Mittwoch, 31. Oktober 2007

Wo ist nur meine Freizeit hin?

Arrrghhh, konnte grade noch mal abwenden, dass ich nächsten Montag arbeiten muss. Das wäre dann der letzte freie Tag gewesen. Aber gottseidank habe ich jemanden zum Tauschen gefunden. Ansonsten wär’s echt eng geworden. Nicht allein, dass ich zumindest gerne einen Tag die Woche hätte, an dem ich nicht arbeiten muss, nein, ich habe ja auch schon das Abendessen geplant und die Leute eingeladen. Das wäre echt dumm geworden, jetzt wieder alle auszuladen. Aber so, wie es sich andeutet, kann ich mich den restlichen Monat November nicht über zu wenig Beschäftigung beschweren: Das Fox scheint mich voll und ganz auszulasten, so dass ich meine Tripps ins Umland wohl erstmal vertagen muss. Ich glaube nicht, dass ich in den nächsten Wochen zwei Tage am Stück frei habe. Muss mich jetzt auch mal kümmern, dass ich das mit meinen Steuern geregelt bekomme. Hier ist es so, dass man einen Job ohne Abgaben (abgesehen von den Rentensachen, die man hier immer zahlt) machen kann, alles darüber hinaus wird versteuert mit rund 30 Prozent. Derzeit liegt die Sache so, dass ich den Job im Cantina als steuerfrei gemeldet habe, weil ich ja nicht wusste, wie sich das andere so entwickelt. Da komme ich aber maximal auf 12 Stunden, während ich im Fox um die 20 (jetzt sicher noch mehr) Stunden acker, auf die ich Steuern bezahle. Dumm für mich natürlich. Muss mich die nächsten Tage mal darum kümmern, dass ich das tauschen kann. Ein Aufwand, aber was tut man nicht alles für ein paar Öcken mehr zum Ausgeben. Meine freien Tage sind ja jetzt auch schon wieder rum, das Spektakulärste war das Angeln gestern Abend. Christian, Tobi und Jen haben mich abgeholt und was soll ich sagen: Beim Fischen gibt es eine hauchdünne Grenze zwischen Entspannung und Langeweile, die ich wohl überschritten habe. Bin halt kein Angler. Aber es war dennoch schön, mal rauszukommen. Nächste Woche habe ich ja nur einen Tag frei, der auch schon voll verplant ist. Auf der Gästeliste fürs Abendessen stehen Christian und Mitbewohnerin Tanya, Tobi und Sonja und Jen (aus Rotterdam) und die Speisekarte sieht Lachs-Spinat-Auflauf, Fettuccini und Gorgonzolasauce vor. Tiramisu oder Obstsalat als Nachspeise, ist noch nicht ganz sicher. Bin mal gespannt. Habe gestern im Supermarkt schon gecheckt, ob alle Zutaten vorrätig sind. Wird dann Montag alles frisch gekauft und zubereitet. Und dann wieder arbeiten, geht los am Dienstag mit dem Melbourne-Cup. Verrückt! Das ist einer der wichtigsten Tage in Australien, dabei gibt es nur ein ödes Pferderennen. Tsis *kopfschüttel*….Da bin ich jedenfalls den ganzen Tag eingeplant, rechne mit einer Arbeitszeit von Mittag 12 Uhr bis abends 23 Uhr. Rest der Woche wie gewohnt. Mal schauen, wann der Schichtplan für die Woche darauf feststeht. Ich hoffe, ich kann dann irgendwann auch mal wieder ein wirkliches Highlight bieten. Zumindest zwei sollten schon noch drin sein, bevor es nach Sydney geht. Bis dahin bleibt mir nur das Internet mit den Bildern der Spots, wo ich gern hin will. Als Beispiel mal die Tauschbasis auf Stradbroke Island. Schaut euch die Galerie an…Hammer!

Montag, 29. Oktober 2007

Ein Stück Heimat

Ok, richtig vermutet: Die Tatsache, dass ihr das jetzt lest, deutet glasklar darauf hin, dass ich mich in meinem Zimmer am Rechner befinde und nicht an irgendeinem tollen Strand rumassel’ und meinen inzwischen nicht mehr ganz so weißen Bauch der Sonne entgegenstrecke. Aber hey, mit Sonne ist heut’ auch nicht viel und ich würde mich nur ärgern, so früh aufgestanden so sein, wenn ich es entgegen aller Wetterberichte doch durchgezogen hätte. Man muss auch warten können ;-)….Hatte das Unterfangen ja gestern Abend schon aufgegeben als es tierisch mit regnen und blitzen angefangen hat. Und richtig, als ich heute gegen sechs (die Zeit, zu der ich eigentlich das Bett hätte verlassen müssen) kurz aufgewacht bin und aus dem Fenster geblinzelt habe und es immer noch in Strömen vom Himmel runterkam und alles dicht war mit Wolken, wusste ich: korrekte Entscheidung. Habe den Tag in diesem Moment zum Chill-Tag erklärt und gleich mal bis zehn gepennt. Dann Frühstück im Bett (naja Frühstück: halt Kaffee und Müsli) mit einem neuen Buch aus Kathys Repertoire, inzwischen das fünfte. Achja, gleich mal zur Warnung an Freunde und Familie: Wenn ich in 15 Jahren, aus welchen Gründen auch immer, noch Single sein sollte, dann verzichtet bitte darauf, mir Romane zu schenken, deren einziges Thema es ist, wie Über-30-Jährige verzweifelt humorvoll versuchen, ihren Mr. Right zu finden. So geht es Kathy, also nicht mit der ruhelosen Suche nach dem Mann fürs Leben (ganz im Gegenteil, sie ist ein glanzvolles Beispiel an innerer Zufriedenheit mit ihrem Leben an sich, vorbildhaft!) aber mit den umgebenden Menschen, die ihr das vielleicht nicht so ganz abnehmen oder sie mit solchen Pseudo-Selbsthilfebüchern aufziehen wollen ;-). Also: Vergesst es am besten gleich!!! ;-) Unterhaltsam sind diese Werke aber allemal, werde wohl nächsten März alles durchhaben, was Kathys Bibliothek zu bieten hat ;-). Inzwischen habe ich die Lektüre aber zur Seite gelegt und mich (zögernd) dazu aufgerafft, wieder am Alltag teilzunehmen und mein Bett zu verlassen. Kurzer Schwatz mit Kathy, `ne Runde Freecell und hier bin ich: Isch blogge! Kurzer Rückblick auf die letzten Tage: Nix Spektakuläres, hauptsächlich mit Arbeiten beschäftigt. Das Spannende sind ja eh in erster Linie die Tage, an denen ich frei habe :-). Und so fange ich mal mit gestern Nachmittag an, als die Sause (mein Wochenende) losging. Erst sah es ja ganz danach aus, als ob nicht mehr viel gehen würde außer allein auf der Bude abhängen. Doch plötzlich: Telefon! und der Tag nahm eine erfreuliche und nicht-vorgesehene Wendung. Christian war dran, ganz überrascht, dass ich nicht arbeiten muss (Warum hören Männer eigentlich nie richtig zu? Hatte ihm vorher schon zweimal erzählt, dass ich ab Sonntag gegen zwei immer frei habe!), und wir haben erstmal verabredet, dass er auf ne Runde Pool vorbeikommt. 20 Minuten später war er da und ab ging’s ins kühle Nass – So ein eigenes Planschbecken ist echt was Feines, habe in letzter Zeit viel zu selten davon Gebrauch gemacht. Dann noch ein wenig auf der Liege abgemattet und gelesen, er: 1984 von Orson Welles (meine Güte wie intelektuell ;-)), ich: die Women’s Health, die ich am Samstag im Wohnzimmer habe rumliegen sehen :-). Dann Spontan-Entscheidung: Fahrt zum Mt. Coot-tha und anschließend Abendessen bei Christian. Mt. Coot-tha war echt cool, das ist ja der Berg mit Aussichtspunkt vor den Toren Brisbanes: War schon dunkel und es hat mit Gewittern angefangen. So hatten wir super Ausblick auf die Stadt inklusive Skyline und zudem noch die Blitze als Wetterschauspiel. Sehr nett. Aber: Hunger!!!! Also ab nach Auchenflower zu Christians Bude, wo er auch gleich mit Kochen angefangen hat. Der Gute hatte nach dem Fußball eine deutsche Bäckerei ausfindig gemacht in der es unter anderem auch Sauerkraut von „Spreewald“ gab, original in Deutschland abgefüllt. Also haben wir (inklusive Mitbewohnerin Tanya) uns den Bauch mit einem Stück Heimat (Kartoffeln, Sauerkraut und Bratwurst) vollgehauen. Njom. Hier schon der dezente Hinweis: Auch wenn ich mir bisher nicht wirklich viel aus Bratwurst gemacht habe und ein ordentliches Rostbrätl immer vorgezogen habe, erwarte ich nach meiner Rückkehr einen mit anständiger Rostbratwurst bestückten Thüros-Grill. Die Vorstellung davon hält mich jetzt schon wach ;-). Huihuihui….Im Moment überlege ich grade, was ich heute noch so anstellen kann. Werde wohl mal Ordnung in meine Reiseunterlagen für Dezember bringen und meine Tauchkenntnisse wieder ein wenig auffrischen, damit ich vorbereitet bin, wenn es wirklich soweit ist. Außerdem muss ich noch nach einem Rezept Ausschau halten, da ich nächsten Montag mal wieder zur Köchin und Gastgeberin mutiere. Christian und Tanya sind schon eingeladen und außerdem werde ich noch Sonja und Tobi dazubitten, bei denen ich dieses Versprechen auch endlich einlösen muss. Das stellt meine Hausfrauen-Fähigkeiten echt auf die Probe, da Tobi Vegetarier ist und Tanya eine Milch-Allergie hat. Muss mal schauen, was ich da zusammenbrauen kann, um allen gerecht zu werden. Dachte an Fisch. Hoffentlich wird das kein Desaster. Mal sehen, was das Internet so an Rezepten bereithält. Melde mich dann vielleicht später noch mal.

