Dienstag, 25. Dezember 2007

Frohes Fest

Pünktlich zu Weihnachten hat Rebecca wieder Internet und präsentiert die ersten Bilder. Nach und nach sollten alle fotografischen Highlights in der Gallerie zu finden sein. Der Text folgt, wenn es wieder etwas ruhiger ist, bin ja schließlich im Urlaub.

Schöne Feiertage und guten Rutsch.

Dienstag, 11. Dezember 2007

Life could be worse…

So, da bin ich wieder mit dem letzten Bericht vor der großen Weihnachtspause – gerade aus Noosa zurück. Fang ich mal mit Sonntag an: Fußball war echt ne gelungene Abwechslung, auch wenn die erste Liga hier nicht wirklich europäischen Standard hat. Sage ich jetzt mal so als Laie….habe wohl wirklich schon bessere Kreisliga-Spiele daheim gesehen. Egal, Stadion-Atmosphäre holt das alles wieder raus, grad bei Flutlicht. War schön, aber in Deutschland ist zu Bundesliga-Spielen (vergleichbar mit der A League in Australien) mehr los. Waren nur 13.000 Zuschauer…bei einer Stadionkapazität von 50.000 war das Spiel wirklich dünn besetzt. Wir sind zudem direkt in der „bösen“ Fankurve der Queenslander gelandet, was mir am Anfang schon Sorgen gemacht hat…nachdem, was ich vom VfB gewöhnt war. Aber auch hier zeigte sich wieder, dass Fußball einfach nicht so populär ist wie in Europa. Sehr brave „Extrem-Fans“. Werde glaub ich trotzdem mal wieder hingehen. Spiel war gegen acht aus und wir sind heimgezogen, ich habe mich noch mal hinter den Rechner geklemmt und tata: Mein nächster größerer Ausflug ist inzwischen auch fix, Tickets sind gebucht: Am 13. Februar geht’s mit Christian auf nach Melbourne, eine Woche später von Adelaide zurück nach Brisbane. Hach, das wird schön :-). Wieder ein neues Ziel vor Augen. Hehe. Gestern führte der Weg dann nach Noosa, auch wenn der Wetterbericht nicht das Beste für die Sunshine Coast prophezeite. Aber wir hatten mal wieder Glück und somit blauen Himmel – Sonnenschein kurz nach der Ankunft. Erst Strand, dann Bierchen im Surfclub und zurück zum Strand für ein Nickerchen. Muss schließlich was für den Armvergleich mit meinen Eltern tun ;-). Nach der kurzen Ruhepause ab auf den Coastal Track im Noosa National Park, auch wieder ein sehr schöner Wanderweg. Zurück ins Hostel, welches sehr idyllisch gelegen war, frisch machen und ab zum Essen fassen. Diesmal hatten wir leider nicht das Glück, ein Zimmer für uns zu haben und mussten sogar in die oberen Betten. Heiei, das war vielleicht ein Geschaukel in der Nacht sobald sich die „Untermieterin“ bewegt hat. Dafür hatten wir ganz lecker Abendessen, den besten Barramundi, den ich bisher gegessen habe. Ansonsten ist Noosa weggehmäßig ziemlich tot und wir lagen um elf in unseren DoSto-Betten. Kurz danach hat der Regen eingesetzt, der die ganze Nacht nicht gestoppt hat. Meine Güte, welche Wassermengen und das wirklich über Stunden. Aber solange es nur in der Nacht regnet, soll mir das recht sein. Gegen acht wieder aufgestanden, das „Große Frühstück“ geordert, noch ein wenig Shoppen gewesen und zurück nach Brisbane. Jetzt noch drei Tage ranklotzen und: URLAUB!!! Sonntag Mittag geht der Flieger nach Sydney. Während dieser Zeit wird es wohl kein Geblogge meinerseits geben aber ich versuche, mir während des Trips Notizen zu machen und die Berichte der Tour nachzureichen. Bis dann, ich wünsche allen großartige Weihnachten, eine superbe Silvesterfeier und alles Gute fürs neue Jahr! Bis im Januar.

Achja: 1000! Was für ein fulminantes Finale! Danke euch ;-).

