Dienstag, 25. Dezember 2007

Frohes Fest

Pünktlich zu Weihnachten hat Rebecca wieder Internet und präsentiert die ersten Bilder. Nach und nach sollten alle fotografischen Highlights in der Gallerie zu finden sein. Der Text folgt, wenn es wieder etwas ruhiger ist, bin ja schließlich im Urlaub.

Schöne Feiertage und guten Rutsch.

Dienstag, 11. Dezember 2007

Life could be worse…

So, da bin ich wieder mit dem letzten Bericht vor der großen Weihnachtspause – gerade aus Noosa zurück. Fang ich mal mit Sonntag an: Fußball war echt ne gelungene Abwechslung, auch wenn die erste Liga hier nicht wirklich europäischen Standard hat. Sage ich jetzt mal so als Laie….habe wohl wirklich schon bessere Kreisliga-Spiele daheim gesehen. Egal, Stadion-Atmosphäre holt das alles wieder raus, grad bei Flutlicht. War schön, aber in Deutschland ist zu Bundesliga-Spielen (vergleichbar mit der A League in Australien) mehr los. Waren nur 13.000 Zuschauer…bei einer Stadionkapazität von 50.000 war das Spiel wirklich dünn besetzt. Wir sind zudem direkt in der „bösen“ Fankurve der Queenslander gelandet, was mir am Anfang schon Sorgen gemacht hat…nachdem, was ich vom VfB gewöhnt war. Aber auch hier zeigte sich wieder, dass Fußball einfach nicht so populär ist wie in Europa. Sehr brave „Extrem-Fans“. Werde glaub ich trotzdem mal wieder hingehen. Spiel war gegen acht aus und wir sind heimgezogen, ich habe mich noch mal hinter den Rechner geklemmt und tata: Mein nächster größerer Ausflug ist inzwischen auch fix, Tickets sind gebucht: Am 13. Februar geht’s mit Christian auf nach Melbourne, eine Woche später von Adelaide zurück nach Brisbane. Hach, das wird schön :-). Wieder ein neues Ziel vor Augen. Hehe. Gestern führte der Weg dann nach Noosa, auch wenn der Wetterbericht nicht das Beste für die Sunshine Coast prophezeite. Aber wir hatten mal wieder Glück und somit blauen Himmel – Sonnenschein kurz nach der Ankunft. Erst Strand, dann Bierchen im Surfclub und zurück zum Strand für ein Nickerchen. Muss schließlich was für den Armvergleich mit meinen Eltern tun ;-). Nach der kurzen Ruhepause ab auf den Coastal Track im Noosa National Park, auch wieder ein sehr schöner Wanderweg. Zurück ins Hostel, welches sehr idyllisch gelegen war, frisch machen und ab zum Essen fassen. Diesmal hatten wir leider nicht das Glück, ein Zimmer für uns zu haben und mussten sogar in die oberen Betten. Heiei, das war vielleicht ein Geschaukel in der Nacht sobald sich die „Untermieterin“ bewegt hat. Dafür hatten wir ganz lecker Abendessen, den besten Barramundi, den ich bisher gegessen habe. Ansonsten ist Noosa weggehmäßig ziemlich tot und wir lagen um elf in unseren DoSto-Betten. Kurz danach hat der Regen eingesetzt, der die ganze Nacht nicht gestoppt hat. Meine Güte, welche Wassermengen und das wirklich über Stunden. Aber solange es nur in der Nacht regnet, soll mir das recht sein. Gegen acht wieder aufgestanden, das „Große Frühstück“ geordert, noch ein wenig Shoppen gewesen und zurück nach Brisbane. Jetzt noch drei Tage ranklotzen und: URLAUB!!! Sonntag Mittag geht der Flieger nach Sydney. Während dieser Zeit wird es wohl kein Geblogge meinerseits geben aber ich versuche, mir während des Trips Notizen zu machen und die Berichte der Tour nachzureichen. Bis dann, ich wünsche allen großartige Weihnachten, eine superbe Silvesterfeier und alles Gute fürs neue Jahr! Bis im Januar.

Achja: 1000! Was für ein fulminantes Finale! Danke euch ;-).

Sonntag, 9. Dezember 2007

From Dusk Till Dawn

So, ihr erwartet jetzt wahrscheinlich wieder eine Feiergeschichte…..richtig, kann ja meine Leserschaft nicht enttäuschen ;-). Bin im Moment gerade dabei, mich Schritt für Schritt wieder in den Alltag einzugewöhnen….das schwierigste Level war dabei das erste: Aufstehen. Es war kurz nach eins. Dann: Duschen, gefolgt von Essen. Langsam nehme ich ein normales Leben auf. Kann sogar schon wieder bloggen ;-). Hach, es war schön. Musste ja leider gestern Abend arbeiten, hab mich aber so bald wie möglich dünne gemacht und auf zur Weihnachtsfeier von Christians Firma. Gerade noch rechtzeitig für den Nachtisch, erste Mahlzeit nach dem Frühstück für mich. So ein typisch australisches Ding als Kombination von Baiser und Schlagsahne…ideale Grundlage für den anschließenden Corona Angriff ;-). Zur Weihnachtsfeier ist ansonsten nicht viel zu sagen, halt das Übliche: Trinken und Quatschen. Gegen zwölf wurde die Kneipe dann dicht gemacht und irgendeiner aus der Runde kam auf die phänomenale Idee: „Wir gehen ins Fox!“. Fein. Also auf die Dachterasse, wo auch ein Großteil der Campari-Kollegen (ich weiß nicht, ob das schon mal gefallen ist: Campari ist der Name des Restaurants im Fox, wo ich arbeite) abhing. Bin also immer zwischen den beiden Gruppen hin- und hergehoppst. Naja, um zwei räumt auch das Fox und wir standen auf der Straße zur Lagebesprechung. War nicht mehr viel übrig von der Feiergemeinde: Zwei Kolleginnen von mir, Paul und Kati, Frank und Martina plus Christian und ich. Paul, Frank, Kati und Martina sind unterwegs auch noch verschütt gegangen und so fanden sich Christian, Rebecca, Danxia und Temsin allein im Irish Pub wieder. Letzte Getränkeorder und dann wurde auch dort rausgekehrt, war ja schon halb vier. Ein letztes verzweifeltes Aufbäumen unsererseits gegen das Ende des Abends: Hungry Jacks….wie hier der Burger King heißt. Der Doppelwhopper lebe hoch! Dann war Feierabend….die Schlange vorm Taxistand und die Tatsache, dass der stündliche Nachtbus gerade durch war, haben uns schnell davon überzeugt: Laufen ist gesund. Und so bin ich mit Danxia ins West End heimgewackelt. Christian musste ja vorher schon abbiegen, ebenso Temsin. Im Morgengrauen (halb fünf) passierte ich ein weiteres Mal die „Whynot Street“, wo gerade ein Pärchen vorm Straßenschild seine Surfbretter verladen hat. Da wollte ich nicht auffallen beim nochmaligen Versuch, ein Foto zu erhaschen. Eine Straßenecke weiter war auch ein lustiger Anblick: Da pennt einer einfach auf dem Bürgersteig. ;-) Ja, so ist das, wenn man seinen Alkoholkonsum nicht unter Kontrolle hat. Ich werde mich jetzt auch mal wieder verabschieden, schließlich geht es gleich zum Fußball, wo das Stadion-Bier wartet :-). Kathy dürfte in ner halben Stunde daheim sein. Und morgen geht’s nach Noosa, hossa! Habe noch mal fix ein paar Bilder von gestern hochgeladen, damit ihr sehen könnt, mit wem ich hier so abhänge. Tschauie.

Freitag, 7. Dezember 2007

Stollen Down Under

Da bin ich wieder, einigermaßen erholt vom Mittwoch. Meine Güte war das wieder ein Spaß. Mathilde und ich waren ja bei Quentin zum Abendessen eingeladen, so weit so gut. Haben uns gegen fünf auf den Weg nach Kenmore gemacht und diesen auch gleich gefunden, wir sind Orientierungsgenies :-). Vor Ort waren schon Roland und Ute, ein befreundetes Pärchen von Quentin. Auch Deutsche, sehr nett. Ansonsten war der Abend ein wenig seltsam. Nach und nach trafen immer mehr Leute ein, alle so in den Fünfzigern und das Lustige war, dass sich den ganzen Abend eifersüchtige Frauen dazwischen geworfen haben, solange man sich nur ansatzweise länger als fünf Minuten mit den zugehörigen Männern unterhalten hat. Hehe, wir scheinen echt Gefahr auszustrahlen…rrrrrrrrr. Quentin war wiederum supernett, das selbstgemachte Curry köstlich und im Laufe der Zeit wurden auch die Frauen ein wenig! entspannter. In jedem Fall steht unser Cessna-Flug nächstes Jahr ;-). Das wird was. Weiteres Highlight des Abends: Es gab Stollen! Ich kann’s kaum fassen. Den hatte Ute im Aldi besorgt, gibt es da um die Weihnachtszeit. Und was soll ich sagen: Er ist natürlich nicht so gut wie Omas Selbstgemachter gewesen, aber durchaus gängig und so haben wir uns ein Stück deutsche Weihnacht auf der Zunge zergehen lassen. Njom. Vollgefuttert wurde die Heimreise angetreten, gegen elf waren wir zurück in Brisbane. Auf unserer Strecke lag das Fox….hm, kurz überlegt…und zum Einkehrschwung für ein Absacker-Abschieds-Bier ausgeholt (sehen uns jetzt schließlich für sechs Wochen nicht mehr). Fataler Fehler oder Glück, wie man’s nimmt. Einige Kollegen waren schon ziemlich gut dabei und so wurde spontan entschieden, (mal wieder ;-)) ins West End zu ziehen. Wir sind abermals im Rumpahs Room gelandet, böse Falle. Mit am Start war einer unserer Küchenchefs – Steve (links im Bild) – Rest Freunde von ihm, mir zuvor unbekannt. Wir wurden gegen eins rausgekehrt und sind ins Sling gezogen, direkt gegenüber :-). Auch da war dann bald Thekenschluss und wir haben uns im Über versucht. Allerdings war einer aus unserer Amüsier-Truppe schon so besoffen, dass er nicht mehr reingekommen ist. Das war der ideale Zeitpunkt für mich zum Abseilen. Lag gegen was nach drei dann endlich im Bett, vier Stunden Absacker-Bier ;-). Erstaunlicherweise kein Kater am nächsten Morgen. Und auch keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Der Countdown läuft schließlich. Wenn ich Glück habe, muss ich morgen doch nicht arbeiten und kann mit dem Startschuss bei der Weihnachtsfeier von Christian aufschlagen. Entscheidet sich heute. Habe auch gerade bei der Personal-Agentur angerufen, meinem Arbeitgeber, und ein wenig Dampf gemacht, dass sie mir drei Stunden letzte Woche nicht gezahlt haben. So geht’s ja nu nicht. Bei ner halben kann ich ja großzügig drüber hinwegschauen…aber drei? Haben den Tag, an dem es klemmt auch gleich ausfindig gemacht, ich hoffe, das klärt sich jetzt auch mit dem Fox. Hm, was gab es noch Neues?...Achja, war am Dienstag mit Christian beim Touch-Football, interessantes Ding, hatte ich vorher nie von gehört. Sehr schöne Spielart, die sowohl Taktik, Ausdauer, Schnelligkeit und Teamgeist erfordet….moderner Völkerball ;-). Muss natürlich dazu sagen, dass ich nur zugeschaut habe….schließlich muss ich mich langsam an den Leistungssport rantasten…..nächster Schritt ist Schach ;-)…

Also dann, bis die Tage.

