Sonntag, 25. November 2007

Sieg der Arbeiterklasse

…und das sowohl persönlich als auch national. Gestern war hier Regierungswahl und nach wasweißichwieviel Jahren gab es einen Wechsel. Die Labour-Partei hatte einen Durchmarsch und John Howard ist somit nicht mehr erster Mann von Australien. Egal, Politik hin oder her. Viel mitbekommen habe ich eh nicht von der ganzen Geschichte, da ich selbst die ganze Zeit gearbeitet habe. Reguläre 38-Stunden-Woche und so geht es morgen gleich weiter. Aber ich will ja schließlich auch bald die rosarote Kuh fliegen lassen und kann jede Stunde gebrauchen. Und Beschäftigung gibt es derzeit genug. Jetzt geht es langsam los mit Weihnachtsfeiern, letzten Freitag war die erste im Fox. Ist schon seltsam, 30 Grad im Schatten und die singen Weihnachtslieder. In diesem Sinne war unsere eigene Familienparty im August also die ideale Vorbereitung. Die Stadt ist auch schon komplett geschmückt: Engelchen und Palmen, was ein Anblick, recht befremdlich. Aber ich will mich ja nicht beschweren ;-). Die Zeit geht hier einfach wahnsinnig schnell vorbei, was im Moment nur gut ist, da bald Urlaub. Auf der anderen Seite muss ich mir nach der Rückkehr im Januar/Februar auch langsam Gedanken machen, wie es nach meiner Auszeit auf heimischen Boden weitergehen soll. Aber naja, jetzt ist erstmal Advent. Habe am Donnerstag fast überlegt, ob ich mir – rein aus Tradition – einen Schoki-Kalender kaufen soll. Aber da wir ja hier keine Klimaanlage haben, fiel die Entscheidung negativ aus. Ist also das erste Weihnachten ohne einen, aber ich bin ja auch schon groß *snief* (nächstes Jahr sicher wieder ;-)). Das erste Weihnachtsgeschenk gab’s auch schon: Habe heute mitbekommen, dass für Anett – die biestige Chefin vom Cantina – die letzte Woche läuft. Sie hat ihren Anteil verkauft und die neue ist echt lieb, mit dem Rest komm ich ja sowieso gut klar. Gedenke also, meine Tätigkeit auch 2008 fortzusetzen, wobei mir das frühe Aufstehen am Wochenende schon immer ein wenig wehtut. Aber ich weiß ja, wofür ich dieses Opfer bringe. Jetzt brauche ich erstmal nen kleinen Powernap, um wieder auf die Beine zu kommen. Man liest sich, ich weiß allerdings noch nicht wann.