Sonntag, 9. Dezember 2007

From Dusk Till Dawn

So, ihr erwartet jetzt wahrscheinlich wieder eine Feiergeschichte…..richtig, kann ja meine Leserschaft nicht enttäuschen ;-). Bin im Moment gerade dabei, mich Schritt für Schritt wieder in den Alltag einzugewöhnen….das schwierigste Level war dabei das erste: Aufstehen. Es war kurz nach eins. Dann: Duschen, gefolgt von Essen. Langsam nehme ich ein normales Leben auf. Kann sogar schon wieder bloggen ;-). Hach, es war schön. Musste ja leider gestern Abend arbeiten, hab mich aber so bald wie möglich dünne gemacht und auf zur Weihnachtsfeier von Christians Firma. Gerade noch rechtzeitig für den Nachtisch, erste Mahlzeit nach dem Frühstück für mich. So ein typisch australisches Ding als Kombination von Baiser und Schlagsahne…ideale Grundlage für den anschließenden Corona Angriff ;-). Zur Weihnachtsfeier ist ansonsten nicht viel zu sagen, halt das Übliche: Trinken und Quatschen. Gegen zwölf wurde die Kneipe dann dicht gemacht und irgendeiner aus der Runde kam auf die phänomenale Idee: „Wir gehen ins Fox!“. Fein. Also auf die Dachterasse, wo auch ein Großteil der Campari-Kollegen (ich weiß nicht, ob das schon mal gefallen ist: Campari ist der Name des Restaurants im Fox, wo ich arbeite) abhing. Bin also immer zwischen den beiden Gruppen hin- und hergehoppst. Naja, um zwei räumt auch das Fox und wir standen auf der Straße zur Lagebesprechung. War nicht mehr viel übrig von der Feiergemeinde: Zwei Kolleginnen von mir, Paul und Kati, Frank und Martina plus Christian und ich. Paul, Frank, Kati und Martina sind unterwegs auch noch verschütt gegangen und so fanden sich Christian, Rebecca, Danxia und Temsin allein im Irish Pub wieder. Letzte Getränkeorder und dann wurde auch dort rausgekehrt, war ja schon halb vier. Ein letztes verzweifeltes Aufbäumen unsererseits gegen das Ende des Abends: Hungry Jacks….wie hier der Burger King heißt. Der Doppelwhopper lebe hoch! Dann war Feierabend….die Schlange vorm Taxistand und die Tatsache, dass der stündliche Nachtbus gerade durch war, haben uns schnell davon überzeugt: Laufen ist gesund. Und so bin ich mit Danxia ins West End heimgewackelt. Christian musste ja vorher schon abbiegen, ebenso Temsin. Im Morgengrauen (halb fünf) passierte ich ein weiteres Mal die „Whynot Street“, wo gerade ein Pärchen vorm Straßenschild seine Surfbretter verladen hat. Da wollte ich nicht auffallen beim nochmaligen Versuch, ein Foto zu erhaschen. Eine Straßenecke weiter war auch ein lustiger Anblick: Da pennt einer einfach auf dem Bürgersteig. ;-) Ja, so ist das, wenn man seinen Alkoholkonsum nicht unter Kontrolle hat. Ich werde mich jetzt auch mal wieder verabschieden, schließlich geht es gleich zum Fußball, wo das Stadion-Bier wartet :-). Kathy dürfte in ner halben Stunde daheim sein. Und morgen geht’s nach Noosa, hossa! Habe noch mal fix ein paar Bilder von gestern hochgeladen, damit ihr sehen könnt, mit wem ich hier so abhänge. Tschauie.