Sonntag, 28. Oktober 2007

500!!!

Kinderkinder, das wird! Bin gerade am Hin- und Herüberlegen, ob ich morgen nach Stradbroke Island fahren soll oder nicht. Wetterbericht sagt Gewitter voraus aber irgendwie habe ich auch keinen Bock daheim rumzusitzen. Hach, was mach' ich nur? Brauerei-Tour ist bis auf Weiteres verschoben, da Kathy gerne mitmöchte und weil Trinken in Gesellschaft ja mehr Gaudi macht, warte ich natürlich, bis es bei uns beiden mal passt. Die Glückliche fliegt nächste Woche erstmal in Urlaub, eine Woche Japan. Und ich hab sturmfrei und kann's nicht nutzen, da ich aufgrund des Melbourne Cups (6.11.) bis auf Montag jeden Tag arbeiten muss. Ich glaub ich fahr morgen! Regen am Strand ist immer noch besser als Regen in der Stadt. Lasse euch dann wissen, wie die Planung ausgegangen ist.

Mittwoch, 24. Oktober 2007

I’ll be back…

…tatatata, mein Rückflug ist seit heute definitiv. Nachdem die mich letzte Woche bei Emirates fast genötigt haben, so bald wie möglich zu buchen, da mein Tarif – nicht zuletzt aufgrund des Weltjugendtages in Sydney Mitte Juli (immer diese Katholiken!) – recht bald weg sein könnte, habe ich heute meinen Tag des Abschiedes gefixt (schließlich beschleicht mich nicht die geringste Lust, noch draufzuzahlen). Und, bitte Trommelwirbel: Am 11. Juli trete ich die Heimreise an und werde planmäßig am 12. Juli, 13:15 Uhr Ortszeit Frankfurt, meine Füße wieder auf deutschen Boden setzen. Dies ist ein Samstag: Einer möglichen Überraschungs-„Welcome back“-Party *zwinkerzwinker* am Abend steht also nix im Wege und jeder kann am nächsten Tag ausschlafen, was insbesondere meine Wenigkeit einschließt ;-). Zudem ergibt sich so auch die Möglichkeit, dass die Family mich persönlich am Flughafen abholt (wobei ich natürlich auch kein Problem damit hätte, den letzten Part der Reise mit der Deutschen Bahn – so sie denn bis dahin ausgestreikt haben ;-) – anzutreten. Mein Rail and Fly gilt ja immer noch. Und wehe, an diesem Tag scheint keine Sonne! Ich will schließlich noch ein wenig was vom deutschen Sommer haben. Bis Mitte Juli nächsten Jahres heißt es also für mich, soviel wie möglich davon mitzunehmen, was der australische Kontinent zu bieten hat. Und, es sei euch versichert, das werde ich tun!

Dienstag, 23. Oktober 2007

Crikey!!!

