Montag, 27. August 2007

Bin jetzt mein eigener Chef ;-)...

...letzte Woche noch guter Kunde der Bundesagentur für Arbeit, jetzt schon selbstständig! Habe heute meinen Gewerbeschein beantragt....ich rast aus. Bin echt gespannt, wo das alles noch hinführt. Sitze hier gerade mit Familie Riesner in trauter Runde und habe daher keine Zeit für ausführlichere Berichte. Das wird wohl aufgrund der neugewonnenen Verantwortung und des Umzugs auch in den nächsten Tagen nix werden. Aber am Wochenende versuche ich mein Bestes.

Bis dahin.

Sonntag, 26. August 2007

Vorbei sind die trüben Tage....

...ich bin so happy! Am Dienstag ziehe ich in meine neue, großartige Wohnung. Ich bin ein absolutes Glückskind und weiß grad gar nicht, womit ich das alles verdient habe. Tolltolltolltoll....auch wenn ich heute eine Menge Nerven gelassen habe. Von der abwechslungsreichen Wohnungssuche berichte ich in den nächsten Tagen, wenn ich es selbst verarbeitet habe ;-). Dann inklusive Fotos von meinem neuen Zuhause.... ich sage nur: Ja, ich habe einen Pool :-)) und nen Lift und ne Spülmaschine undundund. Christian wird mich hassen!!!! Außerdem war heute auch wettermäßig der erste schöne Tag...und ich Depp vergesse die Sonnenbrille. Hier muss man echt aufpassen, werde mich in den nächsten Tagen wohl schon mit Sonnencreme eindecken müssen. Vorerst hab ich dank Sandra ja noch Reserve.

Skyline von Brisbane aus West End Sicht:

Samstag, 25. August 2007

Back to business....

Da sitze ich nun. Es ist Samstag Nachmittag und ich versuche krampfhaft, den Kontakt zu möglichen neuen Mitbewohnern herzustellen. Bisher hatte ich dabei nur mäßig Erfolg. Das mit der Wohnung nebenan hat sich wohl auch erledigt, man sollte sich einfach nicht auf Spanier verlassen. Nichts wieder gehört von Ander. Aber hey, das ist eigentlich gar nicht so schlimm, da ich mich aufgrund der derzeitigen Arbeitssituation eh' anders orientieren will. Der Weg und die Anbindung sind von hier aus katastrophal, weswegen ich wohl in nächster Zeit (solange ich noch nix anderes habe) auf Taxis zurückgreifen muss, zumindest für den Hinweg. Zur Orientierung:


Visiere gerade eine Unterkunft in West End an, also in der Nähe des Büros (je eher das klappt umso besser, Taxis werden auf Dauer teuer, zumal ich noch nicht weiß, wie das mit dem Gehalt aussieht). Selbst wenn sich der Job als Fehlgriff erweist, habe ich von da aus eine recht zentrale Basis und außerdem ist es zum Stadtstrand nicht so weit ;-). Einen Termin zum Anschauen konnte ich für morgen schon ausmachen, ich hoffe, die Auswahl wird noch ein wenig größer. Wobei sich das jetzt auch nicht so schlecht anhört: bewachter Wohnkomplex, voll möblierte Wohnung, Lift, Pool....bin echt gespannt. Könnte dann auch sofort einziehen wenn Kathy mich will. Uiuiuiuiui, das nimmt alles langsam Formen an. Jetzt aber erstmal zu meinen Erfahrungen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt. Hatte mich ja in erster Linie bei Promotionagenturen beworben, da ich meinem Englisch für die PR doch noch nicht ganz traue. Hatte auch von drei Agenturen Rückmeldungen, die mich gerne kennenlernen wollten. Bei der einen habe ich allerdings gleich abgesagt, nachdem ich mal ein wenig gegoogelt hatte: http://www.addpromotions.com.au/
Sehr seriös, oder? ;-) War am Donnerstag dann an anderer Stelle zum ersten Vorstellungsgespräch und bin anschließend mit einem schlechten Gefühl, das zum strömenden Regen passte, nach Hause gerudert. Am Abend kam dann aber doch der Anruf und die Einladung zum Re-Call. Also am nächsten Tag (gestern) wieder hin. Da stand ich dann unter "Observation" und habe mir die Sache mal angeschaut. Es geht am Anfang (Aufstiegschancen sind wohl gut ;-)) darum, für Optus (neben Vodafone der größte private Kommunikationsanbieter) Verträge abzuschließen. Japp, ich gehe in den Vertrieb. Bin mir noch nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Nachdem ich mich gestern auch zum ReReCall qualifiziert habe (vielleicht werde ich ja doch noch Superstar!), wird die Sache ernst. Sehe die ganze Geschichte sehr zwiespältig. Auf der einen Seite machen die neuen Kollegen nicht den Eindruck als würden sie am Hungertuch nagen, anderseits wird der Job nach Erfolg bezahlt. Und da beisst sich der Hund in den Schwanz. Naja, zu verlieren habe ich nix, da nächste Woche zunächst mal das bezahlte! Training (Produkt- und Verkaufsschulung) losgeht. Dann sehen wir weiter. Wenn ich nicht überzeugt bin, war es zumindest keine Nullrunde und hat darüber hinaus in keinem Fall meiner sprachlichen Weiterentwicklung geschadet. Denn eines ist sicher: Wenn ich bei diesem Job mein Englisch nicht verbessere, wo dann? Schließlich muss ich ja den ganzen Tag reden, um meine Brötchen zu verdienen. Weitersuchen kann ich dann immer noch. Außerdem ist das Licht bei IBM auch noch nicht ganz verloschen, da sich jetzt Mark (der Software Comms Obermotz aus USA) noch einmal für mich einsetzt, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Also abwarten. Jetzt muss ich mich aber langsam mal großstadttauglich machen, will gleich los und mich mit Matthias und Antje (Christians Arbeitskollegen) treffen. Wollten mich eigentlich mit ins Kino nehmen, aber ich kannte den Film schon. Dieser ist in Deutschland bereits im Mai angelaufen und war Bestandteil des Programms des letzten Abends mit Penang-Pam (lustig, ich hoffe, du liest das jetzt ;-)). Daher ist der Plan jetzt folgender: Ich hole die beiden vom Kino ab und wir gehen was essen und trinken. Erstes gesellschaftliches Ereignis in Brisbane....ich bin so aufgeregt :-).