Dienstag, 20. November 2007

Pardey, Pardey, Pardey

So, da bin ich wieder für einen Kurzabriss der letzten Tage und den Ausblick, was bald kommt. Gestern habe ich fast den ganzen Tag nur gegammelt, war dringend nötig und ich habe die Wohnung nicht verlassen. Schlafen, Saubermachen und am Abend habe ich noch für Kathy und mich gekocht und wir haben bei einem Glas Wein ihre Japan-Bilder angeschaut. Später muss ich wieder ins Fox zur Dinner-Schicht…endlich mal wieder ausgeruht auf Arbeit ;-). Nach meinem letzten Eintrag ging es hoch her, die Spät-Schicht am Donnerstag konnte ich absagen und den ganzen Abend mit Mathilde und Co abhängen. War sehr schön, endlich mal wieder richtig feiern mit allem was dazu gehört – Tanzen, Trinken…und Kopfweh am nächsten Morgen. Haben erst bis elf bei Mathilde auf dem Balkon gesessen (Matú, Cassy – ne Freundin von ihr – und Sebastian und Richard aus Leiden) und sind dann los zur Club Rotation im Westend. Sehr sehr funny. War morgens um drei daheim. Sehr lustige Anekdote nebenbei: Bei mir um die Ecke ist eine Gasse, die heißt Whynot Street (also „Warum nicht?" für die nicht-englischsprachige Leserschaft). Finde ich total witzig und wollte schon immer das Straßenschild fotografieren, hatte aber bisher nie ne Kamera dabei. Donnerstag Nacht war es dann soweit: Ich glaube, jeder Beobachter hätte sich kaputtgelacht, wie ich in meinem Suff um das Schild gekreiselt bin. Ab und an mal ein Blitz und eine neue Runde um den Pfosten. Ich kann euch sagen, keines der Bilder ist geworden, aber ich hatte Spaß ;-)). Das Arbeitswochenende hat mir dann aber den Rest gegeben. Brauchte dringend ne Pause. Also Sonntag ein kleines Mittagsschläfchen und dann Treffen mit Christian. Waren beim Inder essen…saulecker und echt mal schön, sich bedienen zu lassen als immer nur selbst zu bedienen ;-)…..und anschließend noch auf ein Bierchen und Live-Musik im RE, man kann inzwischen fast sagen: meine Stammkneipe ;-). Die nächsten drei Wochen werde ich ruhig angehen lassen, sozusagen letzte Rastmöglichkeit vor dem großen Jahresendfinale, das am 8. Dezember mit der Weihnachtsfeier von Christians Firma eingeleitet wird. Komme mir zwar schon ein wenig nutznießerisch vor, mit zu gehen, aber die Australier sind da ja nicht so, außerdem kenne auch mindestens 9 Leute von der Gesellschaft…und, wie sagte Christian am Sonntag so schön: „Die anderen bringen schließlich auch ihre Ehefrauen mit…"*Pause…kurzes Verarbeiten des gerade Gehörten/Gesagten*…und wir beide lagen vor Lachen fast auf den Knien :-). Bevor es dann nach Sydney geht, stehen zudem noch zwei weitere Highlights an, aber dazu komme ich zu gegebener Zeit. Bis bald, gleiche Stelle, gleiche Welle.

Hier noch ein Bild der Partycrowd, aufgenommen in der Endphase des Abends, aber die Gesichter sprechen da wohl für sich. ;-)

Donnerstag, 15. November 2007

Freizeitstress ist gar kein Ausdruck....

Hier also die versprochenen Bilder, frisch hochgeladen. Zu mehr fehlt mir grad echt die Zeit, da ich mich im Moment zwischen Arbeit und "Gesellschaftlichen Aufgaben" ;-) hin- und herteilen muss. War gestern bei Mathilde zur Insel-Nacharbeit (Fotogucken, Mail an Quentin etc. - bin immer noch düdelig), gleich geht's zur Mittagsschicht und irgendwann am Nachmittag schlagen Richard und Sebastian (Bekanntschaft von Stradbroke) in West End bei Matú auf, das muss dann irgendwie auch noch eingetaktet werden. Muss ja leider heute Abend auch wieder ins Fox, aber ich versuche, es so kurz wie möglich zu halten, dass ich dann gleich zu den andern dreien in die Kneipe steuern kann. Ich hoffe, nächste Woche ist es wieder ein wenig ruhiger. Bis dahin muss die "Sozialleistung nach Hause" erstmal auf Eis gelegt werden. Ich bitte um Verständnis ;-).