Mit Freude und voller Stolz kann ich jetzt berichten, dass ich es endlich geschafft habe, den Programmpunkt Australia Zoo auf meiner To-do-Liste abzuhaken. War wirklich ein 4-Sterne-Tag, der allerdings sehrsehrsehr früh angefangen hat *gähn*. Ich bin um halb sechs aufgestanden und inzwischen totmüde. Ich hoffe, ich kriege noch einen einigermaßen flüssigen Text dahingeknallt. Also, wie gesagt, am Morgen ging es los. Ab in die Stadt, noch fix ein Frühstück bei McDonalds inhaliert und rein in den Zug: Hader und Pelzig gehört und Landschaft geguckt. In Caboolture, Sunshine Coast, musste ich dann von Zug auf Bus umsteigen. Finde ich voll in Ordnung, mag Busfahren eh’ lieber. Inzwischen hatte sich das bombastische Wetter, das sich bereits beim ersten Blinzeln durch die Blenden vom Bett aus angekündigt hatte, voll entfaltet. 28 Grad und strahlendblauer Himmel. Großartig. So muss das sein. Und dazu noch die Glass House Mountains. Die sehen echt spitze aus, hatte ich gar nicht so erwartet. Eben diese sind inzwischen auch in mein Programm mit aufgenommen, da werde ich mich noch mal zum Wandern ranpirschen. Egal, also auf dem Steve-Irvin-Way auf zum Ziel. Wenn ich groß bin, will ich auch mal ´ne eigene Straße haben! An dieser Stelle muss ich mich ja auch gleich für die bisherige Verunglimpfung des Namens entschuldigen, natürlich heißt es Irwin, nicht Irwing, also ohne „g“. Bin jetzt aber auch zu faul, das in den vorherigen Einträgen zu korrigieren. Er wird es mir sicher nachsehen ;-). Pünktlich um neun zum ersten Einlass stand ich jedenfalls vor den Toren des Zoos, um die 50 Dollar Eintritt zu latzen. Naja, das sind immerhin mehr als 30 Euro, aber wenn es der Forschung und dem Tierschutz zu Gute kommt…passt schon. Und rein: Bereits auf den ersten 50 Metern dieses zoologischen Bodens fällt auf, das der gute Steve noch allseits präsent ist. Recht so….immer noch besser als nur Bindie von den Transparenten grinsen zu sehen. Dem armen Kind hat die Natur meiner Meinung ja auch hart zugesetzt: So ein hässliches Ding. Dabei hat es doch `ne chice Mama und Steve ist auch nicht so unattraktiv. Trotzdem gut, dass sie nicht nachtragend ist und sich dennoch dafür einsetzt ;-). Live habe ich leider keinen der überlebenden Crocodile Hunter Family gesehen. Dafür gleich am Anfang ein Wombat gestreichelt. Kann der Zoobesuch besser anfangen? Optimaler Laune bin ich also weitergeschlendert, habe die ersten Crocs gesehen, einen Elefanten namens Bimbo gefüttert und meine Runden durch die Flora und Fauna gezogen. Sehr genial sind auch die Riesenschildkröten, die haben einfach was. Bei den „Salties“ bin ich mir noch nicht ganz sicher: auf der einen Seite sehr faszinierend aber auch gleichzeitig fies zu beobachten. Hundertprozentig klar ist: Die Zoobetreuer haben `nen Knall! Da muss nur mal einer stolpern bei der Show und schwupp, weg ist ein Bein! Ich würde diesen Kreaturen keine 2 Meter über den Weg trauen. Und eins ist auch definitiv: Ich will keinem dieser Viecher in freier Wildbahn begegnen. Der Show an sich muss man bescheinigen, dass sie sehr auf die Einsicht und das ökologische Bewusstsein des Publikums aus ist: Außer der Croc-Vorführung ist der Rest eher harmlos unspektakulär und pädagogisch wertvoll. Neben dem Crocoseum befindet sich auch die Steve-Gedenkmeile. Er war schon ein toller Hecht, ein echter Volksheld. Freu mich schon, wenn die ganzen Wiederholungen im TV laufen. In drei Wochen ist ja sein erster Todestag (15. November). Da gibt es bestimmt einiges im TV, wäre genial, wenn jemand für mich aufzeichnen könnte. Vielen Dank im Voraus. Nach sechs Stunden im Zoo war ich fix und alle und habe mich auf den Heimweg begeben, bin im Zug sogar für 15 bis 20 Minuten weggepennt. War auch rechtzeitig wieder in Brisbane am Bahnhof, um mir noch meine neue Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr zu besorgen. Da muss ich also morgen nicht noch mal extra in die City gurken, sehr fein. Hm, was gibt es noch zu sagen…..achja, vielen Dank für die Kirmesberichterstattung, habe heute mehrmals abgewogen: 5 Grad Kälte und Dorf-Highlight oder knapp 30 und australisches Wildlife….hat wohl beides seine schöne Seiten. Nächstes Jahr werde ich mich zur Kirmes dann wahrscheinlich zurücksehnen nach der Hitze ;-). An dieser Stelle noch ein kleiner Ausblick zu meiner weiteren zeitnahen Planung: Eckpunkte sind Glass House Mountains, Nousa (das ist wieder mit Kathy geplant, ich hoffe, das wird noch vor Weihnachten), Stradbroke bzw. Moreton Island und vielleicht ein zweites Mal Byron, wenn es noch reinpasst (habe inzwischen beschlossen, zuerst dahin zu fahren, wo ich noch nicht war). Freut euch also auf die Berichte. Morgen muss ich allerdings erstmal wieder arbeiten. Und nächste Woche heißt es auch: Kürzer treten und für oben angeführte Ausflüge sparen. Aber da ich mir ja vorgenommen habe, dass ich pro Woche an meinen freien Tagen ein Highlight brauche, ist mir für nächsten Montag oder Dienstag eine Brauereibesichtigung beim Lokalmatador XXXX (FourX) in den Sinn gekommen. Das wird sicher lustig. Melde mich also spätestens nächste Woche zurück, wenn ich aus dem Gärbecken wieder aufgetaucht bin.

Prost *hick* und Hera!

Die Highlights vom Australia Zoo gibt’s hier.

Montag, 22. Oktober 2007

11 Uhr ist Croc O'Clock

Endlich, morgen ist es soweit. Irwings, ich komme! Habe mich gerade entschieden, den Zug um sieben Uhr zu nehmen, muss also halb sechs aufstehen! Sind halt doch zwei Stunden bis Beerwah, aber ich versuche, so viel wie möglich aus dem Tag rauszuholen. Werde mir jetzt noch zwei Bemmen schmieren, duschen gehen, Rucksack packen und einlesen. Und dann bin ich bald zurück mit News aus dem Australia Zoo.

Dienstag, 16. Oktober 2007

Flexibilität ist mein zweiter Vorname

Zoo und ich, das soll einfach nicht sein. War heute schon auf dem Weg in die Stadt, um alles klar zu machen für morgen, da kam der Anruf aus dem Fox: Es ist einer ausgefallen und ob ich nicht die Schichten übernehmen kann. Und da ich ja grundsätzlich nix gegen Geldverdienen habe, sieht mein Arbeitsplan für diese Woche wie folgt aus: Mittwoch/Donnerstag/Freitag die Mittagsschicht und zusätzlich Donnerstag/Freitag/Samstag am Abend im Einsatz. Außerdem noch das Cantina, was ein Spaß. Aber die Devise heißt ja: Mitnehmen was geht! Und so stressig ist es im Fox nun auch nicht. War heute gegen eins vor Ort und da lief’s echt lässig ab. Weniger Einsatz für mehr Kohle als im Black Forest. Wir werden sehen. Habe dann heute auch meine neue Arbeitskleidung bekommen (also das Hemd, eigentlich gehört da noch ´ne weiße Krawatte zu aber die haben sie im Moment nicht da) und – damit ihr auch einen Eindruck bekommt – eben schon mal wild rumgepost. Außerdem hat Ernesto, mein neuer Chef und exzentrischer Italiener, mich im System angemeldet, wilde Sache, die Zeiterfassung läuft über Pin plus Fingerabdruck – ganz großes Kino! Ich hoffe, das funktioniert. Meine „Kündigung“ ist seit Mittag auch erledigt, Eva hat darauf reagiert als hätte ich ihr den Wetterbericht erzählt. Nur: „Ok, ok.“ Das war’s. Bin dann auch noch mal zu Richard und der wollte Gründe wissen, die ich ihm gerne genannt habe. Lief alles sehr entspannt ab und da ist jetzt ein Schlussstrich (geniales Wort, 3 mal s) drunter. Da schon kein Zoo, musste ich also was anderes finden, um mich ein wenig zu belohnen: Shopping! War auch recht erfolgreich und letztendlich habe ich mehr ausgegeben als geplant, aber immer noch weniger als der Zoo gekostet hätte :-). Außerdem hat mir ein Erlebnis in der Stadt mal wieder klar gemacht, dass ich echt hinter dem Mond lebe. Als ich gerade ins Citybeach – dem Szene-Surf- und -Sportladen von Brisbane – wollte, wuselte sich mir schon eine fast 500 Meter lange Schlange entgegen, die ich mal locker hinter mir ließ und ohne Anstehen rein bin, an einem Poster vorbei, auf dem Bam angekündigt wurde. Habe dann erstmal eine der Verkäuferinnen gefragt, was das ganze Chaos bedeutet und wer „Bam“ überhaupt sein soll. Jetzt weiß ich, dass Bam der eine von Jackass ist und ich habe ihn gesehen, ohne Warterei ;-). Total unspektakulär. Da haben mich meine neuen Shirts mehr fasziniert :-). Nunja, muss los, Mathilde wartet sonst.