Wünsche euch und mir einen schönen Abend, bis die Tage.

Freitag, 24. August 2007

Raindrops keep falling on my hat...*lalala*

Nur kurz: Habe mir heute einen Schirm gekauft. Ab morgen sollte es also nicht mehr regnen! ;-)

An dieser Stelle ein Gruß an die (Ex-)Kollegen. Falls noch irgendjemand glaubt, es gibt ein Leben nach bzw. ohne IBM, weit gefehlt. Dies gilt zumindest nicht für Brisbane. Einmal blau, immer blau! Apropos....fange Montag an zu arbeiten, aber nicht bei IBM. Details folgen in Kürze. Bin mal gespannt, was das wird.....

Wusstet ihr eigentlich, dass Aussies nicht richtig "frö" sagen können? Habe heute mit Dan (mein Supervisor beim Trainingslauf) geübt, "Fröhliche Weihnachten" auszusprechen....so lustig, sie können es einfach nicht. Zumindest gilt dies auch für alle, die wir noch zur Hilfe gerufen haben. :-) Ich lass mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen. Also wenn ihr mal einen von hier trefft, lasst es euch vorsprechen. Ich erwarte Rückmeldung!

Um an dieser Stelle auch dem Bildungsauftrag dieses Blogs nachzukommen: Voilá, der Link zu den gängingsten Begriffen im australischen Slang. Lest und lernt.

So, dann mal "Hoo-roo".