Freitag, 7. Dezember 2007

Stollen Down Under

Da bin ich wieder, einigermaßen erholt vom Mittwoch. Meine Güte war das wieder ein Spaß. Mathilde und ich waren ja bei Quentin zum Abendessen eingeladen, so weit so gut. Haben uns gegen fünf auf den Weg nach Kenmore gemacht und diesen auch gleich gefunden, wir sind Orientierungsgenies :-). Vor Ort waren schon Roland und Ute, ein befreundetes Pärchen von Quentin. Auch Deutsche, sehr nett. Ansonsten war der Abend ein wenig seltsam. Nach und nach trafen immer mehr Leute ein, alle so in den Fünfzigern und das Lustige war, dass sich den ganzen Abend eifersüchtige Frauen dazwischen geworfen haben, solange man sich nur ansatzweise länger als fünf Minuten mit den zugehörigen Männern unterhalten hat. Hehe, wir scheinen echt Gefahr auszustrahlen…rrrrrrrrr. Quentin war wiederum supernett, das selbstgemachte Curry köstlich und im Laufe der Zeit wurden auch die Frauen ein wenig! entspannter. In jedem Fall steht unser Cessna-Flug nächstes Jahr ;-). Das wird was. Weiteres Highlight des Abends: Es gab Stollen! Ich kann’s kaum fassen. Den hatte Ute im Aldi besorgt, gibt es da um die Weihnachtszeit. Und was soll ich sagen: Er ist natürlich nicht so gut wie Omas Selbstgemachter gewesen, aber durchaus gängig und so haben wir uns ein Stück deutsche Weihnacht auf der Zunge zergehen lassen. Njom. Vollgefuttert wurde die Heimreise angetreten, gegen elf waren wir zurück in Brisbane. Auf unserer Strecke lag das Fox….hm, kurz überlegt…und zum Einkehrschwung für ein Absacker-Abschieds-Bier ausgeholt (sehen uns jetzt schließlich für sechs Wochen nicht mehr). Fataler Fehler oder Glück, wie man’s nimmt. Einige Kollegen waren schon ziemlich gut dabei und so wurde spontan entschieden, (mal wieder ;-)) ins West End zu ziehen. Wir sind abermals im Rumpahs Room gelandet, böse Falle. Mit am Start war einer unserer Küchenchefs – Steve (links im Bild) – Rest Freunde von ihm, mir zuvor unbekannt. Wir wurden gegen eins rausgekehrt und sind ins Sling gezogen, direkt gegenüber :-). Auch da war dann bald Thekenschluss und wir haben uns im Über versucht. Allerdings war einer aus unserer Amüsier-Truppe schon so besoffen, dass er nicht mehr reingekommen ist. Das war der ideale Zeitpunkt für mich zum Abseilen. Lag gegen was nach drei dann endlich im Bett, vier Stunden Absacker-Bier ;-). Erstaunlicherweise kein Kater am nächsten Morgen. Und auch keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Der Countdown läuft schließlich. Wenn ich Glück habe, muss ich morgen doch nicht arbeiten und kann mit dem Startschuss bei der Weihnachtsfeier von Christian aufschlagen. Entscheidet sich heute. Habe auch gerade bei der Personal-Agentur angerufen, meinem Arbeitgeber, und ein wenig Dampf gemacht, dass sie mir drei Stunden letzte Woche nicht gezahlt haben. So geht’s ja nu nicht. Bei ner halben kann ich ja großzügig drüber hinwegschauen…aber drei? Haben den Tag, an dem es klemmt auch gleich ausfindig gemacht, ich hoffe, das klärt sich jetzt auch mit dem Fox. Hm, was gab es noch Neues?...Achja, war am Dienstag mit Christian beim Touch-Football, interessantes Ding, hatte ich vorher nie von gehört. Sehr schöne Spielart, die sowohl Taktik, Ausdauer, Schnelligkeit und Teamgeist erfordet….moderner Völkerball ;-). Muss natürlich dazu sagen, dass ich nur zugeschaut habe….schließlich muss ich mich langsam an den Leistungssport rantasten…..nächster Schritt ist Schach ;-)…

Also dann, bis die Tage.

Montag, 3. Dezember 2007

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...