Montag, 3. Dezember 2007

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...

…erst eins, dann zwei, dann drei…hm, dann ist für mich ja eigentlich schon Weihnachten. Hehe, lange nix geschrieben, aber mir geht es prima. Morgens lachen mich schon die Frühstückseier an :-). Großartig. Ansonsten wieder eine Woche wie immer, die hinter mir liegt. Knapp 40 Stunden Arbeit und trotzdem genug Zeit für Spaß. Montagabend war ich bei Mathilde mit den obligatorischen zwei Flaschen Wein, wir hatten ja schließlich auch was zu feiern: Quentin hat sich gemeldet und uns erneut zum Rundflug eingeladen. Jetzt gehen wir davon aus, dass er es wirklich ernst meint ;-) und werden wohl bald Stradbroke von oben bestaunen können. Die Details werden Mittwoch besprochen, da sind wir nämlich auch bei ihm eingeladen, zum Abendessen. Der Gute. Dieses Jahr wird es leider nix mehr werden, aber ich gehe davon aus, dass wir spätestens im Februar (Mathilde verbringt Weihnachten auch mit der Family in Neuseeland und ist erst am 19. Januar zurück) die Cessna 172 besteigen. Heieiei, das wird was, ich hoffe, ich vertrage das Fliegen in so kleinen Maschinen. In jedem Fall ist es ein weiteres Highlight, das hier auf mich wartet, ein Großereignis jagt das nächste. Tolltolltoll. Aber man bekommt schließlich das, was man verdient ;-) (Das lasse ich jetzt mal so im Raum stehen :-)). Ich war diese Woche auch ganz fleißig und habe meine kompletten Weihnachtssachen erledigt: Geschenke fertig gemacht, Postkarten geschrieben, Wunschzettel verfasst ;-). Muss ja dieses Jahr alles ein wenig eher passieren. Donnerstag war wieder Kochzeit, Chili à la Rebecca, mit Christian, Mathilde und Sean, ihrem irischen Ex-Mitbewohner. Netter Abend, auch wenn wir wieder negativ aufgefallen sind: Saßen auf dem Balkon und haben geschnabbelt, bis zehn nach zehn der erste Anruf von den spießigen Nachbarn kam, dass ja Schlafenszeit ist, blablabla. Die Stadt-Rentner in Australien nehmen sich also nix mit denen aus Deutschland, von wegen easy going un zeuch. Egal. Wochenende habe ich wieder durchmalocht und gestern noch ein wenig gefeiert. David, der Franzose, mit dem ich die letzten Wochen zusammengearbeitet habe, ist heute weitergezogen und hat seinen Abschied in Brisbane gegeben (auf dem Bild links, Mitte ist ein Freund von ihm, Brice, auch Franzose, beides sehr lustige Kameraden). Außerdem war Suits-on-Sunday im Fox, das heißt, alle donnern sich mächtig auf, Jungs in Anzug und Krawatte, Mädels im kurzen Schwarzen. Wobei es das ja auch nicht ganz trifft, australische Mode ist echt ein Kapitel für sich. Meine Güte, was die Frauen hier teilweise anhaben….sehr gewöhnungsbedürftig. Da wird alles präsentiert (solange die Figur es zulässt bitte, dann geht der (nahezu barbusige) Auftritt ja noch, aber manche ziehen sich wohl echt im Dunkeln an oder haben keine Freunde, die ihnen sagen, wie scheiße sie in den Klamotten aussehen). Außerdem rennen sie rum wie die Modepüppchen: nur High Heels und zigarettenschachtelgroße Handtaschen fürs nötigste Make-Up. Da wird jedes Weggehen zur Sozialstudie... oder Anatomie-Stunde :-). Und da spielt es kaum ne Rolle, ob man im elitärsten Club der Stadt ist oder im Pub nebenan, die Mädels sind für europäische Verhältnisse immer ein wenig drüber….egal. Fox hat zudem den großen Vorteil für mich, dass man nur einen Bruchteil der Getränke zahlen muss, schließlich kennt man die Leute hinter der Bar *zwinkerzwinker*. Habe zum Abschluss noch ein wenig bei Miguel und Kristen gesessen, meine beiden „Bosse“, und mich dann geschlichen, hat gereicht. Heute ist großer Email-Tag – muss wieder ein wenig aufholen – abends schau ich dann noch kurz bei Christian vorbei, da er mir meine Reiseunterlagen ausdrucken soll. Der große Tag rückt immer näher, dann werdet ihr sicher auch ne lange Zeit nix von mir hören. Melde mich aber schon noch mal, bevor es nach Sydney geht. Bis dahin, genießt den Advent.

Sonntag, 25. November 2007

Sieg der Arbeiterklasse

…und das sowohl persönlich als auch national. Gestern war hier Regierungswahl und nach wasweißichwieviel Jahren gab es einen Wechsel. Die Labour-Partei hatte einen Durchmarsch und John Howard ist somit nicht mehr erster Mann von Australien. Egal, Politik hin oder her. Viel mitbekommen habe ich eh nicht von der ganzen Geschichte, da ich selbst die ganze Zeit gearbeitet habe. Reguläre 38-Stunden-Woche und so geht es morgen gleich weiter. Aber ich will ja schließlich auch bald die rosarote Kuh fliegen lassen und kann jede Stunde gebrauchen. Und Beschäftigung gibt es derzeit genug. Jetzt geht es langsam los mit Weihnachtsfeiern, letzten Freitag war die erste im Fox. Ist schon seltsam, 30 Grad im Schatten und die singen Weihnachtslieder. In diesem Sinne war unsere eigene Familienparty im August also die ideale Vorbereitung. Die Stadt ist auch schon komplett geschmückt: Engelchen und Palmen, was ein Anblick, recht befremdlich. Aber ich will mich ja nicht beschweren ;-). Die Zeit geht hier einfach wahnsinnig schnell vorbei, was im Moment nur gut ist, da bald Urlaub. Auf der anderen Seite muss ich mir nach der Rückkehr im Januar/Februar auch langsam Gedanken machen, wie es nach meiner Auszeit auf heimischen Boden weitergehen soll. Aber naja, jetzt ist erstmal Advent. Habe am Donnerstag fast überlegt, ob ich mir – rein aus Tradition – einen Schoki-Kalender kaufen soll. Aber da wir ja hier keine Klimaanlage haben, fiel die Entscheidung negativ aus. Ist also das erste Weihnachten ohne einen, aber ich bin ja auch schon groß *snief* (nächstes Jahr sicher wieder ;-)). Das erste Weihnachtsgeschenk gab’s auch schon: Habe heute mitbekommen, dass für Anett – die biestige Chefin vom Cantina – die letzte Woche läuft. Sie hat ihren Anteil verkauft und die neue ist echt lieb, mit dem Rest komm ich ja sowieso gut klar. Gedenke also, meine Tätigkeit auch 2008 fortzusetzen, wobei mir das frühe Aufstehen am Wochenende schon immer ein wenig wehtut. Aber ich weiß ja, wofür ich dieses Opfer bringe. Jetzt brauche ich erstmal nen kleinen Powernap, um wieder auf die Beine zu kommen. Man liest sich, ich weiß allerdings noch nicht wann.

Dienstag, 20. November 2007

Pardey, Pardey, Pardey

So, da bin ich wieder für einen Kurzabriss der letzten Tage und den Ausblick, was bald kommt. Gestern habe ich fast den ganzen Tag nur gegammelt, war dringend nötig und ich habe die Wohnung nicht verlassen. Schlafen, Saubermachen und am Abend habe ich noch für Kathy und mich gekocht und wir haben bei einem Glas Wein ihre Japan-Bilder angeschaut. Später muss ich wieder ins Fox zur Dinner-Schicht…endlich mal wieder ausgeruht auf Arbeit ;-). Nach meinem letzten Eintrag ging es hoch her, die Spät-Schicht am Donnerstag konnte ich absagen und den ganzen Abend mit Mathilde und Co abhängen. War sehr schön, endlich mal wieder richtig feiern mit allem was dazu gehört – Tanzen, Trinken…und Kopfweh am nächsten Morgen. Haben erst bis elf bei Mathilde auf dem Balkon gesessen (Matú, Cassy – ne Freundin von ihr – und Sebastian und Richard aus Leiden) und sind dann los zur Club Rotation im Westend. Sehr sehr funny. War morgens um drei daheim. Sehr lustige Anekdote nebenbei: Bei mir um die Ecke ist eine Gasse, die heißt Whynot Street (also „Warum nicht?" für die nicht-englischsprachige Leserschaft). Finde ich total witzig und wollte schon immer das Straßenschild fotografieren, hatte aber bisher nie ne Kamera dabei. Donnerstag Nacht war es dann soweit: Ich glaube, jeder Beobachter hätte sich kaputtgelacht, wie ich in meinem Suff um das Schild gekreiselt bin. Ab und an mal ein Blitz und eine neue Runde um den Pfosten. Ich kann euch sagen, keines der Bilder ist geworden, aber ich hatte Spaß ;-)). Das Arbeitswochenende hat mir dann aber den Rest gegeben. Brauchte dringend ne Pause. Also Sonntag ein kleines Mittagsschläfchen und dann Treffen mit Christian. Waren beim Inder essen…saulecker und echt mal schön, sich bedienen zu lassen als immer nur selbst zu bedienen ;-)…..und anschließend noch auf ein Bierchen und Live-Musik im RE, man kann inzwischen fast sagen: meine Stammkneipe ;-). Die nächsten drei Wochen werde ich ruhig angehen lassen, sozusagen letzte Rastmöglichkeit vor dem großen Jahresendfinale, das am 8. Dezember mit der Weihnachtsfeier von Christians Firma eingeleitet wird. Komme mir zwar schon ein wenig nutznießerisch vor, mit zu gehen, aber die Australier sind da ja nicht so, außerdem kenne auch mindestens 9 Leute von der Gesellschaft…und, wie sagte Christian am Sonntag so schön: „Die anderen bringen schließlich auch ihre Ehefrauen mit…"*Pause…kurzes Verarbeiten des gerade Gehörten/Gesagten*…und wir beide lagen vor Lachen fast auf den Knien :-). Bevor es dann nach Sydney geht, stehen zudem noch zwei weitere Highlights an, aber dazu komme ich zu gegebener Zeit. Bis bald, gleiche Stelle, gleiche Welle.

Hier noch ein Bild der Partycrowd, aufgenommen in der Endphase des Abends, aber die Gesichter sprechen da wohl für sich. ;-)

Donnerstag, 15. November 2007

Freizeitstress ist gar kein Ausdruck....

Hier also die versprochenen Bilder, frisch hochgeladen. Zu mehr fehlt mir grad echt die Zeit, da ich mich im Moment zwischen Arbeit und "Gesellschaftlichen Aufgaben" ;-) hin- und herteilen muss. War gestern bei Mathilde zur Insel-Nacharbeit (Fotogucken, Mail an Quentin etc. - bin immer noch düdelig), gleich geht's zur Mittagsschicht und irgendwann am Nachmittag schlagen Richard und Sebastian (Bekanntschaft von Stradbroke) in West End bei Matú auf, das muss dann irgendwie auch noch eingetaktet werden. Muss ja leider heute Abend auch wieder ins Fox, aber ich versuche, es so kurz wie möglich zu halten, dass ich dann gleich zu den andern dreien in die Kneipe steuern kann. Ich hoffe, nächste Woche ist es wieder ein wenig ruhiger. Bis dahin muss die "Sozialleistung nach Hause" erstmal auf Eis gelegt werden. Ich bitte um Verständnis ;-).

