…und das sowohl persönlich als auch national. Gestern war hier Regierungswahl und nach wasweißichwieviel Jahren gab es einen Wechsel. Die Labour-Partei hatte einen Durchmarsch und John Howard ist somit nicht mehr erster Mann von Australien. Egal, Politik hin oder her. Viel mitbekommen habe ich eh nicht von der ganzen Geschichte, da ich selbst die ganze Zeit gearbeitet habe. Reguläre 38-Stunden-Woche und so geht es morgen gleich weiter. Aber ich will ja schließlich auch bald die rosarote Kuh fliegen lassen und kann jede Stunde gebrauchen. Und Beschäftigung gibt es derzeit genug. Jetzt geht es langsam los mit Weihnachtsfeiern, letzten Freitag war die erste im Fox. Ist schon seltsam, 30 Grad im Schatten und die singen Weihnachtslieder. In diesem Sinne war unsere eigene Familienparty im August also die ideale Vorbereitung. Die Stadt ist auch schon komplett geschmückt: Engelchen und Palmen, was ein Anblick, recht befremdlich. Aber ich will mich ja nicht beschweren ;-). Die Zeit geht hier einfach wahnsinnig schnell vorbei, was im Moment nur gut ist, da bald Urlaub. Auf der anderen Seite muss ich mir nach der Rückkehr im Januar/Februar auch langsam Gedanken machen, wie es nach meiner Auszeit auf heimischen Boden weitergehen soll. Aber naja, jetzt ist erstmal Advent. Habe am Donnerstag fast überlegt, ob ich mir – rein aus Tradition – einen Schoki-Kalender kaufen soll. Aber da wir ja hier keine Klimaanlage haben, fiel die Entscheidung negativ aus. Ist also das erste Weihnachten ohne einen, aber ich bin ja auch schon groß *snief* (nächstes Jahr sicher wieder ;-)). Das erste Weihnachtsgeschenk gab’s auch schon: Habe heute mitbekommen, dass für Anett – die biestige Chefin vom Cantina – die letzte Woche läuft. Sie hat ihren Anteil verkauft und die neue ist echt lieb, mit dem Rest komm ich ja sowieso gut klar. Gedenke also, meine Tätigkeit auch 2008 fortzusetzen, wobei mir das frühe Aufstehen am Wochenende schon immer ein wenig wehtut. Aber ich weiß ja, wofür ich dieses Opfer bringe. Jetzt brauche ich erstmal nen kleinen Powernap, um wieder auf die Beine zu kommen. Man liest sich, ich weiß allerdings noch nicht wann.
Sonntag, 25. November 2007
Dienstag, 20. November 2007
Pardey, Pardey, Pardey
Hier noch ein Bild der Partycrowd, aufgenommen in der Endphase des Abends, aber die Gesichter sprechen da wohl für sich. ;-)
Donnerstag, 15. November 2007
Freizeitstress ist gar kein Ausdruck....
Dienstag, 13. November 2007
Blue Monday: Stradbroke Island
Aber es kam ganz anders. Nachdem der Felsen erkraxelt und ein paar Fotos gemacht waren, kamen wir ins Gespräch mit Quentin. Als wir von ihm wissen wollten, welche Plätze zu empfehlen seien, hat er spontan angeboten, uns ein wenig die Gegend zu zeigen. Um das Bild, das ihr jetzt möglicherweise von ihm habt, ein wenig gerade zu rücken: Quentin ist 60 Jahre alt und im Ruhestand, nachdem er sein Leben lang für den Fernsehsender ABC Dokumentarfilme gedreht hat, lebt in Brisbane und kommt circa alle drei Monate nach Stradbroke, wo Freunde von ihm ein Haus haben. Dieser Mensch ist einfach einzigartig: Er erwies sich als großartiger Tourguide und wir haben fast den ganzen Tag mit ihm verbracht und uns prächtig unterhalten. Mit seinem Insiderwissen (und dem Auto ;-)), haben wir möglicherweise mehr von der Insel gesehen als viele Einheimische. Nach Frenchman’s Beach, Deadman’s Beach und Main Beach ging es auf den Gorge Rundweg. Ein Ausblick schöner als der nächste.