Dienstag, 13. November 2007

Blue Monday: Stradbroke Island

Endlich! Rebecca war auf Stradbroke Island und es war gigantisch. Dieses Abenteuer lässt sich kaum in Worte fassen aber ich kann wohl behaupten, dass der gestrige Tag alles in allem das Größte war, was ich bisher in Australien erlebt habe. Es hat einfach alles gestimmt. Aber mal der Reihe nach, wobei ich mit Sonntag anfange, als es an die Detailplanung ging. Wollte ja eigentlich am Abend mit Kathy ins Stadion zum Fußball. Leider hat das Wetter mal wieder dazwischengefunkt und wir sind stattdessen im Lock’n Load bei Barbeque und einigen Alkoholika gelandet. Auch schön! Das Kneipenhopping (Nebenbei: Ich liebe West End mit all den schnuckeligen Bars!) hat uns schließlich ins Pavillon geführt, kurze Zeit später war auch Mathilde am Start. Kathy hat sich bald darauf verabschiedet und es ging ans Eingemachte, wobei die Tour fast schon auf den letzten Metern am Wetter und dem Alkoholpegel gescheitert wäre. Aber nein, schlussendlich galt: Ein Bier, ein Wort!...und ab nach Hause zum Packen und in die Heia, schließlich war 7:15 Uhr die Richtzeit….Dann kam Montag, 6:00 Uhr früh, der Wecker nervt, der Blick nach draußen noch viel mehr: strömender Regen! Aber es sollte ja im Laufe des Tages besser werden…und ich vertraue bei solchen Aktionen grundsätzlich dem Wetterbericht. Total verpeilt haben Mathilde und ich dann den Zug Richtung Cleveland geentert, noch ohne den leisesten Schimmer, wie genial das alles wird. Unser Time-Management: Einfach großartig. Waren pünktlich um neun zum Übersetzen auf der Fähre und ab ging die Fahrt zum gelobten Land. Der Himmel war inzwischen aufgerissen und so präsentierte sich Straddie von Anfang an von seiner besten Seite. Gegen zehn standen wir vorm Hostel. Da das Einchecken vor zwölf nicht möglich war, haben wir erstmal unseren ganzen Kram an der Rezeption zwischengelagert und sind los zum Strand (Mörderstrecke von 150 Metern!!!!!). Was uns da erwartete….groß! Der Blick hat uns fast aus den Latschen gerissen, dass wir erstmal ein paar Minuten einfach nur zum Gucken rumsaßen, gefolgt vom Spaziergang am Strand – Richtung Cylinder Beach, der von Lifeguards bewacht ist, sicher ist sicher! – bis uns so heiß war, dass es kein Zurück mehr gab: Hinein in die Fluten. Das Wasser war herrlich, inzwischen war bei der Außentemperatur die 30 Grad Marke erreicht und die Wellen machten einen Heidenspaß. Wir mussten uns bei der ganzen Aktion immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass wir Mitte November haben, unglaublich! Anschließend fix Trocknen und ein wenig Chillen, danach wollten wir noch einen Blick hinter die Klippen neben dem Strand werfen und eigentlich zurück zum Hostel. Aber es kam ganz anders. Nachdem der Felsen erkraxelt und ein paar Fotos gemacht waren, kamen wir ins Gespräch mit Quentin. Als wir von ihm wissen wollten, welche Plätze zu empfehlen seien, hat er spontan angeboten, uns ein wenig die Gegend zu zeigen. Um das Bild, das ihr jetzt möglicherweise von ihm habt, ein wenig gerade zu rücken: Quentin ist 60 Jahre alt und im Ruhestand, nachdem er sein Leben lang für den Fernsehsender ABC Dokumentarfilme gedreht hat, lebt in Brisbane und kommt circa alle drei Monate nach Stradbroke, wo Freunde von ihm ein Haus haben. Dieser Mensch ist einfach einzigartig: Er erwies sich als großartiger Tourguide und wir haben fast den ganzen Tag mit ihm verbracht und uns prächtig unterhalten. Mit seinem Insiderwissen (und dem Auto ;-)), haben wir möglicherweise mehr von der Insel gesehen als viele Einheimische. Nach Frenchman’s Beach, Deadman’s Beach und Main Beach ging es auf den Gorge Rundweg. Ein Ausblick schöner als der nächste. Die ersten zwei Stunden waren im Nu um und unsere Kameras glühten vor Belastung. Da es bis zur Ebbe noch ein wenig Zeit war, machten wir für ne halbe Stunde bei ihm in der FeWo halt, haben Kaffee getrunken und Sandwiches verputzt, und anschließend hat er uns noch kurz zum Einchecken zum Hostel gefahren. Dann war es vier Uhr: Low Tide. Beste Gelegenheit für eine Allrad-Tour am Strand. Was ein Gaudi, Jeep auf Sand ist einfach unschlagbar. Nachdem der Flinders Beach unsicher gemacht war, ging es weiter mit der Inselrundfahrt – über die wildesten Pfade und durch Wasserlöcher bis zum Eighteen Mile Sumpf, ein Süßwassersee inmitten der Insel wie er klarer und idyllischer nicht sein könnte….und kein Mensch außer uns! Gegen sechs waren wir wieder am Hostel und keinen Schritt weiter damit, Quentin zu überzeugen, dass wir ihn im Ausgleich für diese Tour gerne zum Abendessen einladen möchten. Da war einfach nix zu machen: Er beharrte darauf, dass er unsere Gesellschaft genossen hat, eh nix anderes vorhatte und froh ist, wenn es uns gefallen hat. Zumindest konnten wir ihm die Mail-Adresse aus dem Kreuz leiern, um ihm nach Rückkehr Fotos zu schicken. Am Hostel haben wir dann erstmal kurz verschnauft und die ganzen Erlebnisse wirken lassen. Pünktlich zum Sonnenuntergang standen wir allerdings schon wieder Gewehr (in unserem Fall die Kamera) bei Fuß am Strand: immer noch traumhaft und menschenleer, dass wir ausgiebig umhertollen und rumposen konnten ;-). Der Hunger hat uns schließlich eingeholt und nach kurzer Dusche sind wir Quentins Rat gefolgt und zum Bowls Club gepilgert: Wie versprochen fanden wir dort gutes, billiges Essen…..und Quentin! :-) Als Trio wieder vereint haben wir den Abend mit Kalamari, Beer Battered Ocean Pride (lecker Fisch) und Wein zelebriert (zumindest da konnten wir Quentin überzeugen, ein Glas auf unsere Kosten mitzutrinken). Mehr war allerdings nicht drin, weil er immer noch mit dem Auto unterwegs war. Er hat uns schließlich vorm lokalen Pub abgesetzt und wir haben bei einem Jug Bier zu zweit auf alle diese großartigen Menschen, denen man hier überdurchschnittlich häufig begegnet, angestoßen. Zurück zum Hostel, mit den anderen Backpackern (Olaf aus Hannover, Marco aus Venedig und Richard und Sebastian aus Leiden) noch ein wenig geschnabbelt und getrunken und dann als krönender Abschluss des Tages noch ein letzter Ausflug zum Strand. Was ein Sternenhimmel! Sowas habe ich noch nicht gesehen! Schaut euch einen klaren Nachthimmel in Deutschland an und gebt noch mal genauso viele Sterne drauf….herrlich: Strand, über einem dieser Himmel und das Wellenrauschen: Ich hätte nicht das geringste Problem gehabt, am Strand einzuschlafen. Da wir uns dann aber doch nicht mit den Gezeiten anlegen wollten, haben wir vorm Hostel noch ne halbe Stunde gequatscht (naja, mehr der Promillezahl in uns Worte verliehen) und sind dann gegen dreiviertel zwei wie die Steine ins Bett gefallen, Augen zu und Ruhe, im Hintergrund das Rauschen der Wellen (ein Zimmer direkt am Strand ist echt was Feines, wobei wir auch dieses Mal Glück hatten und trotz des Vierbett-Zimmers zu zweit blieben: also auch keine Gefahr, dass fremdes Schnarchen die Geräuschkulisse vom Meer übertönt ;-)). Heute Morgen aufgewacht und wieder: Das Meer! Zusammengepackt, am Strand gefrühstückt, ausgecheckt und voller Erlebnisse zurück nach Brisbane, fest entschlossen, das bald wieder zu machen. Für Stradbroke gilt: Daumen hoch!