Dienstag, 13. November 2007

Blue Monday: Stradbroke Island

Endlich! Rebecca war auf Stradbroke Island und es war gigantisch. Dieses Abenteuer lässt sich kaum in Worte fassen aber ich kann wohl behaupten, dass der gestrige Tag alles in allem das Größte war, was ich bisher in Australien erlebt habe. Es hat einfach alles gestimmt. Aber mal der Reihe nach, wobei ich mit Sonntag anfange, als es an die Detailplanung ging. Wollte ja eigentlich am Abend mit Kathy ins Stadion zum Fußball. Leider hat das Wetter mal wieder dazwischengefunkt und wir sind stattdessen im Lock’n Load bei Barbeque und einigen Alkoholika gelandet. Auch schön! Das Kneipenhopping (Nebenbei: Ich liebe West End mit all den schnuckeligen Bars!) hat uns schließlich ins Pavillon geführt, kurze Zeit später war auch Mathilde am Start. Kathy hat sich bald darauf verabschiedet und es ging ans Eingemachte, wobei die Tour fast schon auf den letzten Metern am Wetter und dem Alkoholpegel gescheitert wäre. Aber nein, schlussendlich galt: Ein Bier, ein Wort!...und ab nach Hause zum Packen und in die Heia, schließlich war 7:15 Uhr die Richtzeit….Dann kam Montag, 6:00 Uhr früh, der Wecker nervt, der Blick nach draußen noch viel mehr: strömender Regen! Aber es sollte ja im Laufe des Tages besser werden…und ich vertraue bei solchen Aktionen grundsätzlich dem Wetterbericht. Total verpeilt haben Mathilde und ich dann den Zug Richtung Cleveland geentert, noch ohne den leisesten Schimmer, wie genial das alles wird. Unser Time-Management: Einfach großartig. Waren pünktlich um neun zum Übersetzen auf der Fähre und ab ging die Fahrt zum gelobten Land. Der Himmel war inzwischen aufgerissen und so präsentierte sich Straddie von Anfang an von seiner besten Seite. Gegen zehn standen wir vorm Hostel. Da das Einchecken vor zwölf nicht möglich war, haben wir erstmal unseren ganzen Kram an der Rezeption zwischengelagert und sind los zum Strand (Mörderstrecke von 150 Metern!!!!!). Was uns da erwartete….groß! Der Blick hat uns fast aus den Latschen gerissen, dass wir erstmal ein paar Minuten einfach nur zum Gucken rumsaßen, gefolgt vom Spaziergang am Strand – Richtung Cylinder Beach, der von Lifeguards bewacht ist, sicher ist sicher! – bis uns so heiß war, dass es kein Zurück mehr gab: Hinein in die Fluten. Das Wasser war herrlich, inzwischen war bei der Außentemperatur die 30 Grad Marke erreicht und die Wellen machten einen Heidenspaß. Wir mussten uns bei der ganzen Aktion immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass wir Mitte November haben, unglaublich! Anschließend fix Trocknen und ein wenig Chillen, danach wollten wir noch einen Blick hinter die Klippen neben dem Strand werfen und eigentlich zurück zum Hostel. Aber es kam ganz anders. Nachdem der Felsen erkraxelt und ein paar Fotos gemacht waren, kamen wir ins Gespräch mit Quentin. Als wir von ihm wissen wollten, welche Plätze zu empfehlen seien, hat er spontan angeboten, uns ein wenig die Gegend zu zeigen. Um das Bild, das ihr jetzt möglicherweise von ihm habt, ein wenig gerade zu rücken: Quentin ist 60 Jahre alt und im Ruhestand, nachdem er sein Leben lang für den Fernsehsender ABC Dokumentarfilme gedreht hat, lebt in Brisbane und kommt circa alle drei Monate nach Stradbroke, wo Freunde von ihm ein Haus haben. Dieser Mensch ist einfach einzigartig: Er erwies sich als großartiger Tourguide und wir haben fast den ganzen Tag mit ihm verbracht und uns prächtig unterhalten. Mit seinem Insiderwissen (und dem Auto ;-)), haben wir möglicherweise mehr von der Insel gesehen als viele Einheimische. Nach Frenchman’s Beach, Deadman’s Beach und Main Beach ging es auf den Gorge Rundweg. Ein Ausblick schöner als der nächste. Die ersten zwei Stunden waren im Nu um und unsere Kameras glühten vor Belastung. Da es bis zur Ebbe noch ein wenig Zeit war, machten wir für ne halbe Stunde bei ihm in der FeWo halt, haben Kaffee getrunken und Sandwiches verputzt, und anschließend hat er uns noch kurz zum Einchecken zum Hostel gefahren. Dann war es vier Uhr: Low Tide. Beste Gelegenheit für eine Allrad-Tour am Strand. Was ein Gaudi, Jeep auf Sand ist einfach unschlagbar. Nachdem der Flinders Beach unsicher gemacht war, ging es weiter mit der Inselrundfahrt – über die wildesten Pfade und durch Wasserlöcher bis zum Eighteen Mile Sumpf, ein Süßwassersee inmitten der Insel wie er klarer und idyllischer nicht sein könnte….und kein Mensch außer uns! Gegen sechs waren wir wieder am Hostel und keinen Schritt weiter damit, Quentin zu überzeugen, dass wir ihn im Ausgleich für diese Tour gerne zum Abendessen einladen möchten. Da war einfach nix zu machen: Er beharrte darauf, dass er unsere Gesellschaft genossen hat, eh nix anderes vorhatte und froh ist, wenn es uns gefallen hat. Zumindest konnten wir ihm die Mail-Adresse aus dem Kreuz leiern, um ihm nach Rückkehr Fotos zu schicken. Am Hostel haben wir dann erstmal kurz verschnauft und die ganzen Erlebnisse wirken lassen. Pünktlich zum Sonnenuntergang standen wir allerdings schon wieder Gewehr (in unserem Fall die Kamera) bei Fuß am Strand: immer noch traumhaft und menschenleer, dass wir ausgiebig umhertollen und rumposen konnten ;-). Der Hunger hat uns schließlich eingeholt und nach kurzer Dusche sind wir Quentins Rat gefolgt und zum Bowls Club gepilgert: Wie versprochen fanden wir dort gutes, billiges Essen…..und Quentin! :-) Als Trio wieder vereint haben wir den Abend mit Kalamari, Beer Battered Ocean Pride (lecker Fisch) und Wein zelebriert (zumindest da konnten wir Quentin überzeugen, ein Glas auf unsere Kosten mitzutrinken). Mehr war allerdings nicht drin, weil er immer noch mit dem Auto unterwegs war. Er hat uns schließlich vorm lokalen Pub abgesetzt und wir haben bei einem Jug Bier zu zweit auf alle diese großartigen Menschen, denen man hier überdurchschnittlich häufig begegnet, angestoßen. Zurück zum Hostel, mit den anderen Backpackern (Olaf aus Hannover, Marco aus Venedig und Richard und Sebastian aus Leiden) noch ein wenig geschnabbelt und getrunken und dann als krönender Abschluss des Tages noch ein letzter Ausflug zum Strand. Was ein Sternenhimmel! Sowas habe ich noch nicht gesehen! Schaut euch einen klaren Nachthimmel in Deutschland an und gebt noch mal genauso viele Sterne drauf….herrlich: Strand, über einem dieser Himmel und das Wellenrauschen: Ich hätte nicht das geringste Problem gehabt, am Strand einzuschlafen. Da wir uns dann aber doch nicht mit den Gezeiten anlegen wollten, haben wir vorm Hostel noch ne halbe Stunde gequatscht (naja, mehr der Promillezahl in uns Worte verliehen) und sind dann gegen dreiviertel zwei wie die Steine ins Bett gefallen, Augen zu und Ruhe, im Hintergrund das Rauschen der Wellen (ein Zimmer direkt am Strand ist echt was Feines, wobei wir auch dieses Mal Glück hatten und trotz des Vierbett-Zimmers zu zweit blieben: also auch keine Gefahr, dass fremdes Schnarchen die Geräuschkulisse vom Meer übertönt ;-)). Heute Morgen aufgewacht und wieder: Das Meer! Zusammengepackt, am Strand gefrühstückt, ausgecheckt und voller Erlebnisse zurück nach Brisbane, fest entschlossen, das bald wieder zu machen. Für Stradbroke gilt: Daumen hoch!

Die besten Schnappschüsse werden nachgereicht, ich treffe mich morgen mit Mathilde zum Datenaustausch. Hoffentlich ist dann auch unser Sonnenbrand ein wenig abgeklungen. Mathilde hat es noch schlimmer erwischt als mich, da es bei mir nur die Stellen betrifft, wo die Creme nicht hinkam. Ist jetzt in jedem Fall ein chaotisches Gesamterscheinungsbild mit zahlreichen Formen und Farben :-). Und auch ein wenig Autschi. Aber das war es wert.

Mittwoch, 7. November 2007

Keine Sorge, mir geht’s gut

Hach, was bin ich raus….habe gerade 2 Stunden geschlafen, noch voll fertig vom Pferderenntag! Außerdem kam heute der Dienstplan für nächste Woche…auch nur einen Tag frei. Muss mal mit Mathilde reden, eigentlich wollten wir gemeinsam nach Straddie fahren für zwei Tage. Sie wäre ja auch mit nem Tagestripp zufrieden aber ich finde es fast zu kurz. Ansonsten hier mal kurz der fotografische Beweis, dass ich durchaus überlebensfähig bin und auch Reste sehr stilvoll vertilgen kann. So sah heute mein Mittag aus: Restauflauf, Rührei mit Restei und Schinken aber mit nem Gläschen Wein und in Gesellschaft der Blümchen, die ich gestern mitgebracht habe. Also liebe Omas und Mamas, ich gehe hier nicht vor die Hunde ;-). War heute auch im Cantina und wie vermutet, alles beim Alten. Anett hat sogar mein Deutsch gepriesen. Sehr fein, mal schauen, wann es wieder soweit ist und sie rumnervt ;-). Ansonsten nix Neues, regnet schon wieder und ist auch überraschend kalt (24 Grad).

