Montag, 29. Oktober 2007

Ein Stück Heimat

Ok, richtig vermutet: Die Tatsache, dass ihr das jetzt lest, deutet glasklar darauf hin, dass ich mich in meinem Zimmer am Rechner befinde und nicht an irgendeinem tollen Strand rumassel’ und meinen inzwischen nicht mehr ganz so weißen Bauch der Sonne entgegenstrecke. Aber hey, mit Sonne ist heut’ auch nicht viel und ich würde mich nur ärgern, so früh aufgestanden so sein, wenn ich es entgegen aller Wetterberichte doch durchgezogen hätte. Man muss auch warten können ;-)….Hatte das Unterfangen ja gestern Abend schon aufgegeben als es tierisch mit regnen und blitzen angefangen hat. Und richtig, als ich heute gegen sechs (die Zeit, zu der ich eigentlich das Bett hätte verlassen müssen) kurz aufgewacht bin und aus dem Fenster geblinzelt habe und es immer noch in Strömen vom Himmel runterkam und alles dicht war mit Wolken, wusste ich: korrekte Entscheidung. Habe den Tag in diesem Moment zum Chill-Tag erklärt und gleich mal bis zehn gepennt. Dann Frühstück im Bett (naja Frühstück: halt Kaffee und Müsli) mit einem neuen Buch aus Kathys Repertoire, inzwischen das fünfte. Achja, gleich mal zur Warnung an Freunde und Familie: Wenn ich in 15 Jahren, aus welchen Gründen auch immer, noch Single sein sollte, dann verzichtet bitte darauf, mir Romane zu schenken, deren einziges Thema es ist, wie Über-30-Jährige verzweifelt humorvoll versuchen, ihren Mr. Right zu finden. So geht es Kathy, also nicht mit der ruhelosen Suche nach dem Mann fürs Leben (ganz im Gegenteil, sie ist ein glanzvolles Beispiel an innerer Zufriedenheit mit ihrem Leben an sich, vorbildhaft!) aber mit den umgebenden Menschen, die ihr das vielleicht nicht so ganz abnehmen oder sie mit solchen Pseudo-Selbsthilfebüchern aufziehen wollen ;-). Also: Vergesst es am besten gleich!!! ;-) Unterhaltsam sind diese Werke aber allemal, werde wohl nächsten März alles durchhaben, was Kathys Bibliothek zu bieten hat ;-). Inzwischen habe ich die Lektüre aber zur Seite gelegt und mich (zögernd) dazu aufgerafft, wieder am Alltag teilzunehmen und mein Bett zu verlassen. Kurzer Schwatz mit Kathy, `ne Runde Freecell und hier bin ich: Isch blogge! Kurzer Rückblick auf die letzten Tage: Nix Spektakuläres, hauptsächlich mit Arbeiten beschäftigt. Das Spannende sind ja eh in erster Linie die Tage, an denen ich frei habe :-). Und so fange ich mal mit gestern Nachmittag an, als die Sause (mein Wochenende) losging. Erst sah es ja ganz danach aus, als ob nicht mehr viel gehen würde außer allein auf der Bude abhängen. Doch plötzlich: Telefon! und der Tag nahm eine erfreuliche und nicht-vorgesehene Wendung. Christian war dran, ganz überrascht, dass ich nicht arbeiten muss (Warum hören Männer eigentlich nie richtig zu? Hatte ihm vorher schon zweimal erzählt, dass ich ab Sonntag gegen zwei immer frei habe!), und wir haben erstmal verabredet, dass er auf ne Runde Pool vorbeikommt. 20 Minuten später war er da und ab ging’s ins kühle Nass – So ein eigenes Planschbecken ist echt was Feines, habe in letzter Zeit viel zu selten davon Gebrauch gemacht. Dann noch ein wenig auf der Liege abgemattet und gelesen, er: 1984 von Orson Welles (meine Güte wie intelektuell ;-)), ich: die Women’s Health, die ich am Samstag im Wohnzimmer habe rumliegen sehen :-). Dann Spontan-Entscheidung: Fahrt zum Mt. Coot-tha und anschließend Abendessen bei Christian. Mt. Coot-tha war echt cool, das ist ja der Berg mit Aussichtspunkt vor den Toren Brisbanes: War schon dunkel und es hat mit Gewittern angefangen. So hatten wir super Ausblick auf die Stadt inklusive Skyline und zudem noch die Blitze als Wetterschauspiel. Sehr nett. Aber: Hunger!!!! Also ab nach Auchenflower zu Christians Bude, wo er auch gleich mit Kochen angefangen hat. Der Gute hatte nach dem Fußball eine deutsche Bäckerei ausfindig gemacht in der es unter anderem auch Sauerkraut von „Spreewald“ gab, original in Deutschland abgefüllt. Also haben wir (inklusive Mitbewohnerin Tanya) uns den Bauch mit einem Stück Heimat (Kartoffeln, Sauerkraut und Bratwurst) vollgehauen. Njom. Hier schon der dezente Hinweis: Auch wenn ich mir bisher nicht wirklich viel aus Bratwurst gemacht habe und ein ordentliches Rostbrätl immer vorgezogen habe, erwarte ich nach meiner Rückkehr einen mit anständiger Rostbratwurst bestückten Thüros-Grill. Die Vorstellung davon hält mich jetzt schon wach ;-). Huihuihui….Im Moment überlege ich grade, was ich heute noch so anstellen kann. Werde wohl mal Ordnung in meine Reiseunterlagen für Dezember bringen und meine Tauchkenntnisse wieder ein wenig auffrischen, damit ich vorbereitet bin, wenn es wirklich soweit ist. Außerdem muss ich noch nach einem Rezept Ausschau halten, da ich nächsten Montag mal wieder zur Köchin und Gastgeberin mutiere. Christian und Tanya sind schon eingeladen und außerdem werde ich noch Sonja und Tobi dazubitten, bei denen ich dieses Versprechen auch endlich einlösen muss. Das stellt meine Hausfrauen-Fähigkeiten echt auf die Probe, da Tobi Vegetarier ist und Tanya eine Milch-Allergie hat. Muss mal schauen, was ich da zusammenbrauen kann, um allen gerecht zu werden. Dachte an Fisch. Hoffentlich wird das kein Desaster. Mal sehen, was das Internet so an Rezepten bereithält. Melde mich dann vielleicht später noch mal.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Am meisten beneide ich dich wegen der Sonne. Von dem Temperaturen nicht so, aber die Sonne...hier ists immer ziemlich trist. November eben...

Mal schauen was sich wegen der Würstchen arrangieren lässt...ich meine...zu dem Zeitpunkt ist ja Grill-Hochsaison...

Anonym hat gesagt…

Also, am 12.7.08 steigt die Party bei Haserts, haltet den Termin frei. Das gilt für alle, die mit der Rückkehr etwas zu feiern haben.
Tina

Rebecca hat gesagt…

Ohoh, na da bin ich aber mal gespannt. ;-)