…erst eins, dann zwei, dann drei…hm, dann ist für mich ja eigentlich schon Weihnachten. Hehe, lange nix geschrieben, aber mir geht es prima. Morgens lachen mich schon die Frühstückseier an :-). Großartig. Ansonsten wieder eine Woche wie immer, die hinter mir liegt. Knapp 40 Stunden Arbeit und trotzdem genug Zeit für Spaß. Montagabend war ich bei Mathilde mit den obligatorischen zwei Flaschen Wein, wir hatten ja schließlich auch was zu feiern: Quentin hat sich gemeldet und uns erneut zum Rundflug eingeladen. Jetzt gehen wir davon aus, dass er es wirklich ernst meint ;-) und werden wohl bald Stradbroke von oben bestaunen können. Die Details werden Mittwoch besprochen, da sind wir nämlich auch bei ihm eingeladen, zum Abendessen. Der Gute. Dieses Jahr wird es leider nix mehr werden, aber ich gehe davon aus, dass wir spätestens im Februar (Mathilde verbringt Weihnachten auch mit der Family in Neuseeland und ist erst am 19. Januar zurück) die Cessna 172 besteigen. Heieiei, das wird was, ich hoffe, ich vertrage das Fliegen in so kleinen Maschinen. In jedem Fall ist es ein weiteres Highlight, das hier auf mich wartet, ein Großereignis jagt das nächste. Tolltolltoll. Aber man bekommt schließlich das, was man verdient ;-) (Das lasse ich jetzt mal so im Raum stehen :-)). Ich war diese Woche auch ganz fleißig und habe meine kompletten Weihnachtssachen erledigt: Geschenke fertig gemacht, Postkarten geschrieben, Wunschzettel verfasst ;-). Muss ja dieses Jahr alles ein wenig eher passieren. Donnerstag war wieder Kochzeit, Chili à la Rebecca, mit Christian, Mathilde und Sean, ihrem irischen Ex-Mitbewohner. Netter Abend, auch wenn wir wieder negativ aufgefallen sind: Saßen auf dem Balkon und haben geschnabbelt, bis zehn nach zehn der erste Anruf von den spießigen Nachbarn kam, dass ja Schlafenszeit ist, blablabla. Die Stadt-Rentner in Australien nehmen sich also nix mit denen aus Deutschland, von wegen easy going un zeuch. Egal. Wochenende habe ich wieder durchmalocht und gestern noch ein wenig gefeiert. David, der Franzose, mit dem ich die letzten Wochen zusammengearbeitet habe, ist heute weitergezogen und hat seinen Abschied in Brisbane gegeben (auf dem Bild links, Mitte ist ein Freund von ihm, Brice, auch Franzose, beides sehr lustige Kameraden). Außerdem war Suits-on-Sunday im Fox, das heißt, alle donnern sich mächtig auf, Jungs in Anzug und Krawatte, Mädels im kurzen Schwarzen. Wobei es das ja auch nicht ganz trifft, australische Mode ist echt ein Kapitel für sich. Meine Güte, was die Frauen hier teilweise anhaben….sehr gewöhnungsbedürftig. Da wird alles präsentiert (solange die Figur es zulässt bitte, dann geht der (nahezu barbusige) Auftritt ja noch, aber manche ziehen sich wohl echt im Dunkeln an oder haben keine Freunde, die ihnen sagen, wie scheiße sie in den Klamotten aussehen). Außerdem rennen sie rum wie die Modepüppchen: nur High Heels und zigarettenschachtelgroße Handtaschen fürs nötigste Make-Up. Da wird jedes Weggehen zur Sozialstudie... oder Anatomie-Stunde :-). Und da spielt es kaum ne Rolle, ob man im elitärsten Club der Stadt ist oder im Pub nebenan, die Mädels sind für europäische Verhältnisse immer ein wenig drüber….egal. Fox hat zudem den großen Vorteil für mich, dass man nur einen Bruchteil der Getränke zahlen muss, schließlich kennt man die Leute hinter der Bar *zwinkerzwinker*. Habe zum Abschluss noch ein wenig bei Miguel und Kristen gesessen, meine beiden „Bosse“, und mich dann geschlichen, hat gereicht. Heute ist großer Email-Tag – muss wieder ein wenig aufholen – abends schau ich dann noch kurz bei Christian vorbei, da er mir meine Reiseunterlagen ausdrucken soll. Der große Tag rückt immer näher, dann werdet ihr sicher auch ne lange Zeit nix von mir hören. Melde mich aber schon noch mal, bevor es nach Sydney geht. Bis dahin, genießt den Advent.