Die ersten zwei Stunden waren im Nu um und unsere Kameras glühten vor Belastung. Da es bis zur Ebbe noch ein wenig Zeit war, machten wir für ne halbe Stunde bei ihm in der FeWo halt, haben Kaffee getrunken und Sandwiches verputzt, und anschließend hat er uns noch kurz zum Einchecken zum Hostel gefahren. Dann war es vier Uhr: Low Tide. Beste Gelegenheit für eine Allrad-Tour am Strand. Was ein Gaudi, Jeep auf Sand ist einfach unschlagbar. Nachdem der Flinders Beach unsicher gemacht war, ging es weiter mit der Inselrundfahrt – über die wildesten Pfade und durch Wasserlöcher bis zum Eighteen Mile Sumpf, ein Süßwassersee inmitten der Insel wie er klarer und idyllischer nicht sein könnte….
und kein Mensch außer uns! Gegen sechs waren wir wieder am Hostel und keinen Schritt weiter damit, Quentin zu überzeugen, dass wir ihn im Ausgleich für diese Tour gerne zum Abendessen einladen möchten. Da war einfach nix zu machen: Er beharrte darauf, dass er unsere Gesellschaft genossen hat, eh nix anderes vorhatte und froh ist, wenn es uns gefallen hat. Zumindest konnten wir ihm die Mail-Adresse aus dem Kreuz leiern, um ihm nach Rückkehr Fotos zu schicken. Am Hostel haben wir dann erstmal kurz verschnauft und die ganzen Erlebnisse wirken lassen. Pünktlich zum Sonnenuntergang standen wir allerdings schon wieder Gewehr (in unserem Fall die Kamera)
bei Fuß am Strand: immer noch traumhaft und menschenleer, dass wir ausgiebig umhertollen und rumposen konnten ;-). Der Hunger hat uns schließlich eingeholt und nach kurzer Dusche sind wir Quentins Rat gefolgt und zum Bowls Club gepilgert: Wie versprochen fanden wir dort gutes, billiges Essen…..und Quentin! :-) Als Trio wieder vereint haben wir den Abend mit Kalamari, Beer Battered Ocean Pride (lecker Fisch) und Wein zelebriert (zumindest da konnten wir Quentin überzeugen, ein Glas auf unsere Kosten mitzutrinken). Mehr war allerdings nicht drin, weil er immer noch mit dem Auto unterwegs war. Er hat uns schließlich vorm lokalen Pub abgesetzt und wir haben bei einem Jug Bier zu zweit auf alle diese großartigen Menschen, denen man hier überdurchschnittlich häufig begegnet, angestoßen.
Zurück zum Hostel, mit den anderen Backpackern (Olaf aus Hannover, Marco aus Venedig und Richard und Sebastian aus Leiden) noch ein wenig geschnabbelt und getrunken und dann als krönender Abschluss des Tages noch ein letzter Ausflug zum Strand. Was ein Sternenhimmel! Sowas habe ich noch nicht gesehen! Schaut euch einen klaren Nachthimmel in Deutschland an und gebt noch mal genauso viele Sterne drauf….herrlich: Strand, über einem dieser Himmel und das Wellenrauschen: Ich hätte nicht das geringste Problem gehabt, am Strand einzuschlafen. Da wir uns dann aber doch nicht mit den Gezeiten anlegen
wollten, haben wir vorm Hostel noch ne halbe Stunde gequatscht (naja, mehr der Promillezahl in uns Worte verliehen) und sind dann gegen dreiviertel zwei wie die Steine ins Bett gefallen, Augen zu und Ruhe, im Hintergrund das Rauschen der Wellen (ein Zimmer direkt am Strand ist echt was Feines, wobei wir auch dieses Mal Glück hatten und trotz des Vierbett-Zimmers zu zweit blieben: also auch keine Gefahr, dass fremdes Schnarchen die Geräuschkulisse vom Meer übertönt ;-)). Heute Morgen aufgewacht und wieder: Das Meer! Zusammengepackt, am Strand gefrühstückt, ausgecheckt und voller Erlebnisse zurück nach Brisbane, fest entschlossen, das bald wieder zu machen. Für Stradbroke gilt: Daumen hoch!
Die besten Schnappschüsse werden nachgereicht, ich treffe mich morgen mit Mathilde zum Datenaustausch. Hoffentlich ist dann auch unser Sonnenbrand ein wenig abgeklungen. Mathilde hat es noch schlimmer erwischt als mich, da es bei mir nur die Stellen betrifft, wo die Creme nicht hinkam. Ist jetzt in jedem Fall ein chaotisches Gesamterscheinungsbild mit zahlreichen Formen und Farben :-). Und auch ein wenig Autschi. Aber das war es wert.
Mittwoch, 7. November 2007
Keine Sorge, mir geht’s gut
So sah heute mein Mittag aus: Restauflauf, Rührei mit Restei und Schinken aber mit nem Gläschen Wein und in Gesellschaft der Blümchen, die ich gestern mitgebracht habe. Also liebe Omas und Mamas, ich gehe hier nicht vor die Hunde ;-). War heute auch im Cantina und wie vermutet, alles beim Alten. Anett hat sogar mein Deutsch gepriesen. Sehr fein, mal schauen, wann es wieder soweit ist und sie rumnervt ;-). Ansonsten nix Neues, regnet schon wieder und ist auch überraschend kalt (24 Grad).
