Montag, 24. September 2007

Koalas, Kängurus und Köstritzer

Es ist wieder soweit, Neues aus Down Under. Zunächst mal eine kleine Beichte. Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, am Wochenende in Gedanken immer bei der Feier und den Lieben daheim zu sein….aber das war echt schwer, dafür gab es vor Ort zuviel zu erleben. Ich hoffe, ihr seht es mir nach, wenn ihr den Bericht lest ;-). Rebecca durfte endlich Koalas knuddeln und Kängurus füttern. Es war toll! Und so hat sich alles zugetragen: Bin gestern Morgen in sehr netter Begleitung von Kathi und Doreen, den neuen deutschen Praktikantinnen in Christians Firma, Richtung Lone Pine aufgebrochen, ein Koala-Reservat direkt vor den Toren Brisbanes. Und überraschenderweise war es auch gar nicht so voll wie angenommen, trotz Sonntag und Ferienbeginn in Australien (die Winterferien wohlgemerkt!). Also nix wie rein und da waren sie auch schon…..so genial. Ich hatte zwar vorher schon mal Koalas gesehen aber das war kein Vergleich. Als ich seinerzeit mit meinen Eltern in Antwerpen im Zoo war, feierte dieser grade sein 200jähriges Bestehen und hatte als Leihgabe vom Partnerzoo in Sydney zwei dieser Exemplare als Highlight parat. Wobei das Highlight darin bestand, das man zunächst ewig (ich weiß nicht mehr wie lange, aber als Kind kommt einem ja alles über 5 Minuten als eeeeeeewwwiiigggg vor) anstand und anschließend durch einen Raum gedrückt würde, wo man auf ca. 5 Meter an die Tierchen rankam, die eh nur schliefen. Gut, geschlafen haben gestern auch einige, das liegt ja in der Natur der Sache, aber manche waren auch hellwach. Und vor allem: Sie waren direkt vor der Nase! Und sogar Baby-Koalas, die aus dem Beutel lugten. Einfach superniedlich (mit so was kann man ja durchaus mein Herz erweichen!). Nachdem die erste Freude ob dieser possierlichen Tierchen überwunden war, ging es weiter zu Possums, Lorikets, Dingos, Schildkröten, Kookaburras, Merinoschafen, Krokodilen, Emus, Schlangen, Echsen, Schweinen, Hühnern und last but not least: Kängurus und Wallabies. Mit den Futterbeutelchen ausgerüstet ging es also ins Streichelgehege. Und nachdem die ersten Berührungsängste überwunden waren, haben wir es uns für geraume Zeit unter den Beuteltieren gemütlich gemacht und Freundschaften geschlossen. Wenn der Unterleib nicht wäre, sähen Kängurus eigentlich aus wie Rehe….aber ich glaube, bei Rehen sieht es nicht so lustig aus, wenn sie sich hinlegen :-). Und weiterer Punkt: Kängurus sabbern. War kaum noch möglich, Fotos zu machen, da die Hände vom Füttern so vollgespeichelt waren. Aber hey, zumindest haben sie ein Fell zum Abwischen….so schließt sich der Kreis wieder :-). Hach, ich freu mich schon auf die nächsten Kängurus. Nach diesem Abstecher ging es zurück zu den Koalas und ich hatte endlich einen zum Anfassen. Ryan, so sein Name, hat allerdings gar nicht (wie im Reiseführer angekündigt) wie ein großes Hustenbonbon gerochen… zumindest riechen Eukalyptus und dementsprechend auch die Bonbons für mich anders. Aber es war prima. Nächstes Mal ziehe ich allerdings nichts Schulterfreies an, denn so liebevoll und friedfertig Ryan auch war, Koala-„ich komm jeden Baum hoch“-Krallen können ganz schön pieksen. Auch wenn der Rest so weich ist. In jedem Fall ein tolles Erlebnis (eine Auslese der besten Fotos hier). Auf dem Rückweg von der Loriket-Fütterung war dann auch endlich mal ein Wombat wach *freu*. Die fetzen, nicht nur in Kinderbüchern. Ich weiß jetzt gar nicht, was mir am liebsten ist. Wombat, Känguru