Dolphin Jo schuldet mir 10 Dollar

Spektakulär so ein Melbourne Cup….und anstrengend. Habe gestern wirklich den ganzen Tag gearbeitet. Aber muss ja auch, wenn es jetzt schon so weit ist, dass ich beim Pferderennen setze ;-). Bin gespannt, wann die ersten Buchmacher mit ihren Schlägern vor der Türe stehen ;-). Na, ganz so arg war es dann doch nicht, habe nur 10 Dollar gesetzt, nachdem mich Kristen davon überzeugt hatte, dass man ja eigentlich wetten muss an einem solchen Tag. Da ich ja von Quoten etc. null Ahnung habe, wurde das Pferd nach viel oberflächlicheren Gesichtspunkten festgelegt. Leider gab es keins mit dem Namen Inga und ein Gaul, der Efficient heißt, ist ja wohl von Anfang an raus aus der Rebeccaschen Betrachtung (Wer braucht schon Effizienz!? Da könnte man das Vieh ja gleich Prozessoptimierung nennen!). Nunja, es wurde also Dolphin Jo….Kurz nach zwei ging dann das große Rennen los und ich vermute mal, circa 80 Prozent der australischen Bevölkerung saßen vor der Glotze. Naja, also viele Pferde auf viel Rasen und ich ohne den leisesten Schimmer. Irgendwann war dann Dolphin Jo in der Wertung mit der Zwischenzeit am unteren Bildrand zu lesen….Auf Platz vier (bei den ersten dreien gibt es Kohle)! Jetzt wurde die Sache interessant. Ich sah mich schon an phänomenalen Stränden Millionen verprassen! Fulminanter Schlusssprint und Dolphin Jo immer vorne mit dabei, inzwischen an zweiter Stelle, hui wie aufregend! Zieleinlauf und…..nix. Ich habe keinen Schimmer was passiert ist aber der zweite Platz, den eigentlich Dolphin Jo hatte, war bei der Anzeige ausgeixt. Sowas…..Mist! Was genau passiert ist muss ich nachher erst mal im Internet recherchieren. Kurz nach dem Rennen blieb keine Zeit für Ursachenforschung da dann jeder was zu Trinken bestellen wollte und ich voll und ganz ausgelastet war. So ging der Tag echt schnell rum, meine Güte, wie viele Besoffene! Hihi…Die Belegschaft hat dann nach Dienstschluss noch ein wenig auf der Dachterrasse gefeiert. Echt alles supernette Leute, Fox fetzt! Gegen elf habe ich mich dann auf den Heimweg begeben und bin wie ein Stein ins Bett geplumpst. Jetzt wasch ich grade Bettzeug und muss auch gleich schon wieder zur Mittagsschicht. Will gar nicht raus, regnet schon die ganze Zeit….Noch zum Rückblick: Abendessen am Montag verlief zur allseitigen Zufriedenheit und ich bin mehrfach gelobt worden für das Essen. Hat aber auch alles gut geklappt und war echt ein schöner Abend. Inzwischen (2 Tage später) riechen meine Hände auch nicht mehr nach Knoblauch und Fisch ;-) (das ist echt der Nachteil bei solchen Rezepten) und ein Stück vom Auflauf ist sogar noch da. Werde ich nachher verputzen. So sehen im Übrigen 1,5 Kilo Lachs in der Auflaufform aus. Jetzt bin ich erstmal wieder raus aus der Kochnummer :-). So, muss mal in die Puschen kommen. Bis bald!

P.S. Achja, fast vergessen: Ihr wollt ja sicher wissen, wer das Rennen gewonnen hat?! Efficient natürlich!!!! :-)

Sonntag, 4. November 2007

Just call me Inga!

Das war wohl das Motto der Woche. Ich kann es mir nicht wirklich erklären aber dies scheint mein neuer Spitzname zu sein. Angefangen hat alles mit Pauli, einem Koch aus dem FOX, der mich von Anfang an so genannt hat. Ich habe ihm zwar schon mehrmals erklärt, dass mir bei dem Namen Inga zuallererst eine Blondine in den Sinn kommt (vielleicht bin ich da auch zu sehr geprägt, schließlich kenne ich nur eine Inga und das Bild hat sich bei mir festgesetzt, an dieser Stelle Grüße nach Stuttgart!, aber aus unerfindlichen Gründen verbinde ich Inga mit Skandinavien und finde, der Name passt nicht zu dunklen Haaren): Irgendwie hat die Argumentation nicht gewirkt und das Gespräch immer nur mit den Worten geendet: Wenn ich halt nicht wie Inga aussehe, reden tu ich so! ;-) Bis dahin war das ja nur eine kleine Episode meines Daseins und nicht weiter berichtenswert. Zum Running-Gag hat sich die Sache entwickelt, als mich diese Woche auch Gäste mit der gleichen Begründung so genannt haben, ohne von Pauli zu wissen. Kristen, meine Kollegin (ne ganz ne Nette), ist Mittwoch fast vor Lachen gestorben als sie von einem Tisch zurück kam, an dem sie nachfragen wollte, ob noch jemand was zu trinken möchte und nur zur Antwort bekam: „Das hat Inga schon vor zwei Minuten wissen wollen!“ Aus dem Nichts heraus….Inzwischen überlegen die lieben Kollegen aus dem Fox, ob sie mir ein T-Shirt drucken lassen: Just call me Inga! ;-). Und es vergeht keine Schicht, bei der ich nicht mindestens ein „INGA“ vor den Latz geknallt bekomme. Und inzwischen reagier ich auch schon drauf *grins*. Also Fox macht meist wirklich Spaß, gut, ab und zu auch mal nicht aber das ist ja normal. Gleiches gilt für das Cantina. Heute habe ich mich schon mächtig geärgert über meine Chefin. Irgendwie ist sie sonntags immer komplett hinüber (was ihr ja auch keiner übelnimmt, sie schuftet bestimmt 60 Stunden die Woche und klar ist es dann mal vorbei mit der guten Laune und man ist nur noch fertig, mein vollstes Verständnis). Aber der Spaß hört dann auf, wenn sie mich als Ziel ausmacht und nur noch auf mir rumhackt. Es war heut mal wieder soweit, dass sie mich dumm angemacht hat, dass im Anschluss selbst die anderen gefragt haben, ob ich „allright“ bin und meinten, ich soll mir nichts draus machen. Wenn das nicht gewesen wär’, hätte ich glaube ich heute echt die Nase voll gehabt. Irgendwie scheint es ihr dann auch selbst aufgefallen zu sein, dass sie sich im Ton vergriffen hat, und wenn auch keine Entschuldigung kam, war sie danach zumindest wieder freundlicher. Bin mal gespannt, wie sie Mittwoch (da ist immer Zahltag) drauf ist. Erfahrung hat gezeigt, dass sie sich dann meist wieder einkriegt und alles ok ist. Und selbst wenn: Wenn sie der Meinung ist, dass wir nicht zusammen können, soll sie mich halt feuern, ist ja ihr Laden. Wäre auch nicht soooo dramatisch, da sie mich damit nicht in den Ruin stürzt…nur schade. Aber ich glaube, so weit kommt es nicht. Wir werden sehen. In jedem Fall braucht es schon mehr als eine mobbende Anett, um mich (für längere Zeit, anfangs war ich schon recht angepisst) aus dem Gleichgewicht zu bringen. Nun ist ja erstmal ein Tag frei, wobei richtige Erholung liegt nicht an: Werde morgen putzen, einkaufen und kochen. Hoffentlich wird es ein schöner Abend, Essen ist für 19 Uhr angesetzt. Jetzt noch ein wenig Internetkram erledigen (wieder Buchen für den Urlaub, yipiieh!) und dann mal den Sonntag langsam ausklingen lassen. Bin ganz schön erledigt. In diesem Sinne: Gute Nacht.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Wo ist nur meine Freizeit hin?

Arrrghhh, konnte grade noch mal abwenden, dass ich nächsten Montag arbeiten muss. Das wäre dann der letzte freie Tag gewesen. Aber gottseidank habe ich jemanden zum Tauschen gefunden. Ansonsten wär’s echt eng geworden. Nicht allein, dass ich zumindest gerne einen Tag die Woche hätte, an dem ich nicht arbeiten muss, nein, ich habe ja auch schon das Abendessen geplant und die Leute eingeladen. Das wäre echt dumm geworden, jetzt wieder alle auszuladen. Aber so, wie es sich andeutet, kann ich mich den restlichen Monat November nicht über zu wenig Beschäftigung beschweren: Das Fox scheint mich voll und ganz auszulasten, so dass ich meine Tripps ins Umland wohl erstmal vertagen muss. Ich glaube nicht, dass ich in den nächsten Wochen zwei Tage am Stück frei habe. Muss mich jetzt auch mal kümmern, dass ich das mit meinen Steuern geregelt bekomme. Hier ist es so, dass man einen Job ohne Abgaben (abgesehen von den Rentensachen, die man hier immer zahlt) machen kann, alles darüber hinaus wird versteuert mit rund 30 Prozent. Derzeit liegt die Sache so, dass ich den Job im Cantina als steuerfrei gemeldet habe, weil ich ja nicht wusste, wie sich das andere so entwickelt. Da komme ich aber maximal auf 12 Stunden, während ich im Fox um die 20 (jetzt sicher noch mehr) Stunden acker, auf die ich Steuern bezahle. Dumm für mich natürlich. Muss mich die nächsten Tage mal darum kümmern, dass ich das tauschen kann. Ein Aufwand, aber was tut man nicht alles für ein paar Öcken mehr zum Ausgeben. Meine freien Tage sind ja jetzt auch schon wieder rum, das Spektakulärste war das Angeln gestern Abend. Christian, Tobi und Jen haben mich abgeholt und was soll ich sagen: Beim Fischen gibt es eine hauchdünne Grenze zwischen Entspannung und Langeweile, die ich wohl überschritten habe. Bin halt kein Angler. Aber es war dennoch schön, mal rauszukommen. Nächste Woche habe ich ja nur einen Tag frei, der auch schon voll verplant ist. Auf der Gästeliste fürs Abendessen stehen Christian und Mitbewohnerin Tanya, Tobi und Sonja und Jen (aus Rotterdam) und die Speisekarte sieht Lachs-Spinat-Auflauf, Fettuccini und Gorgonzolasauce vor. Tiramisu oder Obstsalat als Nachspeise, ist noch nicht ganz sicher. Bin mal gespannt. Habe gestern im Supermarkt schon gecheckt, ob alle Zutaten vorrätig sind. Wird dann Montag alles frisch gekauft und zubereitet. Und dann wieder arbeiten, geht los am Dienstag mit dem Melbourne-Cup. Verrückt! Das ist einer der wichtigsten Tage in Australien, dabei gibt es nur ein ödes Pferderennen. Tsis *kopfschüttel*….Da bin ich jedenfalls den ganzen Tag eingeplant, rechne mit einer Arbeitszeit von Mittag 12 Uhr bis abends 23 Uhr. Rest der Woche wie gewohnt. Mal schauen, wann der Schichtplan für die Woche darauf feststeht. Ich hoffe, ich kann dann irgendwann auch mal wieder ein wirkliches Highlight bieten. Zumindest zwei sollten schon noch drin sein, bevor es nach Sydney geht. Bis dahin bleibt mir nur das Internet mit den Bildern der Spots, wo ich gern hin will. Als Beispiel mal die Tauschbasis auf Stradbroke Island. Schaut euch die Galerie an…Hammer!