Die besten Schnappschüsse werden nachgereicht, ich treffe mich morgen mit Mathilde zum Datenaustausch. Hoffentlich ist dann auch unser Sonnenbrand ein wenig abgeklungen. Mathilde hat es noch schlimmer erwischt als mich, da es bei mir nur die Stellen betrifft, wo die Creme nicht hinkam. Ist jetzt in jedem Fall ein chaotisches Gesamterscheinungsbild mit zahlreichen Formen und Farben :-). Und auch ein wenig Autschi. Aber das war es wert.

Mittwoch, 7. November 2007

Keine Sorge, mir geht’s gut

Hach, was bin ich raus….habe gerade 2 Stunden geschlafen, noch voll fertig vom Pferderenntag! Außerdem kam heute der Dienstplan für nächste Woche…auch nur einen Tag frei. Muss mal mit Mathilde reden, eigentlich wollten wir gemeinsam nach Straddie fahren für zwei Tage. Sie wäre ja auch mit nem Tagestripp zufrieden aber ich finde es fast zu kurz. Ansonsten hier mal kurz der fotografische Beweis, dass ich durchaus überlebensfähig bin und auch Reste sehr stilvoll vertilgen kann. So sah heute mein Mittag aus: Restauflauf, Rührei mit Restei und Schinken aber mit nem Gläschen Wein und in Gesellschaft der Blümchen, die ich gestern mitgebracht habe. Also liebe Omas und Mamas, ich gehe hier nicht vor die Hunde ;-). War heute auch im Cantina und wie vermutet, alles beim Alten. Anett hat sogar mein Deutsch gepriesen. Sehr fein, mal schauen, wann es wieder soweit ist und sie rumnervt ;-). Ansonsten nix Neues, regnet schon wieder und ist auch überraschend kalt (24 Grad).

