeit macht weiterhin Spaß. Trotzdem fühle ich mich ein wenig schuldig in der Rolle des „Streikbrechers“, muss also doch noch weiter abhärten ;-). Das ist wahre Managementschule, nur so schaffe ich es irgendwann an die Spitze des Assessment-Centers, heieiei. Über mangelnde Beschäftigung kann ich jedenfalls nicht klagen, da das Fox derzeit ja irgendwie die Schichten der „ausgefallenen“ Leute abdecken muss. Die zusätzliche Kohle kommt mir ganz recht, hatte ja bereits Angst, dass nicht genug für mich zu tun bleibt. Denkste! Am Sonntag war es sogar so, dass ich allein im Restaurant war, was erstaunlich gut lief. Von wegen Schwimmen im kalten Wasser. Und außerdem gefällt es mir auch, wie ich gerade gepampert werde. Sonntag hat mir der neue General Manager sogar mein Mittag gezahlt ;-). Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten, vielleicht sollte ich hier auch mal das Thema Gehaltserhöhung ansprechen….Naja, wie auch immer, diese Geschichte hat in jedem Fall einen Großteil meiner Woche ausgemacht….zumal die Campari-Gemeinschaft die Führungskrise auch genutzt hat, jeden Abend noch auszugehen und die Lösung im Alkohol zu finden. Apropos, meine RSA-Lizenzgeschichte habe ich heute auch ad acta gelegt, war am Vormittag in der Agentur und habe die letzten Kapitel dort beendet. Bin jetzt also offiziell berechtigt, in Queensland Spirituosen zu verkaufen. Das bringt mich zum nächsten Highlight der letzten Woche: die Brauerei-Tour am Mittwoch. War echt gut, interessant gemacht. Alles in allem ein schöner Nachmittag. Mit am Start waren Kathy und zwei Arbeitskollegen von ihr, siehe Foto. Die Regel „Kein Bier vor vier“ wurde abermals am Donnerstag gebrochen: Nach dem Mittagessen beim Thai mit Kathy und Schwester Debbie sind wir noch auf ´nen Sprung im Deutschen Turnverein vorbei, der dort um die Ecke ist. Musste Kath schließlich mal richtiges Bier präsentieren. Njom….Jetzt habe ich mir erstmal selbst eine promillefreie Zeit verordnet, damit das nicht aus dem Ruder läuft. Werde sehen, was die neue Woche bringt. Mit Mathilde stehe ich inzwischen auch wieder im Kontakt, ich hoffe, ich finde diese Woche noch Zeit für ein Treffen neben der Arbeit. Habe zwar morgen noch frei, aber bin schon anderweitig verabredet: ein letztes Mal ausgehen mit Antje und Matthias, die am Freitag Brisbane verlassen. Hausputz muss morgen auch erledigt werden. Den nächsten Blogeintrag gibt es dann sicher erst nächste Woche. Hier ist am Samstag Australia Day, was einen Feiertag für Montag bedeutet. Nicht wie in Deutschland, wo sich jeder Arbeitgeber freut, wenn Feiertage aufs Wochenende fallen. Down Under gibt es immer einen Tag frei. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Public Holidays insgesamt weniger sind. Bin gespannt, was am Nationalfeiertag so passiert. Je nach Dienstplan gehe ich nächste Woche vielleicht auch in die Andy Warhol Ausstellung, die derzeit in Brisbane gastiert. Also auch weiterhin keine Chance für Langeweile, ich halte euch auf dem Laufenden.