Dank Vitamin E und dem Black Forest am Herzinfarkt vorbei

Erinnert ihr euch noch an das Foto der Klippen in Byron Bay und meinen Plan, dort tauchen zu gehen? Wäre ja eigentlich grade vor Ort gewesen, wenn ich gleich Samstag im Black Forest gekündigt hätte. Da wollte ich aber nur noch nach Hause in mein Bett und habe diesen Fight auf Dienstag verschoben wodurch es mir nicht möglich war, schon diese Woche nach Byron zum Tauchen und Boogie Boarden zu fahren. Und inzwischen bin ich ja schon ein wenig dankbar dafür. Habe gerade in den Nachrichten gesehen, dass direkt vor den Felsen am Leuchtturm eine Frau vom Hai angefallen worden ist. Und nicht nur irgendeiner: Nein, ein Großer Weißer. Huihuihui, da ging mir schon ein wenig die Muffe und zu meinem unerschütterlichen Tatendrang kommt jetzt auch die Vernunft dazu, dass so was echt nicht zu unterschätzen ist. Wobei ich aus zahlreichen Tierdokus am Sonntag Nachmittag auf RTL2 und Pro7 (nebenbei, ich liebe diese Tierdokumentationen, mehr davon geehrte Programmplaner!, das ist in jedem Fall besser als Casting-Show-Wiederholungen oder Moppel Tine Wittler) ja weiß, dass man so was nicht überbewerten soll. Ist schließlich auch insgesamt glimpflich abgelaufen, die Frau ist wohl auf (wobei eine solche Meldung direkt vor Ort für mich wahrscheinlich noch eine gewaltigere Wirkung gehabt hätte als in 200 km Entfernung). Außerdem hat mir Jaques Cousteau ja beigebracht, dass man in solchen Momenten dem Hai nur auf die Nase boxen muss und er lässt ab (schöne Vorstellung und gut gesagt für ein Mädel aus Mihla, dessen gefährlichstes Unterwassererlebnis ein Karpfen in einigen Metern Entfernung im deutschen Binnengewässer war….ja, ich bin tollkühn ;-)). Letztendlich fürchte ich allerdings weniger die Begegnung an sich, sondern mehr den Herzstillstand, der in diesem Moment für mich wahrscheinlich mit einhergeht. Aber selbst da bin ich ja gerüstet, da ich mich ja gleich zu Beginn meines Australienaufenthaltes vom Pillenwahn hier habe anstecken lassen und inzwischen jeden Tag eine Kapsel Vitamin E aus dem Familienpack zu mir nehme: Für ein gesundes Herz und intaktes Immunsystem. Naja, die Wahrscheinlichkeit einer solchen Situation ist ja grundsätzlich auch eher gering. Aber zumindest bin ich geläutert und versichere allen daheim, die sich Gedanken um die Becci machen, dass ich vorsichtig sein werde bei der Auswahl der Tauchplätze, -anbieter und -partner (die müssen ja nur größer sein und ein lohnenderes Ziel ;-)). Also: No Panic! Lasse mich nicht anknabbern und bleibe auch sonst fit dank Vitamin E! Mache mich jetzt gleich auf ins Black Forest, wobei ich mir nicht sicher bin, ob mir da die Begegnung mit dem Hai nicht vielleicht lieber gewesen wäre.

Montag, 15. Oktober 2007

Deutsches Liedgut in der Ferne

Meine Güte, jetzt wird es echt akut. Habe mich eben dabei erwischt, wie ich nicht nur Freecell spiele sondern zudem auch noch Fetenhits „Schlager“ höre. Und sogar Gefallen daran finde…eieieiei!: Und nach dem ersten Schreck komme ich echt ins Philosophieren und entdecke ganz andere Nuancen dieser Rhythmen. Wenn man die Liedchen (und dabei meine ich das volle Programm – von Alexandra bis Wencke Myhre!!!) sonst zu irgendwelchen lokalen Tanzevents mit einigen Bier und Schnapps im Kessel lautstark mitgrölt, ist man ja froh, wenn die Texte noch einigermaßen stimmen. Die geistige Verarbeitung des Inhalts kommt da meistens zu kurz oder ist schlicht und ergreifend aufgrund des Pegels gar nicht mehr möglich, dabei steckt darin das eigentliche Feierpotential. Um nur mal einige Beispiele anzuführen (ihr seht, ich habe mich damit ernsthaft auseinandergesetzt und aufmerksam zugehört!): Wie singt Dorthe (ein Name, den ich vorher auch noch nie vernommen habe – danke liebe Fetenhits-Redaktion!) in ihrem Lied: „Ach wärst du doch in Düsseldorf geblieben" (das kommt mir schon eher bekannt vor) so schön? „Gleich als ich ihn kommen sah, dachte ich: ‚Was will der da?’ […] Und er setzte sich aufs Pferd, doch das Pferd, das war verstört.“. Ist das nicht eine Perle deutschen Gedankenguts? Hauptsache es reimt und das tut es ja! Großartig. Und so geht es auch gleich weiter. Was will uns der Autor dieses Textes sagen: „Ramona, zum Abschied sag ich dir Goodbye.“? Vielleicht, dass er der englischen Sprache doch mächtig ist und dies ein erstes Aufbäumen gegen das Deutsche ist? Schließlich ist es ja meist so, dass deutsche Schlagermelodien mit englischen Texten nicht mehr als Schlager gelten sondern Popmusik sind! Ist das also eigentlich gar kein Schlager, allein aufgrund des Anglizismus, und damit deplaziert auf dieser CD-Zusammenstellung? Oder ist dies ein genialer Schachzug des Musikverlages, weil dieses Lied der CD den internationalen Touch gibt und sie somit auch auf dem globalen Markt abzusetzen ist? Es hätte ja schließlich auch ein „Auf Wiedersehen“ oder „Tschö“ getan…Fragen über Fragen. Viel durchschaubarer ist da schon die Ausdrucksweise von Roland Kaiser: „Manchmal möchte ich schon mit dir eine Nacht das Wort ‚Begehren’ buchstabieren“. Da bleibt nicht wirklich viel Spielraum zum Interpretieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass besagtem Künstler in besungener Situation der Sinn nach Buchstabierwettbewerben steht. Aber ich wäre ja zu gern dabei, wenn er einer Frau (oder einem Mann, bin da ja nicht voreingenommen, und wer kennt schon die Vorlieben vom Roland?) dieses Angebot macht (egal ob in der Gegenwart oder vor hundert Jahren als der Titel entstand). Und noch mehr gespannt wäre ich auf die Reaktion der oder des Angesprochen…vielleicht: „Verpiss dich! Und jetzt buchstabier’ das du Schleimbeutel!“ Hach welch eine Freude. Da ist eine solche Geschichte doch heutzutage in der Jugendsprache viel einfacher zu erledigen, da reicht ein einziges Wort als Frage. Naja, ich drifte ab und außerdem will ich euch nicht zuviel Spaß vorwegnehmen, macht euch euer eigenes Bild! Ich lege echt jedem ans Herz, mal in die Fetenhits „Schlager“ konzentriert reinzuhören, es lohnt sich. Demnächst werde ich wohl damit anfangen, Weihnachtslieder zu hinterfragen…. Von diesen mentalen Aussetzern mal abgesehen, bin ich gut in die neue Woche gestartet. Das anstrengende Wochenende – und das war es – ist vergessen. Der Plan für die Woche steht. Bin inzwischen mit Putzen und Waschen fertig, werde dann noch ein wenig mailen und Mittagessen (das Wort Nachmittagessen gibt es ja leider nicht, wobei das die Sache eher trifft) kochen. Heute Abend will ich endlich mal wieder Laufen, das ist in letzter Zeit ein bisschen sehr kurz gekommen, obwohl ich so motiviert damit angefangen habe. Dann ist der Montag auch schon um. Morgen ist großer Kündigungstag im Black Forest, so gegen High Noon (ich hoffe, die Schlacht geht zufriedenstellend für mich aus). Dann in die City und die Planung für Mittwoch (da geht’s dann endlich in den Australia Zoo, so es das Schicksal will!!!) erledigen und abends bin ich mit Mathilde, der Französin bei der ich seinerzeit zur Party war, zum Umtrunk im West End (Insider: Ja Alex, WEST END!!!) verabredet. Ansonsten lasse ich mich mal so treiben, ab Donnerstag heißt es dann wieder Geldverdienen, diesmal im Fox. Mal schauen, wann ich mich hier wieder melde. An dieser Stelle ende ich erstmal mit den Worten: „Black Forest, zum Abschied sag ich dir ‚Goodbye’. Dummdumm, dammdamm, humpahumpahee.“