Dolphin Jo schuldet mir 10 Dollar

Spektakulär so ein Melbourne Cup….und anstrengend. Habe gestern wirklich den ganzen Tag gearbeitet. Aber muss ja auch, wenn es jetzt schon so weit ist, dass ich beim Pferderennen setze ;-). Bin gespannt, wann die ersten Buchmacher mit ihren Schlägern vor der Türe stehen ;-). Na, ganz so arg war es dann doch nicht, habe nur 10 Dollar gesetzt, nachdem mich Kristen davon überzeugt hatte, dass man ja eigentlich wetten muss an einem solchen Tag. Da ich ja von Quoten etc. null Ahnung habe, wurde das Pferd nach viel oberflächlicheren Gesichtspunkten festgelegt. Leider gab es keins mit dem Namen Inga und ein Gaul, der Efficient heißt, ist ja wohl von Anfang an raus aus der Rebeccaschen Betrachtung (Wer braucht schon Effizienz!? Da könnte man das Vieh ja gleich Prozessoptimierung nennen!). Nunja, es wurde also Dolphin Jo….Kurz nach zwei ging dann das große Rennen los und ich vermute mal, circa 80 Prozent der australischen Bevölkerung saßen vor der Glotze. Naja, also viele Pferde auf viel Rasen und ich ohne den leisesten Schimmer. Irgendwann war dann Dolphin Jo in der Wertung mit der Zwischenzeit am unteren Bildrand zu lesen….Auf Platz vier (bei den ersten dreien gibt es Kohle)! Jetzt wurde die Sache interessant. Ich sah mich schon an phänomenalen Stränden Millionen verprassen! Fulminanter Schlusssprint und Dolphin Jo immer vorne mit dabei, inzwischen an zweiter Stelle, hui wie aufregend! Zieleinlauf und…..nix. Ich habe keinen Schimmer was passiert ist aber der zweite Platz, den eigentlich Dolphin Jo hatte, war bei der Anzeige ausgeixt. Sowas…..Mist! Was genau passiert ist muss ich nachher erst mal im Internet recherchieren. Kurz nach dem Rennen blieb keine Zeit für Ursachenforschung da dann jeder was zu Trinken bestellen wollte und ich voll und ganz ausgelastet war. So ging der Tag echt schnell rum, meine Güte, wie viele Besoffene! Hihi…Die Belegschaft hat dann nach Dienstschluss noch ein wenig auf der Dachterrasse gefeiert. Echt alles supernette Leute, Fox fetzt! Gegen elf habe ich mich dann auf den Heimweg begeben und bin wie ein Stein ins Bett geplumpst. Jetzt wasch ich grade Bettzeug und muss auch gleich schon wieder zur Mittagsschicht. Will gar nicht raus, regnet schon die ganze Zeit….Noch zum Rückblick: Abendessen am Montag verlief zur allseitigen Zufriedenheit und ich bin mehrfach gelobt worden für das Essen. Hat aber auch alles gut geklappt und war echt ein schöner Abend. Inzwischen (2 Tage später) riechen meine Hände auch nicht mehr nach Knoblauch und Fisch ;-) (das ist echt der Nachteil bei solchen Rezepten) und ein Stück vom Auflauf ist sogar noch da. Werde ich nachher verputzen. So sehen im Übrigen 1,5 Kilo Lachs in der Auflaufform aus. Jetzt bin ich erstmal wieder raus aus der Kochnummer :-). So, muss mal in die Puschen kommen. Bis bald!

P.S. Achja, fast vergessen: Ihr wollt ja sicher wissen, wer das Rennen gewonnen hat?! Efficient natürlich!!!! :-)

Sonntag, 4. November 2007

Just call me Inga!