und Koala sind irgendwie alle gleichtoll und stehen auf meiner Hitliste ganz oben. Naja, jetzt kann ich den Punkt „einheimische Tiere gucken“ fürs Erste abhaken. Mal schauen, vielleicht fahre ich in nächster Zeit ja auch noch mal in den Australia Zoo von Steve „trau keinem Rochen“ Irving. Aber dazu muss erstmal wieder ein wenig Kohle reinkommen. Im Moment ist mein Kontostand ein wenig traurig zu beobachten, wird nur weniger statt mehr. So eindirektional bin ich das gar nicht mehr gewöhnt. Aber spätestens am Freitag geht’s ja los mit Arbeit. Dann ist mein erster Tag im Black Forest und ich kann pünktlich zum Oktoberfest ins Dirndl schlüpfen (jaja, Fotos kommen). Am Freitag will mir Richard – der Chef – erstmal zeigen, wie man Bier einschenkt. Heimatland, was ein Spaß. Ich rechne also spätestens eine halbe Stunde nach Dienstantritt mit einer Beförderung, weil ich ja so begabt bin ;-). Vielleicht geht es aber schon Mittwoch mit Maloche los, habe ja noch das Cafe an der Hand und warte morgen auf den Anruf, wann ich eingeteilt bin. Letzten Donnerstag, wo ich das erste Mal reingeschnuppert habe, war es eigentlich sehr lässig, nettes Bistro und gar nicht weit. Wenn das klappt mit beiden bin ich erstmal unter. Dann halt The Jazzy Cat Café unter der Woche und Black Forest am Wochenende. Mal schauen, wie sich das entwickelt. Achja, ich bin noch gar nicht auf das Köstritzer eingegangen, ein weiterer Höhepunkt des Wochenendes. Ich war am Samstag Nachmittag zunächst mit dem Qasco-Team im Museum und habe mich ein wenig gebildet: Die Ursprünge der Vermessung in Australien. Das war nicht so öde, wie es vielleicht klingt sondern superinteressant und unterhaltsam, was allerdings in erster Linie an Bill, unserem Erklärbär (Vermesser und Historiker mit Leib und Seele) lag. Viele Geschichten aus dem Alltag der Vermesser seinerzeit und lustige Anekdoten zur Beschaffung der einzelnen Ausstellungsobjekte. Es war eine Freude, diesem Mann zuzuhören, so ein richtiger Märchenonkel mit Leidenschaft und ein wenig Ähnlichkeit zum Weihnachtsmann (habe leider kein Foto aber jeder weiß ja, wie der Weihnachtsmann aussieht ;-)). Und weil wir grad alle so schön beisammen waren, sind (v.r.n.l.) Kathi, Christian, Lee, Matt, Lees Verlobte (bin mir beim Namen nicht ganz sicher und will nix Falsches schreiben), Doreen, Paul (Wo ist eigentlich Paul? …auf diesem Foto) und ich noch zum Deutschen Turnverein auf ein kühles Blondes bzw. halt Köstritzer Schwarzbier. Soviel Reinheitsgebot und dass auch noch vom Fass….“heaven, I’m in heaven“ *sing*. Und so haben wir uns neben der Turnhalle am Stammtisch wiedergefunden. Alles in allem ein durchaus überdurchschnittliches Wochenende. In diesem Sinne: Mal schauen was die Woche bringt und: „O’zapft is!“

3 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

Ja Hi Rebecca
... sauberes Foto mit dem Koala :)
Klingt ja cool dein Tier-Erlebnis und wieder so stark geschrieben *kompliment* (Steve „trau keinem Rochen“ Irving :))

... na dann gute Nacht
LG
Joerg

The one and only Pam hat gesagt…

Grinsen über das ganze Gesicht---in Erinnerungen schwelg***

Kangaroos und Koalas sind echt total putzig!!! Hast du auch so kleine Miniroos gesehen?! Gott, ich hätt am liebsten eins eingepackt, damals...

im Black Forest...ich lach mich tot! Hier findet übrigens am 20.10 ein Penang Oktoberfest statt...bin schon gespannt

Anonym hat gesagt…

Hallo Beccy,
ist das Bärchen süß. Bin ganz neidisch, hole ich aber alles im Dezember nach.
Küsschen Tina