300 – Ganz groß!!!

Japp, es ist vollbracht. Bin gespannt, wie sich das noch entwickelt. Im Moment mache ich mir allerdings mehr Gedanken darüber, welche Gefahr Windows-Kartenspiele wirklich darstellen. Musste ja erkennen, dass Familie Hasert mit dieser Sucht nur die Spitze des Eisbergs darstellt. Ist ganz und gar die komplette Menschheit bedroht? Sobald ich heimkomme, werde ich eine Selbsthilfegruppe ins Leben rufen! Versprochen, es muss ja was getan werden! Das Problem muss öffentlich gemacht werden. Alle Opfer, bekennt euch! Auch euch kann geholfen werden. :-)

Freitag, 12. Oktober 2007

Der Wahnsinn liegt in den Genen

Und es begab sich zu der Zeit, da sich Rebecca immer lustig machte, wenn ihre manchmal liebenswert sonderbare Mutter (Face the truth!) die Hälfte des Tages vor dem Rechner verbrachte: Nicht etwa, um im Internet zu surfen oder wichtige Dinge zu erledigen, nein, schlicht und ergreifend, um Freecell zu spielen. Aber nicht einfach nur so, sondern nach System, mit Abstreichen der Nummern der gewonnenen Spiele und so…;-). „Verrückt!“ denkt ihr jetzt vielleicht (Oder, um es in einer ihr bekannten Sprache zu sagen: „Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle?“ *singundmitFreundschaftsbändchenwedel*….), wie ich einst auch, aber inzwischen muss ich mich an die eigene Nase fassen. Habe diese Woche beschlossen, der Million den Kampf anzusagen und bin schon bei Spiel 71! Ich weiß noch nicht ganz genau, worauf diese momentane Bewusstseinsstörung zurückzuführen ist, aber ich glaube, es ist die Kombination aus dem schlechten Wetter (seit 3 Tagen regnet es), der daraus resultierenden Langeweile, den unerschwinglichen Kosten bei Dauerbetrieb des Internets (Flatrate, ich vermisse dich, komm zurück!!!!) und dem Versuch, das Rauchen aufzugeben (kann ja schließlich nicht den ganzen Tag essen, wobei ich das trotzdem tue ;-)). Naja, ich hoffe, es wird besser, wenn ich nächste Woche im Fox anfange und auch an Werktagen ein wenig Beschäftigung habe. Aus meinem Zoobesuch ist leider nix geworden, verflixtes Wetter! Dafür gab’s als Indoor-Variante das Naturkundemuseum von Brisbane, was auch schön und billiger (nämlich gratis) war. Spar ich halt das Geld für meinen Tauchtripp. Habe mich da auch gleich inspirieren lassen (Omas, jetzt bitte wegschauen: Ich würde natürlich nieeeeeeeee auf die Idee kommen, mit Haien zu tauchen). Tatsächlich bin ich recht scharf darauf, so bald wie möglich nach Byron zu kommen, da es dort nämlich um diese Zeit noch Grey Nurse Sharks gibt, die bisher alle Taucher überlebt haben :-). Das kribbelt dann schon ein wenig. Zweiter Spot zum Tauchen, den ich ab November anvisiere, ist direkt vor den Toren Brisbanes auf Stradbroke Island, ab dann geht die Mantarochenzeit los. Ja, ich habe ein Idol, Steheve Irwing….Gassenhauer! Ich glaube ja inzwischen wirklich, es ist gefährlicher, den ganzen Tag mit Laptop auf der Bude zu sitzen als tauchen zu gehen. Und schließlich will ich schon ein paar Tauchgänge gemacht haben, bevor es ans „richtige“ Riff geht. Hui, das wird toll. Im Moment sieht es echt so aus, als wendet sich alles zum Guten. Geld kommt rein und es bleibt noch ein wenig Zeit zum Ausgeben. So lob ich mir das und wende mich damit wieder dem grünen Bildschirm mit Karten zu. Schönes Wochenende euch allen, muss ja dann ab heute Abend wieder dauermalochen. Melde mich sicher nächste Woche, gleiche Stelle gleiche Welle.

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Hommage an das Erwachsenwerden

Hui, juchee, wie wunderbar,
Alicia wird heut’ 18 Jahr!

Ich finde, ein solcher Anlass hat es verdient, in meinem Blog berücksichtigt zu werden, auch wenn dieser Eintrag ein wenig aus der Reihe tanzt. Schließlich ist sie das erste Küken aus meinem Cousin- und Cousinenkreis, das flügge wird, was nix anderes heißt als: ICH BIN ALT! Aber das tut hier ja nix zu Sache, dieser Eintrag gehört ganz allein Alicia. Tja, so sah das „Kind“ (Sorry Alicia, hatte leider kein anderes Foto parat und auch wenn du mich dafür jetzt vielleicht hasst, muss ich der Welt doch zeigen, um wen es hier geht. Zumal ich das Foto gar nicht schlecht finde aber manchmal weicht die Fremdsicht doch von der Selbstsicht ab, gerade in dem Alter ;-). Kannst mir per Mail ja noch ein aktuelles zukommen lassen und ich stelle es zur besseren Dokumentation dazu :-)...Update: Das ist inzwischen geschehen und ich lasse mich ja nicht lumpen und halte Versprechen, also: 2. Bild) noch vor einigen Jahren aus, inzwischen ist aus ihr ´ne chice ausgewachsene Echthaar!-Blondine mit allem drum und dran (wobei ich das nicht an irgendwelche Klischees anlehne!) geworden. Und, vielleicht hast du es ja schon mal gehört aber lass dir das auch von mir gesagt sein (sozusagen aus erster Hand, naja eher: mit der ungetrübtesten Erinnerung *snief*): Vor dir liegen die besten Jahre deines Lebens!!! Um nur einige Vorteile zu nennen: Du kannst Auto fahren (was nicht zwangsläufig das Seitwärts-Einparken mit einschließt), dich (vom Kater danach mal abgesehen) auf Familienfesten ungestraft betrinken (aber das über wir ja schon geraume Zeit ;-)), lange wegbleiben, daheim ausziehen und wiederkommen, einfach so mal beschließen, nach Australien zu gehen und es dann auch machen, Kinderspiele endlich richtig nutzen (also, wenn du Looping Louie brauchst, ist bei mir im Zimmer in der Schublade unterm Bett gelagert :-)) undundund….Was ich eigentlich sagen will: Wenn du es entsprechend angehst, kannst du jede Menge Spaß haben! Ich bin in jedem Fall begeistert, wie du dich in den letzten Jahren zur coolen, partytauglichen aber auch vernünftigen und selbständigen Cousine gemausert hast: Weiter so! Würde mich freuen, wenn du deine modrige Verwandte Rebecca dann immer mal wieder mitnimmst, wenn die Jugend auf den Putz haut. In diesem Sinne:

Ich muss ja wohl nicht betonen, dass du jetzt berühmt bist, naja, zumindest berühmt wirst, wenn dieses Blog erstmal den „Spiegel“ und die „FAZ“ als deutsche Leitmedien abgelöst hat :-).

Neun Wochen bis zum Großereignis

Ja, die Zeit geht dahin und bald ist es soweit. Ich will an dieser Stelle nicht versäumen, euch vom nächsten, richtig großen Coup meiner Australienzeit zu berichten. Freue mich schon wie Bolle auf das Wiedersehen mit Mama und Papa, zumal es mit großartigen Erlebnissen einhergeht. Hier also der Abriss der geplanten Reise. Am Sonntag, den 16. Dezember, geht die Sause für mich los, der Flug nach Sydney steht seit geraumer Zeit. Werde dann also schon mal auf Tuchfühlung mit der Metropole gehen. Übernachtung im YHA Hostel mitten im Herzen Sydneys, wobei die Nacht nicht soooo lang sein wird, da ich ja am nächsten Tag um kurz vor acht schon am Flughafen sein will zum Hallo sagen. Das wird ein Fest….und wie ich es genießen werde, endlich mal mehr Farbe zu haben als meine werten Erzeuger, die schließlich aus dem deutschen Winter kommen :-). Werde darauf bestehen, möglichst viele Bilder am Anfang zu schießen, wo der Kontrast noch am deutlichsten ist, hihi! Dann ein wenig akklimatisieren für die beiden und am nächsten Tag geht es schon ab in die Blue Mountains, wo die zwei wohl ihre erste Begegnung mit der hüpfenden einheimischen Tierwelt haben. Am nächsten Tag steht der erste Teil der Rundreise an, es geht in drei Tagen von Sydney nach Melbourne, inklusive Canberra, den Snowy Mountains mit Mt. Kosciouszko, dem 90 Miles Beach und Wilsons Promontory National Park. Auch in Melbourne bleibt nicht viel Zeit zum Ausruhen, von hier aus ist die Great Ocean Tour geplant und der Tag darauf ist ganz Phillips Island und den Mini-Pinguinen gewidmet. Diese eh schon kleinen Wichte haben zu der Zeit grad ihre Jungen mit am Start. Bin schon sehr gespannt, die Zwerge zu sehen. Heiligabend gehen wir es wohl ein wenig ruhiger an, da ist erst mal nur grob ne Stadtbesichtigung geplant aber noch nix Konkretes festgelegt, schließlich haben wir Weihnachten, hohoho. Dann tingeln wir auch schon weiter nach Cairns, wo der Mietwagen auf uns wartet. Habe eine Unterkunft direkt im Regenwald besorgt, die hoffentlich gefällt. Hier sind wir in der Planung auch noch offen, wobei die Eckpunkte natürlich stehen, sind ja gut organisiert ;-): Cairns, Atherton Tablelands, Kuranda mit Skyrail-Seilbahn und Eisenbahn, Port Douglas und last but not least Schnorchel-Tour am Great Barrier Riff. Dann erstmal raus aus der ganz großen Hitze und mit Heimvorteil nach Brisbane, wo wir auch Silvester verbringen. Das Programm dazu ist noch in Planung, bin ja grad noch dabei, die Hotspots der Umgebung zu identifizieren. Aber Fraser Island ist in jedem Fall dabei, wenn es auch etwas schwierig war, über Neujahr was zu ergattern. Aber immerhin konnte ich noch zwei Tage festlegen, die in unseren Zeitrahmen passen. Wer rastet rostet und getreu diesem Motto düsen wir dann nach Hamilton Island, um uns die vielgerühmten Whitsundays anzuschauen. Ich hoffe ja, der Sand ist wirklich so weiß…dann ist es ja fast wie Schnee und zu Hause ;-). Von Hamilton bringt uns die letzte Etappe wieder nach Sydney, wo wir noch drei Tage zum Abschied nehmen haben. Alles in allem macht das 9.200 Kilometer! (habe grad nachgerechnet und war selbst erschrocken) in vier Wochen. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass das ein spektakulärer Monat wird. Am 11. Januar geht es dann wieder nach Hause, für Haserts senior heißt das Deutschland, für mich Brisbane. Was natürlich sehr cool ist und mich ein wenig neidisch macht, ist die Tatsache, dass Mutter und Vater noch einen Zwischenstopp mit Übernachtung in Tokio haben, sozusagen „Big in Japan“ im „Tokio Hotel“. Aber hey, vielleicht beneiden sie mich dann ebenso, dass ich noch ein wenig hier bleiben kann….so gleicht sich alles wieder aus :-). In jedem Fall gibt es dann massig Fotos und ich werde mit posten nicht hinterherkommen. Aber: Irgendwas ist ja immer und da muss man halt Prioritäten setzen!