Das war wohl das Motto der Woche. Ich kann es mir nicht wirklich erklären aber dies scheint mein neuer Spitzname zu sein. Angefangen hat alles mit Pauli, einem Koch aus dem FOX, der mich von Anfang an so genannt hat. Ich habe ihm zwar schon mehrmals erklärt, dass mir bei dem Namen Inga zuallererst eine Blondine in den Sinn kommt (vielleicht bin ich da auch zu sehr geprägt, schließlich kenne ich nur eine Inga und das Bild hat sich bei mir festgesetzt, an dieser Stelle Grüße nach Stuttgart!, aber aus unerfindlichen Gründen verbinde ich Inga mit Skandinavien und finde, der Name passt nicht zu dunklen Haaren): Irgendwie hat die Argumentation nicht gewirkt und das Gespräch immer nur mit den Worten geendet: Wenn ich halt nicht wie Inga aussehe, reden tu ich so! ;-) Bis dahin war das ja nur eine kleine Episode meines Daseins und nicht weiter berichtenswert. Zum Running-Gag hat sich die Sache entwickelt, als mich diese Woche auch Gäste mit der gleichen Begründung so genannt haben, ohne von Pauli zu wissen. Kristen, meine Kollegin (ne ganz ne Nette), ist Mittwoch fast vor Lachen gestorben als sie von einem Tisch zurück kam, an dem sie nachfragen wollte, ob noch jemand was zu trinken möchte und nur zur Antwort bekam: „Das hat Inga schon vor zwei Minuten wissen wollen!“ Aus dem Nichts heraus….Inzwischen überlegen die lieben Kollegen aus dem Fox, ob sie mir ein T-Shirt drucken lassen: Just call me Inga! ;-). Und es vergeht keine Schicht, bei der ich nicht mindestens ein „INGA“ vor den Latz geknallt bekomme. Und inzwischen reagier ich auch schon drauf *grins*. Also Fox macht meist wirklich Spaß, gut, ab und zu auch mal nicht aber das ist ja normal. Gleiches gilt für das Cantina. Heute habe ich mich schon mächtig geärgert über meine Chefin. Irgendwie ist sie sonntags immer komplett hinüber (was ihr ja auch keiner übelnimmt, sie schuftet bestimmt 60 Stunden die Woche und klar ist es dann mal vorbei mit der guten Laune und man ist nur noch fertig, mein vollstes Verständnis). Aber der Spaß hört dann auf, wenn sie mich als Ziel ausmacht und nur noch auf mir rumhackt. Es war heut mal wieder soweit, dass sie mich dumm angemacht hat, dass im Anschluss selbst die anderen gefragt haben, ob ich „allright“ bin und meinten, ich soll mir nichts draus machen. Wenn das nicht gewesen wär’, hätte ich glaube ich heute echt die Nase voll gehabt. Irgendwie scheint es ihr dann auch selbst aufgefallen zu sein, dass sie sich im Ton vergriffen hat, und wenn auch keine Entschuldigung kam, war sie danach zumindest wieder freundlicher. Bin mal gespannt, wie sie Mittwoch (da ist immer Zahltag) drauf ist. Erfahrung hat gezeigt, dass sie sich dann meist wieder einkriegt und alles ok ist. Und selbst wenn: Wenn sie der Meinung ist, dass wir nicht zusammen können, soll sie mich halt feuern, ist ja ihr Laden. Wäre auch nicht soooo dramatisch, da sie mich damit nicht in den Ruin stürzt…nur schade. Aber ich glaube, so weit kommt es nicht. Wir werden sehen. In jedem Fall braucht es schon mehr als eine mobbende Anett, um mich (für längere Zeit, anfangs war ich schon recht angepisst) aus dem Gleichgewicht zu bringen. Nun ist ja erstmal ein Tag frei, wobei richtige Erholung liegt nicht an: Werde morgen putzen, einkaufen und kochen. Hoffentlich wird es ein schöner Abend, Essen ist für 19 Uhr angesetzt. Jetzt noch ein wenig Internetkram erledigen (wieder Buchen für den Urlaub, yipiieh!) und dann mal den Sonntag langsam ausklingen lassen. Bin ganz schön erledigt. In diesem Sinne: Gute Nacht.