The Blow-in

Mittwoch, 22. August 2007

First steps into a whole new world…

Tag zwei, Brisbane, Sternenzeit: 1021, es regnet mal nicht ;-). Wo fange ich jetzt am besten an? Eigentlich wollte ich zunächst vom Flug berichten, aber das erscheint mir weniger spektakulär. Der Vollständigkeit halber allerdings ein kurzer Abriss. Los ging das Ganze ja bereits mit der Verabschiedung meiner Eltern in Eisenach am Bahnhof. Als Special Guests durfte ich noch Sandra (ja, die mit der Weihnachtsmannmütze, siehe Eintrag und Foto vom 12.08.) und Kleincousin Marcus feat. Freundin Esther begrüßen. Also umarmen, aufmunternde Worte flüstern, einsteigen und ab geht die Reise. Im Zug hatte ich sofort sehr nette Gesellschaft, so dass ich leider nicht mehr dazu gekommen bin, die am Sonntag noch eingetroffenen SMS zu beantworten – wie es der Plan eigentlich vorgesehen hatte. Daher an dieser Stelle vielen Dank für die guten Wüsche. Fast pünktlich um kurz nach fünf war ich in Frankfurt am Flughafen und bin nach der Busfahrt zum Terminal 2 auch schon direkt auf Kollege Sperl getroffen. Ich hoffe, ich muss nicht immer um die halbe Welt fliegen, um mal wieder Anlass für ein Treffen mit den üblichen Verdächtigen vergangener Zeiten zu haben - war sehr erheiternd und man sollte dies viel öfter machen. Zum Ablenkungsprogramm am Flughafen gehörte ein fließender Übergang von Stephan zu Anne, die mich mental unterstützt hat, bis alles zu spät war und ich schon im Abflugbereich stand. Ich kam also gar nicht erst in die Versuchung, mein Vorhaben in Frage zu stellen, falls ich das vorgehabt hätte ;-). Zum Fliegen an sich ist nicht viel zu sagen, außer, JA, es ist anstrengend, allerdings gar nicht so sehr wie erwartet. Nachdem der Stress am Check-In überstanden war (zur Info: Emirates zeigt Kulanz bis 28 Kilo, beim nächsten Mal bin ich also schlauer und mache im Vorfeld nicht soviel Panik J), konnte mich eh’ nicht mehr viel schocken. Die gesamte Reise hat sich auf drei, ca. gleichlange, Etappen verteilt (Frankfurt-Dubai-Singapur-Brisbane), die ich mit Schlafen, Essen, Videogames und Filmen ganz gut bewältigt habe.Vom Flug gäbe es noch einige – mehr oder weniger – witzige Details zu berichten, aber in Ermangelung der Zeit und in Anbetracht der Kosten des Internetcafes, verzichte auf ausführlichere Berichterstattung. Schließlich war es soweit: Landung in Brisbane bei zunächst herrlichem Wetter. Ging dann alles ganz flott und ich stand mit Sack und Pack und vor allem Hut! in der Ankunftshalle.

Nachdem Matthias (Kollege von Christian) an diesem Tag leider nicht in meiner Nähe zu tun hatte, machte ich mich via Airtrain auf ins Büro von Qasco Survey, wo der Schlüssel zu Christians Wohnung hinterlegt war. Bei der Abholung kam dann auch promt der Chef vorbei, der nach kurzem Smalltalk gleich meine Sachen packte, um mich persönlich zu Christians Apartment zu fahren. Großartig diese Australier! Er hat mir dann auch gleich seine Handynummer gegeben und ich soll mich melden, wenn es nur irgendein Problem gibt, egal welche Uhrzeit! Ich kann also nur bestätigen, dass die Einheimischen eine sehr hilfsbereite, offene und angenehme Art haben. Ich hoffe, es bleibt bei diesem Eindruck. Die Adresse von Christian mussten wir allerdings erst suchen, da mir der Herr Riesner statt „Lang Parade“ „Land Parade“ angegeben hatte: Netter Versuch Christian, aber ich hab’s trotzdem gefunden! ;-) Dort dann kurz unter die Dusche gehüpft und Zähne geputzt (um nicht gleich die Freundschaft mit den netten Australiern auf die Probe zu stellen), der arbeitenden Mitbewohnerin Tanya eine kurze Nachricht zu meiner Ankunft geschrieben und auf ging’s in die Stadt, mit einem Plan und meiner Todo-Liste für den ersten Tag bewaffnet. Auf dem Weg habe ich Claire getroffen, Backpackerin aus England, die auch gerade – nach einem mehrwöchigen Trip durch Asien – angekommen war.

So konnten wir uns gemeinsam orientieren. Nach dem gemeinsamen Lunch trennten sich unsere Wege zunächst, da ich ja einiges zu tun hatte. Ich denke aber, wir werden uns die nächsten Tage sicher noch mal treffen, sie hat jetzt ja meine Handynummer. Und damit sind wir auch schon beim ersten Punkt der Todo-Liste: Handy-Karte besorgen. Anschließend noch ein Konto eröffnet und die Lohnsteuerkarte beantragt. Damit war das organisatorische Programm gestern hinreichend abgeschlossen. Nachdem ich noch das Nötigste gekauft hatte (Wasser, Instant-Kaffee und Müsliriegel), wieder ab nach „Hause“ (also in mein vorläufiges Quartier). Tanya war da und berichtete gleich von meinen ersten Besuchern, die sie leider wieder wegschicken musste J. Matthias und Freundin Antje waren zwei Stunden vorher vorbeigekommen, um Hallo zu sagen, leider ohne Erfolg (ich bin aber auch busy ;-)). Das wird allerdings in den nächsten Tagen auf alle Fälle nachgeholt. Habe mich dann noch ein wenig organisiert und bin in die Heia. Die Nacht war schrecklich, von ein bis vier Uhr habe ich Reiseführer gelesen, weil ich nicht schlafen konnte. Der Jetlag ist also nicht zu unterschätzen. Mal schauen, wie lange ich heute durchhalte….im Moment bin ich grad ziemlich gerädert. Nichtsdestotrotz, es gibt noch ein volles Programm. Heute steht die Jobsuche auf meiner Liste und ich habe heute Abend die erste Wohnungsbesichtigung, gleich nebenan (das weiß Christian allerdings noch nicht, hehe). Treffen hat Tanya vermittelt. Der mögliche neuer Mitbewohner heißt Ander und ist Spanier. Wäre natürlich super, wenn das klappt, dann könnte ich mich notfalls immer gleich bei Christian ausheulen. Ich berichte dann beim nächsten Mal, wie es gelaufen ist und schau jetzt erstmal, wie es an der Jobfront aussieht.