Montag, 29. Oktober 2007

Ein Stück Heimat

Ok, richtig vermutet: Die Tatsache, dass ihr das jetzt lest, deutet glasklar darauf hin, dass ich mich in meinem Zimmer am Rechner befinde und nicht an irgendeinem tollen Strand rumassel’ und meinen inzwischen nicht mehr ganz so weißen Bauch der Sonne entgegenstrecke. Aber hey, mit Sonne ist heut’ auch nicht viel und ich würde mich nur ärgern, so früh aufgestanden so sein, wenn ich es entgegen aller Wetterberichte doch durchgezogen hätte. Man muss auch warten können ;-)….Hatte das Unterfangen ja gestern Abend schon aufgegeben als es tierisch mit regnen und blitzen angefangen hat. Und richtig, als ich heute gegen sechs (die Zeit, zu der ich eigentlich das Bett hätte verlassen müssen) kurz aufgewacht bin und aus dem Fenster geblinzelt habe und es immer noch in Strömen vom Himmel runterkam und alles dicht war mit Wolken, wusste ich: korrekte Entscheidung. Habe den Tag in diesem Moment zum Chill-Tag erklärt und gleich mal bis zehn gepennt. Dann Frühstück im Bett (naja Frühstück: halt Kaffee und Müsli) mit einem neuen Buch aus Kathys Repertoire, inzwischen das fünfte. Achja, gleich mal zur Warnung an Freunde und Familie: Wenn ich in 15 Jahren, aus welchen Gründen auch immer, noch Single sein sollte, dann verzichtet bitte darauf, mir Romane zu schenken, deren einziges Thema es ist, wie Über-30-Jährige verzweifelt humorvoll versuchen, ihren Mr. Right zu finden. So geht es Kathy, also nicht mit der ruhelosen Suche nach dem Mann fürs Leben (ganz im Gegenteil, sie ist ein glanzvolles Beispiel an innerer Zufriedenheit mit ihrem Leben an sich, vorbildhaft!) aber mit den umgebenden Menschen, die ihr das vielleicht nicht so ganz abnehmen oder sie mit solchen Pseudo-Selbsthilfebüchern aufziehen wollen ;-). Also: Vergesst es am besten gleich!!! ;-) Unterhaltsam sind diese Werke aber allemal, werde wohl nächsten März alles durchhaben, was Kathys Bibliothek zu bieten hat ;-). Inzwischen habe ich die Lektüre aber zur Seite gelegt und mich (zögernd) dazu aufgerafft, wieder am Alltag teilzunehmen und mein Bett zu verlassen. Kurzer Schwatz mit Kathy, `ne Runde Freecell und hier bin ich: Isch blogge! Kurzer Rückblick auf die letzten Tage: Nix Spektakuläres, hauptsächlich mit Arbeiten beschäftigt. Das Spannende sind ja eh in erster Linie die Tage, an denen ich frei habe :-). Und so fange ich mal mit gestern Nachmittag an, als die Sause (mein Wochenende) losging. Erst sah es ja ganz danach aus, als ob nicht mehr viel gehen würde außer allein auf der Bude abhängen. Doch plötzlich: Telefon! und der Tag nahm eine erfreuliche und nicht-vorgesehene Wendung. Christian war dran, ganz überrascht, dass ich nicht arbeiten muss (Warum hören Männer eigentlich nie richtig zu? Hatte ihm vorher schon zweimal erzählt, dass ich ab Sonntag gegen zwei immer frei habe!), und wir haben erstmal verabredet, dass er auf ne Runde Pool vorbeikommt. 20 Minuten später war er da und ab ging’s ins kühle Nass – So ein eigenes Planschbecken ist echt was Feines, habe in letzter Zeit viel zu selten davon Gebrauch gemacht. Dann noch ein wenig auf der Liege abgemattet und gelesen, er: 1984 von Orson Welles (meine Güte wie intelektuell ;-)), ich: die Women’s Health, die ich am Samstag im Wohnzimmer habe rumliegen sehen :-). Dann Spontan-Entscheidung: Fahrt zum Mt. Coot-tha und anschließend Abendessen bei Christian. Mt. Coot-tha war echt cool, das ist ja der Berg mit Aussichtspunkt vor den Toren Brisbanes: War schon dunkel und es hat mit Gewittern angefangen. So hatten wir super Ausblick auf die Stadt inklusive Skyline und zudem noch die Blitze als Wetterschauspiel. Sehr nett. Aber: Hunger!!!! Also ab nach Auchenflower zu Christians Bude, wo er auch gleich mit Kochen angefangen hat. Der Gute hatte nach dem Fußball eine deutsche Bäckerei ausfindig gemacht in der es unter anderem auch Sauerkraut von „Spreewald“ gab, original in Deutschland abgefüllt. Also haben wir (inklusive Mitbewohnerin Tanya) uns den Bauch mit einem Stück Heimat (Kartoffeln, Sauerkraut und Bratwurst) vollgehauen. Njom. Hier schon der dezente Hinweis: Auch wenn ich mir bisher nicht wirklich viel aus Bratwurst gemacht habe und ein ordentliches Rostbrätl immer vorgezogen habe, erwarte ich nach meiner Rückkehr einen mit anständiger Rostbratwurst bestückten Thüros-Grill. Die Vorstellung davon hält mich jetzt schon wach ;-). Huihuihui….Im Moment überlege ich grade, was ich heute noch so anstellen kann. Werde wohl mal Ordnung in meine Reiseunterlagen für Dezember bringen und meine Tauchkenntnisse wieder ein wenig auffrischen, damit ich vorbereitet bin, wenn es wirklich soweit ist. Außerdem muss ich noch nach einem Rezept Ausschau halten, da ich nächsten Montag mal wieder zur Köchin und Gastgeberin mutiere. Christian und Tanya sind schon eingeladen und außerdem werde ich noch Sonja und Tobi dazubitten, bei denen ich dieses Versprechen auch endlich einlösen muss. Das stellt meine Hausfrauen-Fähigkeiten echt auf die Probe, da Tobi Vegetarier ist und Tanya eine Milch-Allergie hat. Muss mal schauen, was ich da zusammenbrauen kann, um allen gerecht zu werden. Dachte an Fisch. Hoffentlich wird das kein Desaster. Mal sehen, was das Internet so an Rezepten bereithält. Melde mich dann vielleicht später noch mal.

Sonntag, 28. Oktober 2007

500!!!

Kinderkinder, das wird! Bin gerade am Hin- und Herüberlegen, ob ich morgen nach Stradbroke Island fahren soll oder nicht. Wetterbericht sagt Gewitter voraus aber irgendwie habe ich auch keinen Bock daheim rumzusitzen. Hach, was mach' ich nur? Brauerei-Tour ist bis auf Weiteres verschoben, da Kathy gerne mitmöchte und weil Trinken in Gesellschaft ja mehr Gaudi macht, warte ich natürlich, bis es bei uns beiden mal passt. Die Glückliche fliegt nächste Woche erstmal in Urlaub, eine Woche Japan. Und ich hab sturmfrei und kann's nicht nutzen, da ich aufgrund des Melbourne Cups (6.11.) bis auf Montag jeden Tag arbeiten muss. Ich glaub ich fahr morgen! Regen am Strand ist immer noch besser als Regen in der Stadt. Lasse euch dann wissen, wie die Planung ausgegangen ist.

Mittwoch, 24. Oktober 2007

I’ll be back…

…tatatata, mein Rückflug ist seit heute definitiv. Nachdem die mich letzte Woche bei Emirates fast genötigt haben, so bald wie möglich zu buchen, da mein Tarif – nicht zuletzt aufgrund des Weltjugendtages in Sydney Mitte Juli (immer diese Katholiken!) – recht bald weg sein könnte, habe ich heute meinen Tag des Abschiedes gefixt (schließlich beschleicht mich nicht die geringste Lust, noch draufzuzahlen). Und, bitte Trommelwirbel: Am 11. Juli trete ich die Heimreise an und werde planmäßig am 12. Juli, 13:15 Uhr Ortszeit Frankfurt, meine Füße wieder auf deutschen Boden setzen. Dies ist ein Samstag: Einer möglichen Überraschungs-„Welcome back“-Party *zwinkerzwinker* am Abend steht also nix im Wege und jeder kann am nächsten Tag ausschlafen, was insbesondere meine Wenigkeit einschließt ;-). Zudem ergibt sich so auch die Möglichkeit, dass die Family mich persönlich am Flughafen abholt (wobei ich natürlich auch kein Problem damit hätte, den letzten Part der Reise mit der Deutschen Bahn – so sie denn bis dahin ausgestreikt haben ;-) – anzutreten. Mein Rail and Fly gilt ja immer noch. Und wehe, an diesem Tag scheint keine Sonne! Ich will schließlich noch ein wenig was vom deutschen Sommer haben. Bis Mitte Juli nächsten Jahres heißt es also für mich, soviel wie möglich davon mitzunehmen, was der australische Kontinent zu bieten hat. Und, es sei euch versichert, das werde ich tun!

Dienstag, 23. Oktober 2007

Crikey!!!

Mit Freude und voller Stolz kann ich jetzt berichten, dass ich es endlich geschafft habe, den Programmpunkt Australia Zoo auf meiner To-do-Liste abzuhaken. War wirklich ein 4-Sterne-Tag, der allerdings sehrsehrsehr früh angefangen hat *gähn*. Ich bin um halb sechs aufgestanden und inzwischen totmüde. Ich hoffe, ich kriege noch einen einigermaßen flüssigen Text dahingeknallt. Also, wie gesagt, am Morgen ging es los. Ab in die Stadt, noch fix ein Frühstück bei McDonalds inhaliert und rein in den Zug: Hader und Pelzig gehört und Landschaft geguckt. In Caboolture, Sunshine Coast, musste ich dann von Zug auf Bus umsteigen. Finde ich voll in Ordnung, mag Busfahren eh’ lieber. Inzwischen hatte sich das bombastische Wetter, das sich bereits beim ersten Blinzeln durch die Blenden vom Bett aus angekündigt hatte, voll entfaltet. 28 Grad und strahlendblauer Himmel. Großartig. So muss das sein. Und dazu noch die Glass House Mountains. Die sehen echt spitze aus, hatte ich gar nicht so erwartet. Eben diese sind inzwischen auch in mein Programm mit aufgenommen, da werde ich mich noch mal zum Wandern ranpirschen. Egal, also auf dem Steve-Irvin-Way auf zum Ziel. Wenn ich groß bin, will ich auch mal ´ne eigene Straße haben! An dieser Stelle muss ich mich ja auch gleich für die bisherige Verunglimpfung des Namens entschuldigen, natürlich heißt es Irwin, nicht Irwing, also ohne „g“. Bin jetzt aber auch zu faul, das in den vorherigen Einträgen zu korrigieren. Er wird es mir sicher nachsehen ;-). Pünktlich um neun zum ersten Einlass stand ich jedenfalls vor den Toren des Zoos, um die 50 Dollar Eintritt zu latzen. Naja, das sind immerhin mehr als 30 Euro, aber wenn es der Forschung und dem Tierschutz zu Gute kommt…passt schon. Und rein: Bereits auf den ersten 50 Metern dieses zoologischen Bodens fällt auf, das der gute Steve noch allseits präsent ist. Recht so….immer noch besser als nur Bindie von den Transparenten grinsen zu sehen. Dem armen Kind hat die Natur meiner Meinung ja auch hart zugesetzt: So ein hässliches Ding. Dabei hat es doch `ne chice Mama und Steve ist auch nicht so unattraktiv. Trotzdem gut, dass sie nicht nachtragend ist und sich dennoch dafür einsetzt ;-). Live habe ich leider keinen der überlebenden Crocodile Hunter Family gesehen. Dafür gleich am Anfang ein Wombat gestreichelt. Kann der Zoobesuch besser anfangen? Optimaler Laune bin ich also weitergeschlendert, habe die ersten Crocs gesehen, einen Elefanten namens Bimbo gefüttert und meine Runden durch die Flora und Fauna gezogen. Sehr genial sind auch die Riesenschildkröten, die haben einfach was. Bei den „Salties“ bin ich mir noch nicht ganz sicher: auf der einen Seite sehr faszinierend aber auch gleichzeitig fies zu beobachten. Hundertprozentig klar ist: Die Zoobetreuer haben `nen Knall! Da muss nur mal einer stolpern bei der Show und schwupp, weg ist ein Bein! Ich würde diesen Kreaturen keine 2 Meter über den Weg trauen. Und eins ist auch definitiv: Ich will keinem dieser Viecher in freier Wildbahn begegnen. Der Show an sich muss man bescheinigen, dass sie sehr auf die Einsicht und das ökologische Bewusstsein des Publikums aus ist: Außer der Croc-Vorführung ist der Rest eher harmlos unspektakulär und pädagogisch wertvoll. Neben dem Crocoseum befindet sich auch die Steve-Gedenkmeile. Er war schon ein toller Hecht, ein echter Volksheld. Freu mich schon, wenn die ganzen Wiederholungen im TV laufen. In drei Wochen ist ja sein erster Todestag (15. November). Da gibt es bestimmt einiges im TV, wäre genial, wenn jemand für mich aufzeichnen könnte. Vielen Dank im Voraus. Nach sechs Stunden im Zoo war ich fix und alle und habe mich auf den Heimweg begeben, bin im Zug sogar für 15 bis 20 Minuten weggepennt. War auch rechtzeitig wieder in Brisbane am Bahnhof, um mir noch meine neue Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr zu besorgen. Da muss ich also morgen nicht noch mal extra in die City gurken, sehr fein. Hm, was gibt es noch zu sagen…..achja, vielen Dank für die Kirmesberichterstattung, habe heute mehrmals abgewogen: 5 Grad Kälte und Dorf-Highlight oder knapp 30 und australisches Wildlife….hat wohl beides seine schöne Seiten. Nächstes Jahr werde ich mich zur Kirmes dann wahrscheinlich zurücksehnen nach der Hitze ;-). An dieser Stelle noch ein kleiner Ausblick zu meiner weiteren zeitnahen Planung: Eckpunkte sind Glass House Mountains, Nousa (das ist wieder mit Kathy geplant, ich hoffe, das wird noch vor Weihnachten), Stradbroke bzw. Moreton Island und vielleicht ein zweites Mal Byron, wenn es noch reinpasst (habe inzwischen beschlossen, zuerst dahin zu fahren, wo ich noch nicht war). Freut euch also auf die Berichte. Morgen muss ich allerdings erstmal wieder arbeiten. Und nächste Woche heißt es auch: Kürzer treten und für oben angeführte Ausflüge sparen. Aber da ich mir ja vorgenommen habe, dass ich pro Woche an meinen freien Tagen ein Highlight brauche, ist mir für nächsten Montag oder Dienstag eine Brauereibesichtigung beim Lokalmatador XXXX (FourX) in den Sinn gekommen. Das wird sicher lustig. Melde mich also spätestens nächste Woche zurück, wenn ich aus dem Gärbecken wieder aufgetaucht bin.