Dienstag, 9. Oktober 2007

Wenn einem so viel Gutes wiederfährt…

…das ist schon mal ein (zweites) Bierchen wert! War heute im Fox und was soll ich sagen: ich habe gerockt! No more fucking Black Forest. Ich muss morgen erst noch abklären, dass ich mindestens 20 Stunden die Woche arbeiten kann (sie brauchen mich auch am Wochenende) und dann adieu Black Forest. Freu mich schon auf das Gesicht von Eva, wenn ich ihr sage, dass sie mich mal an meinem deutschen Popo küssen darf (naja, wahrscheinlich trau ich mich das nicht, aber die Gewissheit, dass ich da nix mehr zu verlieren habe, ist genial). Zumindest werde ich mit meiner Meinung über die Atmosphäre nicht hinter dem Berg halten, wenn auch mit gemäßigten Ausdrücken. Hach ich kann’s kaum erwarten…..ich hoffe, meine Euphorie ist nicht umsonst und ich kann das morgen mit der Agentur (die Arbeit läuft über eine Agentur, die exklusiv für das Fox vermittelt, also mein eigentlicher Arbeitgeber ist Blue Recruit und da hatte ich angegeben, dass ich 15-20 Stunden an Werktagen verfügbar bin) klären. Aber heute lief echt gut. Die Leute sind supernett und Stundenlohn + Trinkgeld sind in jedem Fall besser als im Schwarzwald. Dann gibt es echt keinen Grund mehr zur Klage, habe zwei coole Jobs in Trend-Kneipen, wenn auch nicht direkt vergleichbar (Cantina eher alternativ, Fox mehr uptodate). Huiuiuiuiui, bin echt auf Endorphinen. Nächsten Montag starte ich wohl meine offizielle Karriere im Fox. Aus meinem Zwei-Stunden-Trial heute wurden 4,5, aber das war die Sache wert. Tolltolltoll. Hach, dieses Erfolgserlebnis wollte ich fix noch mit euch teilen, kann grad eh nicht schlafen. Aber ich bin derzeit echt in Schreiberlaune und habe noch zwei andere Beiträge in der Pipeline. Also die nächsten Tage immer mal wieder reinschauen, die 300er Marke steht noch ;-). Habe dann heute auch beschlossen, mich mit einem Tripp zu belohnen: Donnerstag geht es in den Australia Zoo…ja ich habe ein Idol…..Steheve Irving *sing* (ihr wisst schon, welche Melodie ich meine!). Ich finde, man muss sich in solchen Momenten auch mal was gönnen. Halte euch auf dem Laufenden, was mit dem Fox wird und natürlich berichte ich von meinem glorreichen Ausstand im Black Forrest ;-). Aber vorher gibt es noch mindestens zwei andere Beiträge! Also, dranbleiben.

Von Drachen, Hühnern und Blitzen

So, Dienstag: Nach einem Tag Pause zum Stress-Wochenende bin ich wieder fit und in the mood for blogging. Allerdings gibt es gar nicht viel zu berichten außer einigen spektakulären Details meines australischen Daseins, die aber vielleicht tiefgründiger sind als jeder Zoobesuch und jedes sonstiges „wirkliche“ Highlight. Denn gerade im Black Forest tun sich Abgründe der menschlichen Seele auf. Und wenn ich gedacht habe, mein erster Tag war eine Ausnahmeerscheinung, so weiß ich jetzt mit Sicherheit: Eva ist die perfekte Kombination aus hochgradiger Unfähigkeit und dem personifizierten Bösen. Wobei letzteres eher lachhaft ist unter Beachtung ihrer Nifferhaftigkeit. Einfach lächerlich und dabei glaubt sie tatsächlich, dass sie irgendjemand ernst nimmt. Am Samstag kamen sogar schon die Gäste zu mir, um sich über ihr Auftreten zu beschweren. Sehr geil. Naja, wenn man das Ganze von der lustigen Seite nimmt, kann man auch diese Abende überstehen. Aber ich hätte nix dagegen, ihr bei nächster Gelegenheit das Dirndl vor die Füße zu knallen. Vorher brauch ich allerdings ´nen anderen Job, da kommt das Ganze viel cooler. Heute Abend habe ich mal wieder ein Probebedienen, diesmal im Fox, das ist die Kneipe, wo ich damals mit Kathy war und die Fotos auf dem Dach entstanden sind (müsste ich im August oder Anfang September gepostet haben). Mal schauen, wäre echt genial, wenn ich noch was in der Woche hätte und da nicht immer Däumchen drehe. Wir werden sehen….Ansonsten hier noch eine neue Folge aus der Serie: Wissen, das die Welt nicht braucht aber bei jeder Party den Small Talk aufwertet. Der Ententanz heißt im Englischen nicht – wie anzunehmen bei korrekter Übersetzung –„Duck dance“ sondern „Chicken dance“ *aufgeregtesRaunenimPublikum*. Jaha, ist so. Und wenn ihr euch jetzt fragt, woher ich sowas weiß und ob man ihn dafür nicht im englischsprachigen Raum getanzt haben muss, kann ich euch nur laut entgegenrufen: „Und ob!“ Am Samstag war ich in der prekären Situation, zwischen zwei Möglichkeiten wählen zu müssen: Die erste hatte was mit Kehren des Lokals zu tun, so dass ich mich doch prompt dafür entschieden habe, mit einer circa 200 Jahre alten, stockbetrunkenen Australierin zu ebenbesagtem Titel das Tanzbein zu schwingen. So müssen sich Zivis fühlen. In der Zeit, wo ich die gute Dame stabilisiert habe, wurde ein anderer mit dem Besen ausgestattet (ich war schließlich gerade dabei, dem Black Forest eine Seele zu geben – und wenn dieses Etablissement etwas braucht dann das :-), somit war ich raus aus der Putz-Nummer). Das nenne ich mal Win-Win-Situation. Ich musste nicht saubermachen und sie hatte eine Geschichte, die sie den anderen im Heim erzählen kann :-) (ich weiß, ich bin gemein, aber hey, ihr kennt mich doch ;-)). Ansonsten gab es in den letzten Tagen nicht soooo viel. Das Wetter spielt hier grad verrückt. Tagsüber ist es seit geraumer Zeit echt drückend heiß, dass ich den eigentlichen Sommer gar nicht „abwarten“ kann, dafür gab es die letzten beiden Abende so derbe Gewitter, dass es kaum zu beschreiben ist. Und wenn ich etwas hasse, dann ist es die Situation, dass das Wetter mir meine Planung versaut. Durch diese Sperenzien bin ich Sonntag erst ne halbe Stunde später bei Christian zum Abendessen gewesen, mit Megakohldampf. Aber für das Essen hat sich das Warten gelohnt, hiermit gestehe ich Christian Bocuse drei Michelin-Sterne zu. War sehr lecker. Als der Alkohol alle war, bin ich nach Hause und habe mir zum Sonntag Abend noch ´nen Anschiss abgeholt. Habe gerade „nach Hause telefoniert“ als es klingelte (zwanzig vor eins in der Nacht wohlgemerkt). Uiuiuiui, dachte sich die kleine Rebecca. Allein in der Wohnung (Kathy war ja zur Hochzeit auf den Whitsundays, die Glückliche), diese Zeit…..das ignorierste mal schön. Beim zweiten Klingeln 10 Minuten später ging das auch noch….dann klopfte es. Heieiei…..Blick durch den Spion, der einen circa 1,90 m großen Mann als Besucher in Shorts offenbarte. Naja, Männer in Shorts sind ja verwundbar und haben mehr Angst vor anderen als die vor ihnen haben müssten…dachte ich mir und öffnete die Tür, immer noch das Telefon am Ohr. Hm, und dann wollte er mich nur fragen, ob ich wüsste, dass man mich bis in den sechsten Stock hört. Ui, das hatte ich gar nicht bedacht. Die Fenster alle auf und andere müssen ja Montag früh arbeiten. Habe mich dann erstmal in aller Form entschuldigt und er ist von dannen getrabt. Das Telefongespräch habe ich dann flüsternd auf dem Klo beendet, dem einzigen Raum ohne Fenster :-). Naja, Kathy hat nur gelacht als ich ihr eben davon erzählt habe ;-). Gestern wieder wetterbedingte Planänderung. Wollten eigentlich zum Oktoberfest in einem Park in West End, wo sie ein Zelt stehen haben, zum Open Air Kino… aber denkste: Regen, Blitz und Donner. Haben dann bei Matt und Antje gekocht (die beiden fliegen heute für eine Woche auf Fiji….alle Welt verreist! *neid*) und auf dem Balkon Blitze gekuckt. War auch lustig. Nunja, das dazu. Das war es jetzt aber wirklich….bin überrascht, wie viel Text es wird, wenn man eigentlich nicht wirklich was zu berichten hat ;-).