In diesem Sinne, bis bald, Rebecca

Dienstag, 21. August 2007

Bin dahaaaa....

...wer noch? Spass beiseite...Bin gut angekommen, jetzt aber fix und alle.

Hier giesst es wie aus Kuebeln. Haette den Regenschirm doch einpacken sollen (danke Thomas, der Hinweis kam zu spaet). Ausserdem fehlen mir die Umlaute und SZs. Aber das Wetter aendert sich bestimmt und den Mehraufwand beim Tippen nehme ich gerne in Kauf. Gibt eigentlich bisher nur Positives....davon erzaehle ich aber erst in den naechsten Tagen, bin heute zu kaputt. Ausfuehrlicher Bericht folgt, versprochen.

Also, stay tuned.

Achja, eine nette Erkenntnis vorneweg: Ich bin kein Englisch-Honk! Klappt alles wunderbar....

Sonntag, 12. August 2007

Die letzte Woche des ganz normalen Wahnsinns bricht an…

Zeit für ein finales Update auf deutschem Boden. Nächste Woche um diese Zeit sitze ich bereits im Zug mit Kurs auf den Frankfurter Flughafen (bittebittebitte liebe Lokführer, macht mir da keinen Strich durch die Rechnung). Habe mich vorgestern bereits über Google Earth in den Vorgarten meines Domizils der ersten Tage Brisbane gezoomt…sehrsehr nett, was ich da so von oben erkennen konnte. Das wird schon (sag’ ich mir zumindest immer wieder)! Ansonsten auch alles im Plan, langsam macht sich Aufregung breit. Jetzt geht es ans Packen, igitttigitt. Ich stelle mir schon so hoch-philosophische Fragen wie: Sind Schuhe eigentlich immer so schwer? Kann man für panisches Zulabern der Schalterbeamten bei 5 Kilo Übergepäck von diesen verhauen werden? Und: Braucht man an der Sunshine Coast einen Regenschirm? Naja, ich versuche ja immer noch, diese verhasste Tätigkeit so gut es geht aufzuschieben…aber das wird nicht mehr lange funktionieren.

Desweiteren erfreue ich mich gerade sehr an meiner Family…die leuchtenden Augen meiner Mama in dem Moment, in dem die neu erworbenen Webcam endlich Bilder am Stück ausspuckt und jeder einzelne Schritt zur Bedienung fein säuberlich dokumentiert ist…ich sag nur: Doppelklick!...das gemeinsame Sitzen unterm Weihnachtsbaum…Weihnachtsbaum? Ja, Weihnachtsbaum!

Bei Haserts wurde gestern Weihnachten gefeiert. Da muss man halt mal flexibel sein, wenn der eigentliche Termin zeitlich so ungünstig in diesem Jahr liegt ;-). Und: Es war schön. Dass Stollen nur im Winter schmeckt, ist ein Gerücht! Die Beweisführung dazu ist hinreichend abgeschlossen und ein weiteres Rätsel der Menschheit aufgeklärt. Zudem kann mit dem Survival-Weihnachtsgeschenk von Cousine Sandra (links im Bild) für Australien jetzt eigentlich nichts mehr schief gehen.

Man beachte auch den Weihnachtsbaumschmuck. Aus aktuellem Anlass wurde auf Holzfigürchen und Glasblaskugeln aus dem Erzgebirge verzichtet und sich statt dessen für den stylischen Mix aus Kängurus, Kontinenten und der Ritter-Sport-Sommer-Edition entschieden. Hier gilt mein besonderer Dank Inka und Rosalie. Eine gelungene Aktion. Ich glaube, wir feiern Weihnachten jetzt immer im Sommer. Das hat mir gut gefallen. So, ich begebe mich jetzt wieder in das mentale Training und verabschiede mich blogmäßig aus Deutschland. Der nächste Beitrag kommt plangetreu aus Down Under. Mal schauen, was ich dann zu berichten habe, bin selbst am meisten gespannt ;-)

Achja, nicht vergessen: Sonntag Nacht den Himmel beobachten und bei jedem Flieger winken. Ich sehe, wenn ihr nicht da seid!