Prost *hick* und Hera!

Die Highlights vom Australia Zoo gibt’s hier.

Montag, 22. Oktober 2007

11 Uhr ist Croc O'Clock

Endlich, morgen ist es soweit. Irwings, ich komme! Habe mich gerade entschieden, den Zug um sieben Uhr zu nehmen, muss also halb sechs aufstehen! Sind halt doch zwei Stunden bis Beerwah, aber ich versuche, so viel wie möglich aus dem Tag rauszuholen. Werde mir jetzt noch zwei Bemmen schmieren, duschen gehen, Rucksack packen und einlesen. Und dann bin ich bald zurück mit News aus dem Australia Zoo.

Dienstag, 16. Oktober 2007

Flexibilität ist mein zweiter Vorname

Zoo und ich, das soll einfach nicht sein. War heute schon auf dem Weg in die Stadt, um alles klar zu machen für morgen, da kam der Anruf aus dem Fox: Es ist einer ausgefallen und ob ich nicht die Schichten übernehmen kann. Und da ich ja grundsätzlich nix gegen Geldverdienen habe, sieht mein Arbeitsplan für diese Woche wie folgt aus: Mittwoch/Donnerstag/Freitag die Mittagsschicht und zusätzlich Donnerstag/Freitag/Samstag am Abend im Einsatz. Außerdem noch das Cantina, was ein Spaß. Aber die Devise heißt ja: Mitnehmen was geht! Und so stressig ist es im Fox nun auch nicht. War heute gegen eins vor Ort und da lief’s echt lässig ab. Weniger Einsatz für mehr Kohle als im Black Forest. Wir werden sehen. Habe dann heute auch meine neue Arbeitskleidung bekommen (also das Hemd, eigentlich gehört da noch ´ne weiße Krawatte zu aber die haben sie im Moment nicht da) und – damit ihr auch einen Eindruck bekommt – eben schon mal wild rumgepost. Außerdem hat Ernesto, mein neuer Chef und exzentrischer Italiener, mich im System angemeldet, wilde Sache, die Zeiterfassung läuft über Pin plus Fingerabdruck – ganz großes Kino! Ich hoffe, das funktioniert. Meine „Kündigung“ ist seit Mittag auch erledigt, Eva hat darauf reagiert als hätte ich ihr den Wetterbericht erzählt. Nur: „Ok, ok.“ Das war’s. Bin dann auch noch mal zu Richard und der wollte Gründe wissen, die ich ihm gerne genannt habe. Lief alles sehr entspannt ab und da ist jetzt ein Schlussstrich (geniales Wort, 3 mal s) drunter. Da schon kein Zoo, musste ich also was anderes finden, um mich ein wenig zu belohnen: Shopping! War auch recht erfolgreich und letztendlich habe ich mehr ausgegeben als geplant, aber immer noch weniger als der Zoo gekostet hätte :-). Außerdem hat mir ein Erlebnis in der Stadt mal wieder klar gemacht, dass ich echt hinter dem Mond lebe. Als ich gerade ins Citybeach – dem Szene-Surf- und -Sportladen von Brisbane – wollte, wuselte sich mir schon eine fast 500 Meter lange Schlange entgegen, die ich mal locker hinter mir ließ und ohne Anstehen rein bin, an einem Poster vorbei, auf dem Bam angekündigt wurde. Habe dann erstmal eine der Verkäuferinnen gefragt, was das ganze Chaos bedeutet und wer „Bam“ überhaupt sein soll. Jetzt weiß ich, dass Bam der eine von Jackass ist und ich habe ihn gesehen, ohne Warterei ;-). Total unspektakulär. Da haben mich meine neuen Shirts mehr fasziniert :-). Nunja, muss los, Mathilde wartet sonst.

Dank Vitamin E und dem Black Forest am Herzinfarkt vorbei

Erinnert ihr euch noch an das Foto der Klippen in Byron Bay und meinen Plan, dort tauchen zu gehen? Wäre ja eigentlich grade vor Ort gewesen, wenn ich gleich Samstag im Black Forest gekündigt hätte. Da wollte ich aber nur noch nach Hause in mein Bett und habe diesen Fight auf Dienstag verschoben wodurch es mir nicht möglich war, schon diese Woche nach Byron zum Tauchen und Boogie Boarden zu fahren. Und inzwischen bin ich ja schon ein wenig dankbar dafür. Habe gerade in den Nachrichten gesehen, dass direkt vor den Felsen am Leuchtturm eine Frau vom Hai angefallen worden ist. Und nicht nur irgendeiner: Nein, ein Großer Weißer. Huihuihui, da ging mir schon ein wenig die Muffe und zu meinem unerschütterlichen Tatendrang kommt jetzt auch die Vernunft dazu, dass so was echt nicht zu unterschätzen ist. Wobei ich aus zahlreichen Tierdokus am Sonntag Nachmittag auf RTL2 und Pro7 (nebenbei, ich liebe diese Tierdokumentationen, mehr davon geehrte Programmplaner!, das ist in jedem Fall besser als Casting-Show-Wiederholungen oder Moppel Tine Wittler) ja weiß, dass man so was nicht überbewerten soll. Ist schließlich auch insgesamt glimpflich abgelaufen, die Frau ist wohl auf (wobei eine solche Meldung direkt vor Ort für mich wahrscheinlich noch eine gewaltigere Wirkung gehabt hätte als in 200 km Entfernung). Außerdem hat mir Jaques Cousteau ja beigebracht, dass man in solchen Momenten dem Hai nur auf die Nase boxen muss und er lässt ab (schöne Vorstellung und gut gesagt für ein Mädel aus Mihla, dessen gefährlichstes Unterwassererlebnis ein Karpfen in einigen Metern Entfernung im deutschen Binnengewässer war….ja, ich bin tollkühn ;-)). Letztendlich fürchte ich allerdings weniger die Begegnung an sich, sondern mehr den Herzstillstand, der in diesem Moment für mich wahrscheinlich mit einhergeht. Aber selbst da bin ich ja gerüstet, da ich mich ja gleich zu Beginn meines Australienaufenthaltes vom Pillenwahn hier habe anstecken lassen und inzwischen jeden Tag eine Kapsel Vitamin E aus dem Familienpack zu mir nehme: Für ein gesundes Herz und intaktes Immunsystem. Naja, die Wahrscheinlichkeit einer solchen Situation ist ja grundsätzlich auch eher gering. Aber zumindest bin ich geläutert und versichere allen daheim, die sich Gedanken um die Becci machen, dass ich vorsichtig sein werde bei der Auswahl der Tauchplätze, -anbieter und -partner (die müssen ja nur größer sein und ein lohnenderes Ziel ;-)). Also: No Panic! Lasse mich nicht anknabbern und bleibe auch sonst fit dank Vitamin E! Mache mich jetzt gleich auf ins Black Forest, wobei ich mir nicht sicher bin, ob mir da die Begegnung mit dem Hai nicht vielleicht lieber gewesen wäre.