Dolphin Jo schuldet mir 10 Dollar
So sehen im Übrigen 1,5 Kilo Lachs in der Auflaufform aus. Jetzt bin ich erstmal wieder raus aus der Kochnummer :-). So, muss mal in die Puschen kommen. Bis bald! P.S. Achja, fast vergessen: Ihr wollt ja sicher wissen, wer das Rennen gewonnen hat?! Efficient natürlich!!!! :-)
Sonntag, 4. November 2007
Just call me Inga!
Das war wohl das Motto der Woche. Ich kann es mir nicht wirklich erklären aber dies scheint mein neuer Spitzname zu sein. Angefangen hat alles mit Pauli, einem Koch aus dem FOX, der mich von Anfang an so genannt hat. Ich habe ihm zwar schon mehrmals erklärt, dass mir bei dem Namen Inga zuallererst eine Blondine in den Sinn kommt (vielleicht bin ich da auch zu sehr geprägt, schließlich kenne ich nur eine Inga und das Bild hat sich bei mir festgesetzt, an dieser Stelle Grüße nach Stuttgart!, aber aus unerfindlichen Gründen verbinde ich Inga mit Skandinavien und finde, der Name passt nicht zu dunklen Haaren): Irgendwie hat die Argumentation nicht gewirkt und das Gespräch immer nur mit den Worten geendet: Wenn ich halt nicht wie Inga aussehe, reden tu ich so! ;-) Bis dahin war das ja nur eine kleine Episode meines Daseins und nicht weiter berichtenswert. Zum Running-Gag hat sich die Sache entwickelt, als mich diese Woche auch Gäste mit der gleichen Begründung so genannt haben, ohne von Pauli zu wissen. Kristen, meine Kollegin (ne ganz ne Nette), ist Mittwoch fast vor Lachen gestorben als sie von einem Tisch zurück kam, an dem sie nachfragen wollte, ob noch jemand was zu trinken möchte und nur zur Antwort bekam: „Das hat Inga schon vor zwei Minuten wissen wollen!“ Aus dem Nichts heraus….Inzwischen überlegen die lieben Kollegen aus dem Fox, ob sie mir ein T-Shirt drucken lassen: Just call me Inga! ;-). Und es vergeht keine Schicht, bei der ich nicht mindestens ein „INGA“ vor den Latz geknallt bekomme. Und inzwischen reagier ich auch schon drauf *grins*. Also Fox macht meist wirklich Spaß, gut, ab und zu auch mal nicht aber das ist ja normal. Gleiches gilt für das Cantina. Heute habe ich mich schon mächtig geärgert über meine Chefin. Irgendwie ist sie sonntags immer komplett hinüber (was ihr ja auch keiner übelnimmt, sie schuftet bestimmt 60 Stunden die Woche und klar ist es dann mal vorbei mit der guten Laune und man ist nur noch fertig, mein vollstes Verständnis). Aber der Spaß hört dann auf, wenn sie mich als Ziel ausmacht und nur noch auf mir rumhackt. Es war heut mal wieder soweit, dass sie mich dumm angemacht hat, dass im Anschluss selbst die anderen gefragt haben, ob ich „allright“ bin und meinten, ich soll mir nichts draus machen. Wenn das nicht gewesen wär’, hätte ich glaube ich heute echt die Nase voll gehabt. Irgendwie scheint es ihr dann auch selbst aufgefallen zu sein, dass sie sich im Ton vergriffen hat, und wenn auch keine Entschuldigung kam, war sie danach zumindest wieder freundlicher. Bin mal gespannt, wie sie Mittwoch (da ist immer Zahltag) drauf ist. Erfahrung hat gezeigt, dass sie sich dann meist wieder einkriegt und alles ok ist. Und selbst wenn: Wenn sie der Meinung ist, dass wir nicht zusammen können, soll sie mich halt feuern, ist ja ihr Laden. Wäre auch nicht soooo dramatisch, da sie mich damit nicht in den Ruin stürzt…nur schade. Aber ich glaube, so weit kommt es nicht. Wir werden sehen. In jedem Fall braucht es schon mehr als eine mobbende Anett, um mich (für längere Zeit, anfangs war ich schon recht angepisst) aus dem Gleichgewicht zu bringen. Nun ist ja erstmal ein Tag frei, wobei richtige Erholung liegt nicht an: Werde morgen putzen, einkaufen und kochen. Hoffentlich wird es ein schöner Abend, Essen ist für 19 Uhr angesetzt. Jetzt noch ein wenig Internetkram erledigen (wieder Buchen für den Urlaub, yipiieh!) und dann mal den Sonntag langsam ausklingen lassen. Bin ganz schön erledigt. In diesem Sinne: Gute Nacht.