Des Rätsels Lösung: Die geänderte Planung

Für alle, die sich beim letzen Eintrag schon gefreut bzw. erschrocken haben (je nachdem… weiß ja nicht, wer das alles liest), dass ich möglicherweise meinen Lebensabend down under verbringen will, hier die Aufklärung: Dass ich wiederkomme, steht außer Frage (für alle, die schon jubiliert haben: Sorry, dass ich euch enttäuschen muss ;-)), nur das „Wie ich die Zeit in Ozzyland gestalte“ hat sich geändert. Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Hostels und Jobsuche habe ich erkannt, dass sich beides nicht unbedingt kombinieren lässt. Daher haben mich meine grauen Zellen auf folgende Idee gebracht: Ich werde nicht wie ursprünglich geplant nach dem Besuch meiner Ellis, mit Rumreisen und dem Versuch, mich über Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten, beginnen, denn das funktioniert wohl keinesfalls stressfrei, wenn überhaupt (zumindest wohl kaum, wenn man nicht scharf auf Feldarbeit ist). Stattdessen kehre ich erstmal nach Brisbane zurück, bleibe da noch zwei Monate und arbeite in den Jobs, in denen ich jetzt schon Fuß gefasst habe. Anschließend wird dann nur noch gereist und das verbleibende Geld auf den Kopf gehauen, ohne den Druck, Arbeit finden zu müssen. Halt nur noch lässig das Land erkundet, bevor es dann zurück in die Heimat geht. Diese Entscheidung wurde von Kathy noch erleichtert, da ich im Januar wieder bei ihr einziehen kann, ohne für die Wochen meiner Nichtanwesenheit aufgrund der Reise mit meinen Eltern (dazu komme ich in den nächsten Tagen ausführlicher an dieser Stelle) Miete zahlen zu müssen. Sie hat gesagt, dass sie in der Zeit eh nicht vermietet hätte, außerdem freut sie sich auch, dass sie zunächst keinen „neuen“ Mitbewohner zu suchen braucht, schließlich weiß sie bei mir, worauf sie sich einlässt und unserer bisheriges Zusammenwohnen gestaltet sich ja herzallerliebst. Und für mich sind Wohnung und die bekannte und sichere Situation beim Geldverdienen doch bequemer als Hostel und ungewisse Joblage. Ich werde im neuen Jahr schon ein paar Tripps von hier aus angehen und dann die große Tour machen. Mit meiner Rückkehr rechne ich im Juni/Juli. Da ich ja eh von Brisbane abfliege, deponiere ich den überflüssigen Kram hier in der Wohnung und schnappe mir nur die Kraxe mit dem Nötigsten zum Reisen (Blazer und zeuch brauch ich dann ja nicht mehr). Alles ideal durchdacht, bin halt doch ein Genie :-). So, das ist der Plan, jetzt wisst ihr Bescheid. ;-)

Dienstag, 2. Oktober 2007

Gold Coast…Strände wohin man sieht, einer schöner als der andere

Sitze hier grade in meinem Zimmer rum, lausche den randalierenden Heranwachsenden vom Kindergarten nebenan und bin immer noch dabei, die Eindrücke der letzten beiden Tage zu verarbeiten. Das hat sich echt mal gelohnt. Sooo schön. Dafür steht man gerne früh auf, auch wenn ich gestern bei Klingeln des Weckers um halb sieben noch ganz schön kaputt vom Wochenende war. Pünktlich um halb acht war Abfahrt. Erstes Highlight: Ein Abstecher nach Surfers Paradise. Dieser Strand hat mich ja bereits begeistert, dabei war das nur der Anfang….ist schon ein seltsames Bild mit den ganzen Wolkenkratzern. Das sind in den meisten Fällen Hotels, sehr touristisch das Alles. Wir sind zudem mitten in die Vorbereitung des IndyCar-Rennens geplatzt, also der inner-australischen Formel Eins. Überall Bauarbeiten zum Aufstellen der Tribünen und zum Absichern der Rennstrecke, die quer durch die Stadt führt. Haben uns daher auch gar nicht länger aufgehalten und den wilden Ritt Richtung Nobby Beach fortgesetzt, wo wir mit Kathys Arbeitskollegen Peter (lustige Type, standard-schwul) verabredet waren. Der hat genauso wie Kathy ein paar Tage frei und verbringt diese im Zweithaus seiner Eltern direkt am Strand. Gigantisch, man kommt da zur Tür rein und sieht durch die Panoramascheiben prompt das Meer. Hier hatte ich dann um neun Uhr sechsundfünfzig Ortszeit meine allererste aktive Begegnung mit dem Pazifik, wobei die Begrüßung eher – sagen wir mal – kühl war ;-). Also ein wenig in den Wellen rumgehopst, in der Sonne im feinen, weißen Sand rumgeasselt und nach circa 90 Minuten weiter nach Byron Bay, das mir gleich viel besser gefallen hat. Kein einziges Hochhaus sondern ein richtig idyllisches Stranddorf, zwar auch viele Touristen aber niedlich. War recht voll, da sich gestern aufgrund des Labour Days in New South Wales sicher alles auf den Beinen befand. Im Hostel hatten wir trotzdem Glück und bezogen allein im Fünf-Bett-Zimmer, was auch bis heute morgen zum Check-out so blieb. Nach kurzer Ortsbegehung, Mittagessen, Dusche und Umziehen haben wir Debbie (Kaths Schwester) und ihren Mann Paul getroffen und uns zum Rundweg am Leuchtturm von Cape hochgekämpft. Dies ist der östlichste Punkt des australischen Festlandes und liegt direkt an der Strecke der Buckelwale, die um diese Zeit (nach Geburt der Jungen) zurück in die Antarktis ziehen. Einfach toll, haben einige beobachten können. Und die Küste ist einfach supergenial. Am Strand zurück und dann gleich in die Kneipe, Kräfte tanken. Das Bierchen hatten wir uns echt verdient und konnten in der Dämmerung richtig schön genießen. Den Abend haben wir dann mit lecker Essen und einem weiteren Einkehrschwung ins Pub mit Live-Musik ausklingen lassen und lagen halb zwölf todmüde in unseren Doppelstockbetten. Die ganzen deutschen Backpacker, die Krach gemacht haben, konnten wir mit Oropax auf lautlos stellen und so sind wir friedlich dahingeschlummert. Nach exzellentem Schlaf bin ich heute um acht erholt in den neuen Tag gestartet. Kaffee und Croissant am Strand, noch ein wenig Shopping und raus aus Byron Bay *snief* nach Broken Head, dem Strand, wo Debbie und Family gerade campen. Da wurde ich erstmal in die Kunst des Bodyboardens eingewiesen, ein saumäßiger Spaß! Leider waren die Wellen heute ein wenig flach…..aber es kommen ja neue Strandtage :-). Nach dem Mittagsstopp in Bangalow, einem entzückenden Örtchen im Hinterland ging’s dann leider schon zurück nach Brisbane. Aber in Byron Bay bin ich bestimmt bald wieder, da ich mir vor Ort eine schnuckelige Tauchbasis ausgesucht habe. Seit gestern trage ich mich auch mit der Idee, meine Pläne hier generell umzuwerfen. Muss da noch mal ein paar Nächte drüber schlafen….dann erzähl ich euch davon ;-). Hier erstmal meine Lieblingsbilder der letzten zwei Tage.