Montag, 15. Oktober 2007

Deutsches Liedgut in der Ferne

Meine Güte, jetzt wird es echt akut. Habe mich eben dabei erwischt, wie ich nicht nur Freecell spiele sondern zudem auch noch Fetenhits „Schlager“ höre. Und sogar Gefallen daran finde…eieieiei!: Und nach dem ersten Schreck komme ich echt ins Philosophieren und entdecke ganz andere Nuancen dieser Rhythmen. Wenn man die Liedchen (und dabei meine ich das volle Programm – von Alexandra bis Wencke Myhre!!!) sonst zu irgendwelchen lokalen Tanzevents mit einigen Bier und Schnapps im Kessel lautstark mitgrölt, ist man ja froh, wenn die Texte noch einigermaßen stimmen. Die geistige Verarbeitung des Inhalts kommt da meistens zu kurz oder ist schlicht und ergreifend aufgrund des Pegels gar nicht mehr möglich, dabei steckt darin das eigentliche Feierpotential. Um nur mal einige Beispiele anzuführen (ihr seht, ich habe mich damit ernsthaft auseinandergesetzt und aufmerksam zugehört!): Wie singt Dorthe (ein Name, den ich vorher auch noch nie vernommen habe – danke liebe Fetenhits-Redaktion!) in ihrem Lied: „Ach wärst du doch in Düsseldorf geblieben" (das kommt mir schon eher bekannt vor) so schön? „Gleich als ich ihn kommen sah, dachte ich: ‚Was will der da?’ […] Und er setzte sich aufs Pferd, doch das Pferd, das war verstört.“. Ist das nicht eine Perle deutschen Gedankenguts? Hauptsache es reimt und das tut es ja! Großartig. Und so geht es auch gleich weiter. Was will uns der Autor dieses Textes sagen: „Ramona, zum Abschied sag ich dir Goodbye.“? Vielleicht, dass er der englischen Sprache doch mächtig ist und dies ein erstes Aufbäumen gegen das Deutsche ist? Schließlich ist es ja meist so, dass deutsche Schlagermelodien mit englischen Texten nicht mehr als Schlager gelten sondern Popmusik sind! Ist das also eigentlich gar kein Schlager, allein aufgrund des Anglizismus, und damit deplaziert auf dieser CD-Zusammenstellung? Oder ist dies ein genialer Schachzug des Musikverlages, weil dieses Lied der CD den internationalen Touch gibt und sie somit auch auf dem globalen Markt abzusetzen ist? Es hätte ja schließlich auch ein „Auf Wiedersehen“ oder „Tschö“ getan…Fragen über Fragen. Viel durchschaubarer ist da schon die Ausdrucksweise von Roland Kaiser: „Manchmal möchte ich schon mit dir eine Nacht das Wort ‚Begehren’ buchstabieren“. Da bleibt nicht wirklich viel Spielraum zum Interpretieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass besagtem Künstler in besungener Situation der Sinn nach Buchstabierwettbewerben steht. Aber ich wäre ja zu gern dabei, wenn er einer Frau (oder einem Mann, bin da ja nicht voreingenommen, und wer kennt schon die Vorlieben vom Roland?) dieses Angebot macht (egal ob in der Gegenwart oder vor hundert Jahren als der Titel entstand). Und noch mehr gespannt wäre ich auf die Reaktion der oder des Angesprochen…vielleicht: „Verpiss dich! Und jetzt buchstabier’ das du Schleimbeutel!“ Hach welch eine Freude. Da ist eine solche Geschichte doch heutzutage in der Jugendsprache viel einfacher zu erledigen, da reicht ein einziges Wort als Frage. Naja, ich drifte ab und außerdem will ich euch nicht zuviel Spaß vorwegnehmen, macht euch euer eigenes Bild! Ich lege echt jedem ans Herz, mal in die Fetenhits „Schlager“ konzentriert reinzuhören, es lohnt sich. Demnächst werde ich wohl damit anfangen, Weihnachtslieder zu hinterfragen…. Von diesen mentalen Aussetzern mal abgesehen, bin ich gut in die neue Woche gestartet. Das anstrengende Wochenende – und das war es – ist vergessen. Der Plan für die Woche steht. Bin inzwischen mit Putzen und Waschen fertig, werde dann noch ein wenig mailen und Mittagessen (das Wort Nachmittagessen gibt es ja leider nicht, wobei das die Sache eher trifft) kochen. Heute Abend will ich endlich mal wieder Laufen, das ist in letzter Zeit ein bisschen sehr kurz gekommen, obwohl ich so motiviert damit angefangen habe. Dann ist der Montag auch schon um. Morgen ist großer Kündigungstag im Black Forest, so gegen High Noon (ich hoffe, die Schlacht geht zufriedenstellend für mich aus). Dann in die City und die Planung für Mittwoch (da geht’s dann endlich in den Australia Zoo, so es das Schicksal will!!!) erledigen und abends bin ich mit Mathilde, der Französin bei der ich seinerzeit zur Party war, zum Umtrunk im West End (Insider: Ja Alex, WEST END!!!) verabredet. Ansonsten lasse ich mich mal so treiben, ab Donnerstag heißt es dann wieder Geldverdienen, diesmal im Fox. Mal schauen, wann ich mich hier wieder melde. An dieser Stelle ende ich erstmal mit den Worten: „Black Forest, zum Abschied sag ich dir ‚Goodbye’. Dummdumm, dammdamm, humpahumpahee.“

300 – Ganz groß!!!

Japp, es ist vollbracht. Bin gespannt, wie sich das noch entwickelt. Im Moment mache ich mir allerdings mehr Gedanken darüber, welche Gefahr Windows-Kartenspiele wirklich darstellen. Musste ja erkennen, dass Familie Hasert mit dieser Sucht nur die Spitze des Eisbergs darstellt. Ist ganz und gar die komplette Menschheit bedroht? Sobald ich heimkomme, werde ich eine Selbsthilfegruppe ins Leben rufen! Versprochen, es muss ja was getan werden! Das Problem muss öffentlich gemacht werden. Alle Opfer, bekennt euch! Auch euch kann geholfen werden. :-)

Freitag, 12. Oktober 2007

Der Wahnsinn liegt in den Genen

Und es begab sich zu der Zeit, da sich Rebecca immer lustig machte, wenn ihre manchmal liebenswert sonderbare Mutter (Face the truth!) die Hälfte des Tages vor dem Rechner verbrachte: Nicht etwa, um im Internet zu surfen oder wichtige Dinge zu erledigen, nein, schlicht und ergreifend, um Freecell zu spielen. Aber nicht einfach nur so, sondern nach System, mit Abstreichen der Nummern der gewonnenen Spiele und so…;-). „Verrückt!“ denkt ihr jetzt vielleicht (Oder, um es in einer ihr bekannten Sprache zu sagen: „Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle?“ *singundmitFreundschaftsbändchenwedel*….), wie ich einst auch, aber inzwischen muss ich mich an die eigene Nase fassen. Habe diese Woche beschlossen, der Million den Kampf anzusagen und bin schon bei Spiel 71! Ich weiß noch nicht ganz genau, worauf diese momentane Bewusstseinsstörung zurückzuführen ist, aber ich glaube, es ist die Kombination aus dem schlechten Wetter (seit 3 Tagen regnet es), der daraus resultierenden Langeweile, den unerschwinglichen Kosten bei Dauerbetrieb des Internets (Flatrate, ich vermisse dich, komm zurück!!!!) und dem Versuch, das Rauchen aufzugeben (kann ja schließlich nicht den ganzen Tag essen, wobei ich das trotzdem tue ;-)). Naja, ich hoffe, es wird besser, wenn ich nächste Woche im Fox anfange und auch an Werktagen ein wenig Beschäftigung habe. Aus meinem Zoobesuch ist leider nix geworden, verflixtes Wetter! Dafür gab’s als Indoor-Variante das Naturkundemuseum von Brisbane, was auch schön und billiger (nämlich gratis) war. Spar ich halt das Geld für meinen Tauchtripp. Habe mich da auch gleich inspirieren lassen (Omas, jetzt bitte wegschauen: Ich würde natürlich nieeeeeeeee auf die Idee kommen, mit Haien zu tauchen). Tatsächlich bin ich recht scharf darauf, so bald wie möglich nach Byron zu kommen, da es dort nämlich um diese Zeit noch Grey Nurse Sharks gibt, die bisher alle Taucher überlebt haben :-). Das kribbelt dann schon ein wenig. Zweiter Spot zum Tauchen, den ich ab November anvisiere, ist direkt vor den Toren Brisbanes auf Stradbroke Island, ab dann geht die Mantarochenzeit los. Ja, ich habe ein Idol, Steheve Irwing….Gassenhauer! Ich glaube ja inzwischen wirklich, es ist gefährlicher, den ganzen Tag mit Laptop auf der Bude zu sitzen als tauchen zu gehen. Und schließlich will ich schon ein paar Tauchgänge gemacht haben, bevor es ans „richtige“ Riff geht. Hui, das wird toll. Im Moment sieht es echt so aus, als wendet sich alles zum Guten. Geld kommt rein und es bleibt noch ein wenig Zeit zum Ausgeben. So lob ich mir das und wende mich damit wieder dem grünen Bildschirm mit Karten zu. Schönes Wochenende euch allen, muss ja dann ab heute Abend wieder dauermalochen. Melde mich sicher nächste Woche, gleiche Stelle gleiche Welle.

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Hommage an das Erwachsenwerden

Hui, juchee, wie wunderbar,
Alicia wird heut’ 18 Jahr!

Ich finde, ein solcher Anlass hat es verdient, in meinem Blog berücksichtigt zu werden, auch wenn dieser Eintrag ein wenig aus der Reihe tanzt. Schließlich ist sie das erste Küken aus meinem Cousin- und Cousinenkreis, das flügge wird, was nix anderes heißt als: ICH BIN ALT! Aber das tut hier ja nix zu Sache, dieser Eintrag gehört ganz allein Alicia. Tja, so sah das „Kind“ (Sorry Alicia, hatte leider kein anderes Foto parat und auch wenn du mich dafür jetzt vielleicht hasst, muss ich der Welt doch zeigen, um wen es hier geht. Zumal ich das Foto gar nicht schlecht finde aber manchmal weicht die Fremdsicht doch von der Selbstsicht ab, gerade in dem Alter ;-). Kannst mir per Mail ja noch ein aktuelles zukommen lassen und ich stelle es zur besseren Dokumentation dazu :-)...Update: Das ist inzwischen geschehen und ich lasse mich ja nicht lumpen und halte Versprechen, also: 2. Bild) noch vor einigen Jahren aus, inzwischen ist aus ihr ´ne chice ausgewachsene Echthaar!-Blondine mit allem drum und dran (wobei ich das nicht an irgendwelche Klischees anlehne!) geworden. Und, vielleicht hast du es ja schon mal gehört aber lass dir das auch von mir gesagt sein (sozusagen aus erster Hand, naja eher: mit der ungetrübtesten Erinnerung *snief*): Vor dir liegen die besten Jahre deines Lebens!!! Um nur einige Vorteile zu nennen: Du kannst Auto fahren (was nicht zwangsläufig das Seitwärts-Einparken mit einschließt), dich (vom Kater danach mal abgesehen) auf Familienfesten ungestraft betrinken (aber das über wir ja schon geraume Zeit ;-)), lange wegbleiben, daheim ausziehen und wiederkommen, einfach so mal beschließen, nach Australien zu gehen und es dann auch machen, Kinderspiele endlich richtig nutzen (also, wenn du Looping Louie brauchst, ist bei mir im Zimmer in der Schublade unterm Bett gelagert :-)) undundund….Was ich eigentlich sagen will: Wenn du es entsprechend angehst, kannst du jede Menge Spaß haben! Ich bin in jedem Fall begeistert, wie du dich in den letzten Jahren zur coolen, partytauglichen aber auch vernünftigen und selbständigen Cousine gemausert hast: Weiter so! Würde mich freuen, wenn du deine modrige Verwandte Rebecca dann immer mal wieder mitnimmst, wenn die Jugend auf den Putz haut. In diesem Sinne:

Ich muss ja wohl nicht betonen, dass du jetzt berühmt bist, naja, zumindest berühmt wirst, wenn dieses Blog erstmal den „Spiegel“ und die „FAZ“ als deutsche Leitmedien abgelöst hat :-).

