Montag, 15. Oktober 2007
Deutsches Liedgut in der Ferne
Meine Güte, jetzt wird es echt akut. Habe mich eben dabei erwischt, wie ich nicht nur Freecell spiele sondern zudem auch noch Fetenhits „Schlager“ höre. Und sogar Gefallen daran finde…eieieiei!: Und nach dem ersten Schreck komme ich echt ins Philosophieren und entdecke ganz andere Nuancen dieser Rhythmen. Wenn man die Liedchen (und dabei meine ich das volle Programm – von Alexandra bis Wencke Myhre!!!) sonst zu irgendwelchen lokalen Tanzevents mit einigen Bier und Schnapps im Kessel lautstark mitgrölt, ist man ja froh, wenn die Texte noch einigermaßen stimmen. Die geistige Verarbeitung des Inhalts kommt da meistens zu kurz oder ist schlicht und ergreifend aufgrund des Pegels gar nicht mehr möglich, dabei steckt darin das eigentliche Feierpotential. Um nur mal einige Beispiele anzuführen (ihr seht, ich habe mich damit ernsthaft auseinandergesetzt und aufmerksam zugehört!): Wie singt Dorthe (ein Name, den ich vorher auch noch nie vernommen habe – danke liebe Fetenhits-Redaktion!) in ihrem Lied: „Ach wärst du doch in Düsseldorf geblieben" (das kommt mir schon eher bekannt vor) so schön? „Gleich als ich ihn kommen sah, dachte ich: ‚Was will der da?’ […] Und er setzte sich aufs Pferd, doch das Pferd, das war verstört.“. Ist das nicht eine Perle deutschen Gedankenguts? Hauptsache es reimt und das tut es ja! Großartig. Und so geht es auch gleich weiter. Was will uns der Autor dieses Textes sagen: „Ramona, zum Abschied sag ich dir Goodbye.“? Vielleicht, dass er der englischen Sprache doch mächtig ist und dies ein erstes Aufbäumen gegen das Deutsche ist? Schließlich ist es ja meist so, dass deutsche Schlagermelodien mit englischen Texten nicht mehr als Schlager gelten sondern Popmusik sind! Ist das also eigentlich gar kein Schlager, allein aufgrund des Anglizismus, und damit deplaziert auf dieser CD-Zusammenstellung? Oder ist dies ein genialer Schachzug des Musikverlages, weil dieses Lied der CD den internationalen Touch gibt und sie somit auch auf dem globalen Markt abzusetzen ist? Es hätte ja schließlich auch ein „Auf Wiedersehen“ oder „Tschö“ getan…Fragen über Fragen. Viel durchschaubarer ist da schon die Ausdrucksweise von Roland Kaiser: „Manchmal möchte ich schon mit dir eine Nacht das Wort ‚Begehren’ buchstabieren“. Da bleibt nicht wirklich viel Spielraum zum Interpretieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass besagtem Künstler in besungener Situation der Sinn nach Buchstabierwettbewerben steht. Aber ich wäre ja zu gern dabei, wenn er einer Frau (oder einem Mann, bin da ja nicht voreingenommen, und wer kennt schon die Vorlieben vom Roland?) dieses Angebot macht (egal ob in der Gegenwart oder vor hundert Jahren als der Titel entstand). Und noch mehr gespannt wäre ich auf die Reaktion der oder des Angesprochen…vielleicht: „Verpiss dich! Und jetzt buchstabier’ das du Schleimbeutel!“ Hach welch eine Freude. Da ist eine solche Geschichte doch heutzutage in der Jugendsprache viel einfacher zu erledigen, da reicht ein einziges Wort als Frage. Naja, ich drifte ab und außerdem will ich euch nicht zuviel Spaß vorwegnehmen, macht euch euer eigenes Bild! Ich lege echt jedem ans Herz, mal in die Fetenhits „Schlager“ konzentriert reinzuhören, es lohnt sich. Demnächst werde ich wohl damit anfangen, Weihnachtslieder zu hinterfragen…. Von diesen mentalen Aussetzern mal abgesehen, bin ich gut in die neue Woche gestartet. Das anstrengende Wochenende – und das war es – ist vergessen. Der Plan für die Woche steht. Bin inzwischen mit Putzen und Waschen fertig, werde dann noch ein wenig mailen und Mittagessen (das Wort Nachmittagessen gibt es ja leider nicht, wobei das die Sache eher trifft) kochen. Heute Abend will ich endlich mal wieder Laufen, das ist in letzter Zeit ein bisschen sehr kurz gekommen, obwohl ich so motiviert damit angefangen habe. Dann ist der Montag auch schon um. Morgen ist großer Kündigungstag im Black Forest, so gegen High Noon (ich hoffe, die Schlacht geht zufriedenstellend für mich aus). Dann in die City und die Planung für Mittwoch (da geht’s dann endlich in den Australia Zoo, so es das Schicksal will!!!) erledigen und abends bin ich mit Mathilde, der Französin bei der ich seinerzeit zur Party war, zum Umtrunk im West End (Insider: Ja Alex, WEST END!!!) verabredet. Ansonsten lasse ich mich mal so treiben, ab Donnerstag heißt es dann wieder Geldverdienen, diesmal im Fox. Mal schauen, wann ich mich hier wieder melde. An dieser Stelle ende ich erstmal mit den Worten: „Black Forest, zum Abschied sag ich dir ‚Goodbye’. Dummdumm, dammdamm, humpahumpahee.“
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2 Kommentare:
Hi baby,Handy-Vertrag gefunden und ich wurde auch bei bkk fündig.Kümmern uns.Schöne Woche!
By Tina
Vergiss nicht ricky und rosi!!!
(hab jetzt schon länger nach dem lied gesucht aber nix gefunden, auch keine lyrics. falls ich was finde, reiche ich es nach! *G*)
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