Neun Wochen bis zum Großereignis

Ja, die Zeit geht dahin und bald ist es soweit. Ich will an dieser Stelle nicht versäumen, euch vom nächsten, richtig großen Coup meiner Australienzeit zu berichten. Freue mich schon wie Bolle auf das Wiedersehen mit Mama und Papa, zumal es mit großartigen Erlebnissen einhergeht. Hier also der Abriss der geplanten Reise. Am Sonntag, den 16. Dezember, geht die Sause für mich los, der Flug nach Sydney steht seit geraumer Zeit. Werde dann also schon mal auf Tuchfühlung mit der Metropole gehen. Übernachtung im YHA Hostel mitten im Herzen Sydneys, wobei die Nacht nicht soooo lang sein wird, da ich ja am nächsten Tag um kurz vor acht schon am Flughafen sein will zum Hallo sagen. Das wird ein Fest….und wie ich es genießen werde, endlich mal mehr Farbe zu haben als meine werten Erzeuger, die schließlich aus dem deutschen Winter kommen :-). Werde darauf bestehen, möglichst viele Bilder am Anfang zu schießen, wo der Kontrast noch am deutlichsten ist, hihi! Dann ein wenig akklimatisieren für die beiden und am nächsten Tag geht es schon ab in die Blue Mountains, wo die zwei wohl ihre erste Begegnung mit der hüpfenden einheimischen Tierwelt haben. Am nächsten Tag steht der erste Teil der Rundreise an, es geht in drei Tagen von Sydney nach Melbourne, inklusive Canberra, den Snowy Mountains mit Mt. Kosciouszko, dem 90 Miles Beach und Wilsons Promontory National Park. Auch in Melbourne bleibt nicht viel Zeit zum Ausruhen, von hier aus ist die Great Ocean Tour geplant und der Tag darauf ist ganz Phillips Island und den Mini-Pinguinen gewidmet. Diese eh schon kleinen Wichte haben zu der Zeit grad ihre Jungen mit am Start. Bin schon sehr gespannt, die Zwerge zu sehen. Heiligabend gehen wir es wohl ein wenig ruhiger an, da ist erst mal nur grob ne Stadtbesichtigung geplant aber noch nix Konkretes festgelegt, schließlich haben wir Weihnachten, hohoho. Dann tingeln wir auch schon weiter nach Cairns, wo der Mietwagen auf uns wartet. Habe eine Unterkunft direkt im Regenwald besorgt, die hoffentlich gefällt. Hier sind wir in der Planung auch noch offen, wobei die Eckpunkte natürlich stehen, sind ja gut organisiert ;-): Cairns, Atherton Tablelands, Kuranda mit Skyrail-Seilbahn und Eisenbahn, Port Douglas und last but not least Schnorchel-Tour am Great Barrier Riff. Dann erstmal raus aus der ganz großen Hitze und mit Heimvorteil nach Brisbane, wo wir auch Silvester verbringen. Das Programm dazu ist noch in Planung, bin ja grad noch dabei, die Hotspots der Umgebung zu identifizieren. Aber Fraser Island ist in jedem Fall dabei, wenn es auch etwas schwierig war, über Neujahr was zu ergattern. Aber immerhin konnte ich noch zwei Tage festlegen, die in unseren Zeitrahmen passen. Wer rastet rostet und getreu diesem Motto düsen wir dann nach Hamilton Island, um uns die vielgerühmten Whitsundays anzuschauen. Ich hoffe ja, der Sand ist wirklich so weiß…dann ist es ja fast wie Schnee und zu Hause ;-). Von Hamilton bringt uns die letzte Etappe wieder nach Sydney, wo wir noch drei Tage zum Abschied nehmen haben. Alles in allem macht das 9.200 Kilometer! (habe grad nachgerechnet und war selbst erschrocken) in vier Wochen. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass das ein spektakulärer Monat wird. Am 11. Januar geht es dann wieder nach Hause, für Haserts senior heißt das Deutschland, für mich Brisbane. Was natürlich sehr cool ist und mich ein wenig neidisch macht, ist die Tatsache, dass Mutter und Vater noch einen Zwischenstopp mit Übernachtung in Tokio haben, sozusagen „Big in Japan“ im „Tokio Hotel“. Aber hey, vielleicht beneiden sie mich dann ebenso, dass ich noch ein wenig hier bleiben kann….so gleicht sich alles wieder aus :-). In jedem Fall gibt es dann massig Fotos und ich werde mit posten nicht hinterherkommen. Aber: Irgendwas ist ja immer und da muss man halt Prioritäten setzen!

Dienstag, 9. Oktober 2007

Wenn einem so viel Gutes wiederfährt…

…das ist schon mal ein (zweites) Bierchen wert! War heute im Fox und was soll ich sagen: ich habe gerockt! No more fucking Black Forest. Ich muss morgen erst noch abklären, dass ich mindestens 20 Stunden die Woche arbeiten kann (sie brauchen mich auch am Wochenende) und dann adieu Black Forest. Freu mich schon auf das Gesicht von Eva, wenn ich ihr sage, dass sie mich mal an meinem deutschen Popo küssen darf (naja, wahrscheinlich trau ich mich das nicht, aber die Gewissheit, dass ich da nix mehr zu verlieren habe, ist genial). Zumindest werde ich mit meiner Meinung über die Atmosphäre nicht hinter dem Berg halten, wenn auch mit gemäßigten Ausdrücken. Hach ich kann’s kaum erwarten…..ich hoffe, meine Euphorie ist nicht umsonst und ich kann das morgen mit der Agentur (die Arbeit läuft über eine Agentur, die exklusiv für das Fox vermittelt, also mein eigentlicher Arbeitgeber ist Blue Recruit und da hatte ich angegeben, dass ich 15-20 Stunden an Werktagen verfügbar bin) klären. Aber heute lief echt gut. Die Leute sind supernett und Stundenlohn + Trinkgeld sind in jedem Fall besser als im Schwarzwald. Dann gibt es echt keinen Grund mehr zur Klage, habe zwei coole Jobs in Trend-Kneipen, wenn auch nicht direkt vergleichbar (Cantina eher alternativ, Fox mehr uptodate). Huiuiuiuiui, bin echt auf Endorphinen. Nächsten Montag starte ich wohl meine offizielle Karriere im Fox. Aus meinem Zwei-Stunden-Trial heute wurden 4,5, aber das war die Sache wert. Tolltolltoll. Hach, dieses Erfolgserlebnis wollte ich fix noch mit euch teilen, kann grad eh nicht schlafen. Aber ich bin derzeit echt in Schreiberlaune und habe noch zwei andere Beiträge in der Pipeline. Also die nächsten Tage immer mal wieder reinschauen, die 300er Marke steht noch ;-). Habe dann heute auch beschlossen, mich mit einem Tripp zu belohnen: Donnerstag geht es in den Australia Zoo…ja ich habe ein Idol…..Steheve Irving *sing* (ihr wisst schon, welche Melodie ich meine!). Ich finde, man muss sich in solchen Momenten auch mal was gönnen. Halte euch auf dem Laufenden, was mit dem Fox wird und natürlich berichte ich von meinem glorreichen Ausstand im Black Forrest ;-). Aber vorher gibt es noch mindestens zwei andere Beiträge! Also, dranbleiben.

Von Drachen, Hühnern und Blitzen

So, Dienstag: Nach einem Tag Pause zum Stress-Wochenende bin ich wieder fit und in the mood for blogging. Allerdings gibt es gar nicht viel zu berichten außer einigen spektakulären Details meines australischen Daseins, die aber vielleicht tiefgründiger sind als jeder Zoobesuch und jedes sonstiges „wirkliche“ Highlight. Denn gerade im Black Forest tun sich Abgründe der menschlichen Seele auf. Und wenn ich gedacht habe, mein erster Tag war eine Ausnahmeerscheinung, so weiß ich jetzt mit Sicherheit: Eva ist die perfekte Kombination aus hochgradiger Unfähigkeit und dem personifizierten Bösen. Wobei letzteres eher lachhaft ist unter Beachtung ihrer Nifferhaftigkeit. Einfach lächerlich und dabei glaubt sie tatsächlich, dass sie irgendjemand ernst nimmt. Am Samstag kamen sogar schon die Gäste zu mir, um sich über ihr Auftreten zu beschweren. Sehr geil. Naja, wenn man das Ganze von der lustigen Seite nimmt, kann man auch diese Abende überstehen. Aber ich hätte nix dagegen, ihr bei nächster Gelegenheit das Dirndl vor die Füße zu knallen. Vorher brauch ich allerdings ´nen anderen Job, da kommt das Ganze viel cooler. Heute Abend habe ich mal wieder ein Probebedienen, diesmal im Fox, das ist die Kneipe, wo ich damals mit Kathy war und die Fotos auf dem Dach entstanden sind (müsste ich im August oder Anfang September gepostet haben). Mal schauen, wäre echt genial, wenn ich noch was in der Woche hätte und da nicht immer Däumchen drehe. Wir werden sehen….Ansonsten hier noch eine neue Folge aus der Serie: Wissen, das die Welt nicht braucht aber bei jeder Party den Small Talk aufwertet. Der Ententanz heißt im Englischen nicht – wie anzunehmen bei korrekter Übersetzung –„Duck dance“ sondern „Chicken dance“ *aufgeregtesRaunenimPublikum*. Jaha, ist so. Und wenn ihr euch jetzt fragt, woher ich sowas weiß und ob man ihn dafür nicht im englischsprachigen Raum getanzt haben muss, kann ich euch nur laut entgegenrufen: „Und ob!“ Am Samstag war ich in der prekären Situation, zwischen zwei Möglichkeiten wählen zu müssen: Die erste hatte was mit Kehren des Lokals zu tun, so dass ich mich doch prompt dafür entschieden habe, mit einer circa 200 Jahre alten, stockbetrunkenen Australierin zu ebenbesagtem Titel das Tanzbein zu schwingen. So müssen sich Zivis fühlen. In der Zeit, wo ich die gute Dame stabilisiert habe, wurde ein anderer mit dem Besen ausgestattet (ich war schließlich gerade dabei, dem Black Forest eine Seele zu geben – und wenn dieses Etablissement etwas braucht dann das :-), somit war ich raus aus der Putz-Nummer). Das nenne ich mal Win-Win-Situation. Ich musste nicht saubermachen und sie hatte eine Geschichte, die sie den anderen im Heim erzählen kann :-) (ich weiß, ich bin gemein, aber hey, ihr kennt mich doch ;-)). Ansonsten gab es in den letzten Tagen nicht soooo viel. Das Wetter spielt hier grad verrückt. Tagsüber ist es seit geraumer Zeit echt drückend heiß, dass ich den eigentlichen Sommer gar nicht „abwarten“ kann, dafür gab es die letzten beiden Abende so derbe Gewitter, dass es kaum zu beschreiben ist. Und wenn ich etwas hasse, dann ist es die Situation, dass das Wetter mir meine Planung versaut. Durch diese Sperenzien bin ich Sonntag erst ne halbe Stunde später bei Christian zum Abendessen gewesen, mit Megakohldampf. Aber für das Essen hat sich das Warten gelohnt, hiermit gestehe ich Christian Bocuse drei Michelin-Sterne zu. War sehr lecker. Als der Alkohol alle war, bin ich nach Hause und habe mir zum Sonntag Abend noch ´nen Anschiss abgeholt. Habe gerade „nach Hause telefoniert“ als es klingelte (zwanzig vor eins in der Nacht wohlgemerkt). Uiuiuiui, dachte sich die kleine Rebecca. Allein in der Wohnung (Kathy war ja zur Hochzeit auf den Whitsundays, die Glückliche), diese Zeit…..das ignorierste mal schön. Beim zweiten Klingeln 10 Minuten später ging das auch noch….dann klopfte es. Heieiei…..Blick durch den Spion, der einen circa 1,90 m großen Mann als Besucher in Shorts offenbarte. Naja, Männer in Shorts sind ja verwundbar und haben mehr Angst vor anderen als die vor ihnen haben müssten…dachte ich mir und öffnete die Tür, immer noch das Telefon am Ohr. Hm, und dann wollte er mich nur fragen, ob ich wüsste, dass man mich bis in den sechsten Stock hört. Ui, das hatte ich gar nicht bedacht. Die Fenster alle auf und andere müssen ja Montag früh arbeiten. Habe mich dann erstmal in aller Form entschuldigt und er ist von dannen getrabt. Das Telefongespräch habe ich dann flüsternd auf dem Klo beendet, dem einzigen Raum ohne Fenster :-). Naja, Kathy hat nur gelacht als ich ihr eben davon erzählt habe ;-). Gestern wieder wetterbedingte Planänderung. Wollten eigentlich zum Oktoberfest in einem Park in West End, wo sie ein Zelt stehen haben, zum Open Air Kino… aber denkste: Regen, Blitz und Donner. Haben dann bei Matt und Antje gekocht (die beiden fliegen heute für eine Woche auf Fiji….alle Welt verreist! *neid*) und auf dem Balkon Blitze gekuckt. War auch lustig. Nunja, das dazu. Das war es jetzt aber wirklich….bin überrascht, wie viel Text es wird, wenn man eigentlich nicht wirklich was zu berichten hat ;-).